Der Blick zur Tür ist der zweite entscheidende Punkt. Wer den Flur betritt, sollte den Spiegel nicht als erstes im Rücken haben, sondern seitlich im Blickfeld. Hängt der Spiegel direkt gegenüber der Wohnungstür, wird jeder Eintretende mit dem eigenen Spiegelbild konfrontiert – das wirkt schnell unangenehm und lässt den Flur enger erscheinen. Besser ist eine Position an der Seitenwand, schräg zur Tür, sodass der Spiegel Licht in den Raum wirft, ohne frontal zu blenden.
Ein Wandbehang aus Makramee hält nur so gut, wie der Stab sitzt, an dem die Kordeln hängen. Bevor die erste Schlaufe geknüpft wird, sollte die Wandbeschaffenheit geklärt sein. In Trockenbauwänden halten gewöhnliche Dübel oft nicht die Zuglast, die ein breiter Behang mit der Zeit entwickelt. Für schwere Stücke eignen sich Hohlraumdübel mit Spreizflügeln oder eine Montageleiste, die über zwei bis drei Befestigungspunkte verteilt wird. Ein einzelner Haken in der Mitte ist die häufigste Fehlerquelle: Der Stab biegt sich durch, der Behang hängt schief, und die äußeren Kordeln liegen nicht mehr parallel.
Die Kordeln nach dem Anbinden nicht straff ziehen, sondern leicht hängen lassen. Ein zu strammer Anfang zieht die späteren Reihen zusammen und verengt den Behang nach unten. Beim Arbeiten an der Wand ist ein fester Haken für die Kordelrolle hilfreich: Die Rolle hängt dabei auf Augenhöhe, der Faden läuft gleichmäßig ab, und es entstehen weniger Verdrillungen. Verdrillte Kordeln erzeugen ungleichmäßige Knotenbilder, die sich kaum korrigieren lassen.
Bei der Befestigung zählt das Gewicht: Große Spiegelflächen brauchen zwei tragfähige Dübel und eine Unterkonstruktion, nicht nur einen Haken. Prüft vor dem Bohren mit einem Leitungssucher, ob Kabel oder Rohre in der Wand liegen – besonders neben Türrahmen ist das häufig der Fall. Und: Ein Spiegel, der an einer Außenwand hängt, beschlägt bei Temperaturschwankungen schneller. Ein kleiner Abstandshalter zur Wand von einigen Millimetern verhindert Feuchtigkeitsflecken und verlängert die Lebensdauer der Verspiegelung.
Der Abstand zum Heizkörper ist der zweite kritische Punkt. Ein Bild direkt über der Heizung wirkt auf den ersten Blick naheliegend, behindert aber die Luftzirkulation. Warme Luft staut sich unter dem Rahmen, das Bild wird ungleichmäßig warm, und die Heizleistung sinkt spürbar. Ein Mindestabstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern zwischen Oberkante Heizkörper und Unterkante Bilderrahmen ist eine brauchbare Orientierung. Bei Konvektoren mit Austrittsgitter oben sollte der Abstand größer sein, weil die warme Luft sonst direkt gegen das Bild strömt und Staubränder auf der Wand hinterlässt.
Unabhängig von der Methode lohnt sich eine kurze Trockenprobe: Das Bild mit Klebeband oder provisorisch befestigten Haken positionieren, aus zwei Metern Abstand prüfen, ob die Höhe stimmt, und erst dann endgültig montieren. Die optische Mitte des Bildes sollte etwa auf Augenhöhe liegen, bei Bildern über einer Heizung eher etwas höher, damit der Rahmen nicht mit der warmen Luft in Konflikt gerät. Zuletzt bleibt die Kontrolle nach einigen Tagen: Sitzt der Haken fest, ist der Kleber noch intakt, hat sich der Rahmen verzogen? Wer diese Nachkontrolle überspringt, merkt einen Fehler oft erst, wenn das Bild bereits auf dem Boden liegt.
Bei Papierbildern ohne Rahmen ist die einfachste Lösung eine stabile Rückwand aus dünnem Sperrholz oder Hartfaserplatte, auf die das Blatt geklebt oder mit Klammern befestigt wird. Die Schnur wird dann an dieser Platte befestigt, nicht am Papier. Wer das Bild nicht aufkleben will, kann es zwischen zwei dünne Platten legen und mit Klemmen sichern. Das ist keine perfekte Lösung für empfindliche Originale, aber für Drucke und Poster praktikabel.
Bohren ohne Schaden: So wird die Wand hinter dem Heizkörper sicher angebohrt Wenn gebohrt wird, gilt: erst prüfen, dann bohren, dann dübeln. Bei einer massiven Wand genügen meist zwei Bohrlöcher für einen mittelgroßen Rahmen. Der Bohrer sollte nicht in den Bereich unmittelbar über den Heizkörperanschlüssen sitzen, denn dort liegen die Rohrbögen am dichtesten. Ein typischer Fehler ist, den Bohrer mit zu hoher Drehzahl anzusetzen und die Wand hinter dem Heizkörper zu verkanten; dadurch wird das Loch größer als nötig und der Dübel hält schlechter. Nach dem Bohren den Staub absaugen, sonst setzt sich der Dübel nicht sauber. Bei Trockenbauwänden vor dem Heizkörper reichen normale Dübel nicht: Hier braucht es geeignete Hohlraumdübel oder eine Befestigung an der Tragkonstruktion, deren Lage vorher geprüft wird.

Vor dem Bohren den Spiegel mit Klebeband provisorisch an der Wand fixieren und ausprobieren: einmal frontal davorstellen, einmal seitlich. So zeigt sich schnell, ob der Blickwinkel stimmt. Typischer Fehler: Die Höhe wird von der Decke aus gemessen statt vom Boden. Bei unebenen Böden oder abgehängten Decken führt das zu schiefen Ergebnissen.