Nach dem Test lassen sich die Schablonen einfach abnehmen und das Klebeband entfernen. Die markierten Punkte dienen als Vorlage für die tatsächlichen Bohrlöcher. Wer die Schablone aufbewahrt, hat beim nächsten Umzug oder Umbau eine schnelle Orientierung. Papier kostet wenig und verhindert teure Fehlbohrungen – ein Umweg, der sich fast immer lohnt.
Position und Größe richtig wählen Die Größe des Spiegels wird häufig überschätzt. Ein kleiner Spiegel an der richtigen Stelle bringt mehr als eine große Fläche, die das Licht falsch streut. Für einen Raum mit einem einzigen Fenster reicht oft ein Format, das etwa ein Drittel der Fensterhöhe erreicht und in Augenhöhe oder etwas darüber hängt. Wichtig ist ein Abstand zur gegenüberliegenden Wand von mindestens einem Meter, damit das reflektierte Licht nicht als harter Fleck erscheint, sondern sich verteilen kann.
Der Abstand zwischen Leuchte und Rahmenoberkante entscheidet über die Verteilung. Ein zu geringer Abstand von wenigen Zentimetern führt zu einem engen, hellen Streifen direkt unter der Leuchte und einem abrupten Übergang ins Dunkel. Ein zu großer Abstand lässt das Licht über den Rahmen hinweg auf die Wand hinter dem Bild streuen und erzeugt einen unruhigen Lichthof. In der Praxis hat sich ein Abstand von etwa einem Drittel der Bildhöhe als brauchbar erwiesen, bei sehr hohen Formaten entsprechend mehr. Prüfen Sie diesen Wert immer an der konkreten Wand, denn helle Wandfarben reflektieren deutlich stärker.
Vor dem Bohren lohnt ein Praxistest mit Kreppband. Die geplanten Umrisse werden in der gewünschten Höhe an die Wand geklebt, dann geht die gesamte Familie den Flur mehrfach mit Jacke, Rucksack und Einkaufstasche ab. Wer an der Markierung hängen bleibt, hat die richtige Höhe noch nicht gefunden. Diese Probe kostet nichts und verhindert Bohrlöcher an Stellen, die später ohnehin wieder verdeckt werden müssen.
Zum Schluss lohnt ein Blick auf die Umgebung. Dunkle Wände schlucken viel Licht, helle reflektieren es und können den Rahmen indirekt mitbeleuchten. Glänzende Oberflächen und Glas im Rahmen erzeugen zusätzlich Spiegelungen, die sich mit dem Neigungswinkel verstärken. Prüfen Sie die Einstellung deshalb bei gedämpftem Tageslicht und am Abend, wenn die Leuchte allein wirkt. Wer Abstand und Winkel einmal sauber einstellt und die Werte notiert, spart sich bei jedem weiteren Bild die Suche nach der richtigen Position.
Der erste Schritt ist eine einfache Bestandsaufnahme. Mit einem Zollstock wird die engste Stelle des Flurs ermittelt: von der Wand bis zur gegenüberliegenden Wand, zur Türzarge oder zum Schrank. Davon wird die Breite abgezogen, die eine Person beim Gehen braucht, üblicherweise mindestens 60 Zentimeter, bei zwei Personen entsprechend mehr. Was übrig bleibt, ist der Bereich, der ohne Rücksicht auf den Körperkontakt genutzt werden kann.
Die gespannte Ecke mindestens über Nacht in Ruhe lassen, bei kühler Umgebung länger. Während der Trocknung darf der Rahmen nicht bewegt oder umgelagert werden, jede Bewegung öffnet die Fuge wieder. Erst nach vollständiger Aushärtung die Zwingen lösen, die Fuge prüfen und bei Bedarf mit einer scharfen Ziehklinge glätten. Hält die Ecke danach nicht, war die Passung schlecht oder es fehlte Material – dann hilft nur eine echte Reparatur der Gehrung, nicht noch mehr Leim.
Ein Spiegel ersetzt keine zusätzliche Lichtquelle, und er hellt einen Raum nicht gleichmäßig auf. Er verstärkt vorhandenes Licht und kann gezielt eine dunkle Ecke aufwerten, wenn die Ausrichtung stimmt. Wer das beachtet und die Position testet, bevor er bohrt, bekommt einen spürbaren Effekt ohne Umbau. Wer den Spiegel einfach mittig gegenüber dem Fenster aufhängt und hofft, verliert meist nur Geld und Geduld.
Die Zwingen nicht zu fest anziehen. Ein gleichmäßiger Druck genügt, damit die Fuge schließt. Übermäßiger Anpressdruck quetscht die Holzfasern an der Gehrungsspitze, die Ecke wird dort weich und die Verbindung hält weniger als vorher. Bei weichem Holz lieber zwei Zwingen mit moderater Spannung als eine mit voller Kraft.
Entscheidend ist der Winkel. Ein Spiegel reflektiert Licht geradlinig, nicht diffus. Steht er direkt gegenüber dem Fenster, landet das zurückgeworfene Licht oft genau dort, wo niemand es braucht: an der Decke oder auf dem Boden vor dem Fenster. Besser ist eine leichte seitliche Verschiebung, sodass das Licht in den Raum hinein umgelenkt wird, statt zurück zum Fenster. Wer die Wand gegenüber dem Fenster zur Verfügung hat, sollte den Spiegel nicht mittig, sondern versetzt aufhängen und die Wirkung mit einem einfachen Test prüfen: Bei bedecktem Himmel und am späten Nachmittag beobachten, wo die hellste Stelle im Raum entsteht.
Im Flur entscheidet nicht die Wandfläche, sondern der Verkehrsweg. Alles, was in Kopfhöhe oder darunter hängt, wird täglich gestreift, gestoßen und mit Jacken, Taschen und Schulranzen gestreift. Wer ein Bild, einen Spiegel oder eine Garderobe plant, sollte deshalb zuerst den Durchgang messen und erst danach über Gestaltung nachdenken.