Ein weiterer typischer Fehler ist das Nachbohren im bereits gesetzten Loch. Wenn der Dübel nicht hält und die Bohrung erweitert wird, sitzt der Befestiger am Ende in einem ausgefransten Kanal ohne Halt. Besser ist es, die Stelle zu versetzen oder mit einem geeigneten Mörtel zu verfüllen und neu zu bohren. Wer im Altbau dauerhaft Ruhe haben will, prüft vor jeder Montage den Untergrund, wählt den Befestiger passend zur Last und verzichtet auf den Nagel überall dort, wo der Putz hohl klingt.
Nach dem Bohren wird das Loch fachgerecht verschlossen. Dübel und Schraube allein dichten nicht ab. Bei Dampfbremsen gehört eine dauerhaft elastische Dichtmasse oder eine passende Dichtmanschette in das Loch, bevor der Dübel gesetzt wird. Hohlräume in der Dämmung sollten nicht mit Bauschaum gefüllt werden, der die Dampfbremse unter Spannung setzt. Typische Fehler sind das Bohren in der Nähe von Ecken und Anschlüssen, wo die Dampfbremse besonders sorgfältig verklebt ist, sowie das Setzen mehrerer Löcher dicht hintereinander, was die Dämmung punktuell zerstört.
Bei der Wahl des Dübels zählt der Durchmesser des Lochs mehr als die Länge des Dübels. Ein zu langer Dübel bringt nichts, wenn der Untergrund zu weich ist. In porösem Ziegel oder in alten Hohlblocksteinen halten Spreizdübel oft schlecht, weil der Stein beim Spreizen nachgibt. Hier sind Dübel mit größerem Spreizbereich oder solche, die sich mit einer Schraube im Untergrund verkeilen, die bessere Wahl. Wer unsicher ist, setzt einen Probepunkt an einer verdeckten Stelle und testet mit einem kräftigen Zug, bevor die eigentliche Last montiert wird.
Ein einfacher Nagel funktioniert im Altbau nur in zwei Fällen: in massivem Mauerwerk mit intaktem Putz und bei sehr geringen Lasten. Ein Bild mit ein paar hundert Gramm hält in einem sauber gesetzten Nagel im Ziegel oft problemlos. Kritisch wird es, sobald der Putz hohl klingt. Dann sitzt der Nagel nur in der Putzschicht, und die platzt beim ersten Ruck ab. Wer das vorher prüfen möchte, klopft die Wandflächen mit dem Knöchel ab: ein dumpfer Ton deutet auf festen Untergrund, ein heller, hohler Klang auf Ablösung oder eine Putzträgerkonstruktion.

Beim Anzeichnen durch die Halterung entsteht oft ein Problem: Der Stift trifft die Tapete schräg und die Markierung wandert um ein bis zwei Millimeter. Besser ist es, die Bohrlöcher mit einem dünnen Nagel oder einer Ahle leicht vorzustechen. Der Stich durchdringt die Struktur an genau einer Stelle, ohne dass die Faser ausfranst, und gibt dem Bohrer einen festen Startpunkt. Wer stattdessen mit dem Bohrer ohne Vorstechen ansetzt, riskiert, dass die Spitze auf dem Relief abrutscht und die Tapete aufreißt.
Setzen Sie einen kleinen Bohrer, etwa sechs Millimeter, mit Schlag aus, wenn Sie Mauerwerk vermuten. Kommt beim Bohren feiner, sandiger oder krümeliger Staub in gleichmäßiger Farbe, spricht das für Ziegel, Kalksandstein oder Beton. Bei Beton ist das Mehl meist hellgrau und sehr fein, der Bohrer kommt nur mit Schlag merklich voran. Stoppt der Bohrer nach wenigen Zentimetern plötzlich und das Mehl wird grob oder gipshaltig, ist vermutlich eine Beplankung durchbohrt. Trockenbau liefert weißlichen Gipsstaub, oft in Verbindung mit Holz- oder Metallspänen, sobald das Ständerwerk erreicht ist.
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, künstliches Licht sei harmlos. Leuchtstoffröhren und bestimmte LED-Module geben ebenfalls UV-A ab, wenn auch in geringerer Menge. Wer ein Motiv dauerhaft beleuchtet, sollte auf Strahlungsarme Leuchtmittel achten und den Abstand vergrößern. Ein weiterer typischer Fehler: das Motiv in der prallen Sonne trocknen oder lüften zu lassen. Feuchtigkeit plus Wärme plus Licht beschleunigt die Schädigung erheblich. Auch das Abwischen mit aggressiven Reinigungsmitteln trägt Farbe ab, bevor das Licht überhaupt wirkt.
Alte Putzflächen verzeihen nichts. Wer im Altbau ein Regal, ein Bild oder eine Leiste aufhängen will, steht schnell vor der Frage, welcher Befestiger im Untergrund überhaupt trägt. Der Putz selbst ist selten der tragende Teil, sondern die Schicht davor. Entscheidend ist deshalb nicht die Länge des Nagels, sondern die Frage, was hinter dem Putz liegt: Mauerwerk, Lehm, Fachwerkholz oder eine dünne Gipsschicht auf einer Schilfrohrmatte. Erst wenn das geklärt ist, lässt sich sinnvoll entscheiden, ob ein Nagel genügt oder ein Dübel nötig wird.
Vor dem Bohren gehört die Leitungssuche zwingend dazu. Leitungssucher erkennen stromführende Leitungen, Metallrohre und teilweise auch Unterkonstruktionen. Bei Trockenbauwänden liegen Kabel häufig entlang der Ständer, bei massiven Wänden in definierten Installationszonen oberhalb und unterhalb von Schaltern und Steckdosen sowie waagerecht in Höhe der Verteiler. Wer die Ortung überspringt, riskiert einen Kurzschluss oder eine undichte Wasserleitung. Ein Blick auf den Grundriss oder die Installationspläne ersetzt die Messung nicht.
Am Ende bleibt eine einfache Regel: Die Summe aus Glas, Passepartout, Bildträger und Rückwand muss in die nutbare Tiefe passen, mit einem kleinen Spielraum für Bewegung. Wer das vor dem Einlegen misst, spart sich das Nachjustieren. Passt es nicht, ist nicht der Rahmen zu klein, sondern das Material zu dick. Eine dünnere Lage oder ein anderes Passepartout löst das Problem zuverlässiger als jedes Drücken und Schieben.