Das Loch entscheidet, ob der Nagel noch hält Nach dem Herausziehen zeigt sich, ob das Loch weiterverwendet werden kann. Steckt im Loch noch ein sauberes, festes Material und der Nagel sitzt stramm, spricht nichts gegen die Wiederverwendung. Ist das Loch dagegen ausgefranst, ausgebrochen oder deutlich größer als der Nagelschaft, hilft nur eines: den Nagel eine Nummer dicker wählen oder das Loch mit einem passenden Holzdübel und etwas Leim verschließen und neu setzen. Ein häufiger Fehler ist, den alten Nagel in ein ausgeleiertes Loch zu drücken und mit einem kräftigen Hammerschlag „festzumachen". Der Nagel hält dann kurz, lockert sich aber durch die Vibration beim Aufhängen wieder.
Beide Ordnungen brauchen eine klare Begrenzung. Beim Raster ist es die äußere Kante des Feldes, bei der Salonhängung der Umriss des gesamten Verbunds. Ohne diese Grenze wirken die Bilder wie zufällig verteilt. Ebenso wichtig ist die Höhe: Die Mitte des gesamten Feldes sollte auf Augenhöhe liegen, nicht die Mitte eines einzelnen Bildes. Wer nur ein Bild zentriert und den Rest daran ausrichtet, verschiebt den ganzen Verbund nach oben oder unten.
Zunächst gilt es, den Nagel richtig zu lösen. Nicht mit dem Hammer seitlich hebeln, sondern mit einem flachen Gegenstück – etwa einem breiten Schraubendreher oder einer Zange – direkt am Kopf ansetzen und gleichmäßig herausziehen. Wichtig ist, den Nagel möglichst gerade und ohne Drehbewegung zu entfernen. Dreht man ihn im Loch, reibt der Schaft das Holz oder den Putz aus, und der Durchmesser weitet sich. Ein Nagel, der schwer sitzt, sollte nicht mit Gewalt gezogen werden; ein kurzer, vorsichtiger Druck nach unten löst ihn meist besser als ruckartiges Reißen.
Sägezahn und Draht: bequem, aber mit Grenzen Ein Sägezahnaufhänger wird direkt auf die Rückseite des Rahmens geschraubt und dann über einen Nagel in der Wand gehängt. Das geht schnell und ist bei kleinen, leichten Bildern praktisch. Problematisch wird es, wenn der Sägezahn zu klein dimensioniert ist oder nur mit zwei kurzen Schrauben im weichen Holz sitzt: Dann reißt er bei Belastung aus. Zudem lässt sich ein Bild mit Sägezahn kaum waagerecht ausrichten, weil es nur an einem Punkt hängt. Wer den Sägezahn verwendet, sollte prüfen, ob die Schrauben wirklich im stabilen Rahmenteil sitzen und nicht in einer dünnen Faserplatte.
Der erste Schritt ist die Festlegung des Zentrums. Dafür wird der Bereich gewählt, in dem der Grund die beste Halteeigenschaft verspricht – kompakter Sand, fester Schlick oder eine Mischung mit ausreichend Sandanteil. Weicher Schlick und reiner Seegrasboden scheiden als Mitte aus, weil der Anker dort nur kratzt. Die Mitte wird mit einer Boje oder einer Peilung auf zwei feste Landmarken markiert, damit die Position später überprüfbar bleibt und nicht nach Gefühl verschoben wird.
Zum Schluss wird die Lage dokumentiert und in festen Abständen überprüft. Tiefe, ausgelegte Länge, Peilungen und die Beschaffenheit des Grundes gehören notiert, damit bei aufkommendem Wind schnell entschieden werden kann, ob mehr Kette gefahren wird. Wer von der Mitte nach außen arbeitet, erkennt Abweichungen früh und korrigiert, solange das Boot noch kontrolliert liegt – nicht erst, wenn es bereits treibt.
Danach wird der äußere Ring geprüft: Liegen im Umkreis Hindernisse wie Steine, Wracks, Unterseekabel oder andere Anker? Ein sauberer Mittelpunkt nützt nichts, wenn die Schwojkreislinie durch ein Hindernis läuft. Typischer Fehler: Es wird nur der Punkt geprüft, an dem der Anker fällt, nicht der Bereich, den das Boot später überstreicht. Der Ring muss frei sein, sonst wird der Radius verkleinert oder das Zentrum verschoben.
Ein Keilrahmen bringt oft mehr Gewicht auf die Wand als gedacht, besonders bei großen Formaten mit Leinwand und Holzrahmen. Bevor irgendetwas gebohrt wird, lohnt sich eine kurze Prüfung: Wie schwer ist das Bild, wie beschaffen ist die Wand, und wo sollen die Haken sitzen? Bei Trockenbauwänden oder dünnem Putz entscheidet die Wahl des Aufhängers darüber, ob das Bild in einer Woche noch hängt oder bereits Bekanntschaft mit dem Boden gemacht hat. Für kleine Formate bis etwa 40 Zentimeter Kantenlänge reicht meist ein einfacher Bilderhaken. Darüber hinaus sollte die Befestigung zum Gewicht passen, nicht nur zur Optik des Rahmens.
Beim Einfahren des Ankers wird die Position kontrolliert. Nach dem Fallenlassen wird langsam rückwärts gefahren, bis die Kette straff kommt, dann wird Gas gegeben, bis der Anker deutlich fasst. Dabei wird peilen: Verschiebt sich die Position gegenüber den Landmarken, hat der Anker nicht gehalten und der Vorgang beginnt von der Mitte aus neu. Häufig wird zu früh aufgehört, weil ein kurzes Rucken als ausreichender Halt gedeutet wird – bei Zug von der Seite bricht die Verbindung dann wieder auf.
Der klassische Bilderhaken ist die solide Standardlösung. Er wird mit einem Nagel oder einer Schraube in die Wand gesetzt, wobei der Haken selbst nach oben zeigt. Wichtig: Den Nagel nicht schräg nach unten einschlagen, sondern leicht nach oben geneigt, damit das Gewicht in die Wand hineinzieht statt den Nagel herauszuziehen. Bei massiven Wänden genügt ein einziger Haken mittig, sofern der Rahmen nicht breiter als etwa 60 Zentimeter ist. Bei größeren Bildern gehören zwei Haken im Abstand von rund einem Drittel der Rahmenbreite gesetzt, damit das Bild nicht kippelt.