Der erste Schritt ist eine ehrliche Inventur. Notieren Sie über zwei Tage hinweg jede wiederkehrende Aufgabe: Putzen, Einkaufen, Wäsche, Rechnungen, Mülltonnen, Körperpflege, Essensvorbereitung. Markieren Sie dabei die Aufgaben, die Sie regelmäßig vergessen oder die immer wieder zu Diskussionen führen. Diese Liste ist die Grundlage, denn sie zeigt, wo der Planer tatsächlich eingreifen sollte. Ein typischer Fehler ist, sofort mit einer hübschen Vorlage zu arbeiten, die nicht zu den eigenen Gewohnheiten passt. Ein Planer, der für eine vierköpfige Familie mit Homeoffice gedacht ist, hilft einem Single mit Schichtdienst wenig.
Ein weiterer praktischer Trick ist das Zwischenlegen von Geschirrtüchern oder Küchenpapier zwischen den Tellern. Das erspart teures Verpackungsmaterial und die Tücher sind nach dem Umzug ohnehin in der Küche nötig. Am Ende des Einpackens zählen Sie Ihre Kisten und notieren die Gesamtzahl auf einer Liste. Wenn dann eine Kiste fehlt, bemerken Sie das sofort. Der größte Fehler ist, Süßes und Snacks mit einzuwerfen. Während des Packens essen Sie vielleicht Chips oder Kekse, aber Krümel ziehen in der neuen Wohnung Ungeziefer an. Verschließen Sie alle Lebensmittel luftdicht in Plastikbehältern oder festen Gefrierbeuteln, bevor Sie sie in die Kiste legen. Und denken Sie daran: Die Kaffeemaschine gehört nicht in die Kiste mit den Putzmitteln, sondern in die Frühstückskiste, sonst suchen Sie am ersten Morgen vergeblich nach dem Filter.

Warum das Beschriften nach Raum nicht ausreicht und was Sie stattdessen tun sollten Viele beschriften ihre Kisten nur mit „Küche", was in einer neuen Wohnung nutzlos ist, wenn alle Kisten an einem Ort stehen. Notieren Sie stattdessen den genauen Inhalt und die Priorität. Eine Nummerierung mit einer Liste hilft: Kiste 1 = „Frühstück, sofort", Kiste 2 = „Pfannen, schwer", Kiste 3 = „Gläser, zerbrechlich". Diese Liste hängen Sie an den Kühlschrank oder speichern Sie auf dem Handy. Damit wissen Sie beim Auspacken, welche Kiste zuerst dran ist und welche Sie ruhig zwei Tage stehen lassen können. Zerbrechliches markieren Sie nicht nur mit „Vorsicht", sondern geben Sie an, welche Seite oben ist. Legen Sie Teller und Schüsseln immer hochkant, nicht flach übereinander. So verteilt sich der Druck und die Gefahr von Sprüngen sinkt deutlich.
Laminat oder Teppichfliesen: Was verträgt die alte Fläche? Laminat ist günstiger, aber empfindlicher gegen Feuchtigkeit. Es besteht aus einer Holzfaserplatte, die quellen kann, wenn Wasser durch Fugen eindringt. Auf alten Fliesen ist das Risiko geringer als auf Estrich, weil die Fliesen keine kapillare Feuchtigkeit nach oben ziehen. Dennoch sollten Sie eine Dampfsperre aus Polyethylenfolie unterlegen, wenn der Raum ebenerdig liegt oder die Fliesen direkt auf Beton verlegt wurden. Die Folie verhindert, dass aufsteigende Feuchtigkeit das Laminat von unten angreift. Achten Sie darauf, dass die Fliesen sauber und trocken sind, bevor Sie die Folie auslegen. Ein häufiger Fehler ist, die Folie zu verlegen, ohne die Stöße mit Klebeband zu verbinden – dadurch entstehen Feuchtigkeitsnester.
Teppichfliesen sind die flexible Lösung, weil sie einzelne Platten bilden, die Sie bei Verschmutzung austauschen können. Sie benötigen keine Trittschalldämmung, da der Rücken aus Bitumen oder Gummi bereits dämpft. Allerdings sind Teppichfliesen anfällig für Druckstellen durch Möbel, besonders auf alten Fliesen mit unebenen Fugen. Verwenden Sie eine dünne Ausgleichsmasse, um die Fläche zu glätten, oder wählen Sie Fliesen mit einer stärkeren Rückenbeschichtung. Die Verlegung erfolgt mit Klebepunkten oder vollflächigem Kleber – für Mietwohnungen empfehlen sich lose verlegte Varianten mit doppelseitigem Klebeband an den Ecken. Achten Sie darauf, dass die Fliesen in der gleichen Richtung verlegt werden, da sie oft eine Struktur haben, die je nach Lichteinfall anders wirkt.
Praktisch ist die Montage mit Klebemörtel oder speziellen Dämmstoffdübeln. Bei glatten Wänden reicht das Kleben, bei Putz mit Rissen sollten Sie dübeln. Achten Sie darauf, dass die Dämmung vollflächig aufliegt – Hohlräume hinter den Platten sind spätere Kältebrücken. Nach dem Anbringen folgt die Dampfbremse, dann eine Beplankung mit Gipskarton. Für die Fensterlaibung schneiden Sie schmale Streifen, die Sie ebenfalls abdichten.
Die richtige Vorbereitung entscheidet über den Erfolg Rechnen Sie realistisch: Eine Innendämmung reduziert die Raumfläche, verändert die Fensterlaibung und erfordert oft einen neuen Fensteranschluss. Messen Sie die Nische genau – auch die Tiefe unter der Fensterbank. Viele Altbauten haben schräge Nischen, die mit Plattenmaterial nur schwer zu schließen sind. Schneiden Sie die Dämmplatten deshalb mit einer feinen Säge oder einem Messer mit Führung, um saubere Kanten zu erhalten. Bei unebenen Wänden hilft ein Ausgleich mit Spachtelmasse, bevor Sie die Dämmung anbringen.