Ein Spiegel an der Wand gegenüber dem Fenster klingt zunächst nach einer einfachen Lösung für einen dunklen Raum: Das Tageslicht fällt herein, trifft auf die reflektierende Fläche und wird zurück in den Raum geworfen. In der Praxis funktioniert das nur, wenn Position, Größe und Ausrichtung stimmen. Wird der Spiegel falsch platziert, entsteht kein hellerer Raum, sondern eine blendende Fläche, ein verzerrtes Bild oder eine Wand, die noch schwerer wirkt als vorher. Die folgenden Punkte zeigen, worauf es ankommt und welche Fehler sich vermeiden lassen.

Vor dem Bohren kommt die Prüfung der Wand. Trockenbau trägt schwere Lasten nur mit geeigneten Dübeln, und eine Rigipswand verzeiht keine Experimente mit einfachen Spreizdübeln. Mit einem Klopftest und, wo möglich, einem Blick in die Bauunterlagen lässt sich klären, woraus die Wand besteht. Bei Mauerwerk zählt die Lage der Steine: In eine Fuge gebohrt hält ein Dübel deutlich schlechter als mitten im Stein. Leitungen und Rohre verlaufen oft in horizontalen Bahnen etwa 30 Zentimeter unter der Decke und in senkrechten Schlitzen über Schaltern. Ein Leitungssuchgerät vor dem ersten Loch spart teure Reparaturen.
Was Sie beim Trocknen und Pressen beachten sollt
Lasten richtig verteilen statt einfach festziehen Schwere Regale und Hängeschränke brauchen mehr als zwei Schrauben in einer Reihe. Die Befestigungspunkte gehören möglichst weit auseinander und nah an die seitlichen Kanten des Möbelstücks, weil dort die Konstruktion stabil ist. Bei Schubladen und Türen wirken zusätzliche Hebelkräfte, deshalb sollten gerade dort Dübel sitzen. Ein häufiger Fehler ist, nur die oberen Löcher zu verschrauben und die unteren aus Bequemlichkeit wegzulassen. Gerade die untere Befestigung verhindert, dass das Möbel nach vorn kippt, wenn jemand dagegen stößt oder sich abstützt. Schrauben mit Unterlegscheiben verteilen den Druck auf das Material und verhindern, dass das Holz einreißt.
Bei einer massiven Wand halten Dübel im vollen Material, die Tragfähigkeit hängt von der Steinart ab. In Hohlwänden braucht es spezielle Hohlraumdübel, die sich hinter der Beplankung spreizen, oder eine Befestigung direkt im Ständerwerk. Verlassen Sie sich nie auf ein einzelnes Indiz. Erst Klopfprobe, dann Probebohrung an unauffälliger Stelle, und bei Unsicherheit lieber eine zweite Stelle prüfen. So vermeiden Sie ausgerissene Dübel und Schäden, die sich später nur mühsam reparieren lassen.
Irgendwann kommt der Moment, in dem man alles wieder abnimmt. Dann zeigt sich, ob die Befestigung sauber gearbeitet war: Ausgerissene Dübellöcher und Risse im Putz deuten auf zu kleine Dübel oder zu wenige Befestigungspunkte hin. Neue Löcher sollten nicht direkt neben alten sitzen, sondern mindestens einige Zentimeter versetzt werden. Wer umzieht und dieselbe Wand erneut nutzt, prüft die alten Bohrlöcher vor der Wiederverwendung und verschließt sie, wenn sie ausgefranst sind. Ein paar Minuten Sorgfalt beim Messen und Bohren ersparen später Ärger, und das Bett bleibt der Ort, an dem man sich wirklich fallen lassen kann.
Bei der Wahl des Dübels zählt der Durchmesser des Lochs mehr als die Länge des Dübels. Ein zu langer Dübel bringt nichts, wenn der Untergrund zu weich ist. In porösem Ziegel oder in alten Hohlblocksteinen halten Spreizdübel oft schlecht, weil der Stein beim Spreizen nachgibt. Hier sind Dübel mit größerem Spreizbereich oder solche, die sich mit einer Schraube im Untergrund verkeilen, die bessere Wahl. Wer unsicher ist, setzt einen Probepunkt an einer verdeckten Stelle und testet mit einem kräftigen Zug, bevor die eigentliche Last montiert wird.
Ein häufiger Fehler ist das Bohren ohne Sperre. Wer mit der Schlagbohrmaschine durch eine dünne Putzschicht auf Hohlraum geht, bricht den Putz großflächig heraus und verliert den Halt. Besser ist es, zunächst ohne Schlag zu bohren, bis der Bohrer den festen Untergrund erreicht. Erst dann wird die Bohrung auf das endgültige Maß erweitert. Bei Lehmputz sollte man zusätzlich vorsichtig sein: Er bröselt leicht, und ein zu großer Bohrer zerstört das Gefüge um das Loch herum.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Nachbohren im bereits gesetzten Loch. Wenn der Dübel nicht hält und die Bohrung erweitert wird, sitzt der Befestiger am Ende in einem ausgefransten Kanal ohne Halt. Besser ist es, die Stelle zu versetzen oder mit einem geeigneten Mörtel zu verfüllen und neu zu bohren. Wer im Altbau dauerhaft Ruhe haben will, prüft vor jeder Montage den Untergrund, wählt den Befestiger passend zur Last und verzichtet auf den Nagel überall dort, wo der Putz hohl klingt.
Wo der Nagel versagt und der Dübel beginnt Sobald Hohlräume im Spiel sind, ist der Nagel die falsche Wahl. In Altbauten findet man häufig Putz auf Schilfrohr, auf Holzlatten oder auf einer dünnen Lehmschicht über Stroh. Hier hält kein Nagel zuverlässig, weil er keinen Widerstand findet. Stattdessen braucht es einen Dübel, der sich hinter dem Putz im tragenden Untergrund verkeilt. Bei Schilfrohr und Lattenkonstruktionen ist das allerdings schwierig, weil der Untergrund nicht homogen ist. In solchen Fällen hilft es, die Putzschicht an der Bohrstelle vorsichtig zu öffnen und den Befestigungspunkt direkt im Mauerwerk oder im Holz zu setzen.