
Für die Oberfläche zählt der Aufbau mehr als die Marke des Lacks. Bei lackierten Fronten zuerst anschleifen, damit der Altlack eine griffige Basis bietet; bei rohem Holz oder MDF grundieren, Kanten und Schnittflächen zwei- bis dreimal, weil sie saugfähiger sind. Zwischenschliff mit feiner Körnung, dann gründlich entstauben – nicht nur abwischen, sondern absaugen. Ein dünner erster Auftrag legt die Haftung fest, erst danach folgen deckende Schichten. Dicke Nasen trocknen langsam, reißen beim Aushärten und lassen sich kaum retuschieren.
Typische Fehler: Die Halterung wird an einer Stelle montiert, an der der Ventilator später gegen eine Schranktür oder einen Deckenstrahler stößt. Die Fernbedienung wird vergessen, und der Schalter sitzt unerreichbar hinter dem Sofa. Der Ventilator wird direkt über dem Bett oder dem Esstisch platziert, wo der Luftzug stört. Und nicht zuletzt: Nach dem Einbau wird nie gereinigt, die Flügel verstauben, die Unwucht wächst, das Lager brummt. Wer diese fünf Punkte vorher abhakt, hat im Sommer kühle Luft und im Winter eine trockenere Wand, ohne dass ein Gerüst im Flur steht.
Bei der Farbwahl zählt weniger der Farbton als der Untergrund. Ein kräftiger Ton auf einer dunklen Wand braucht mehrere Schichten, ein heller Ton deckt auf Flecken schlechter. Für stark beanspruchte Flächen eignen sich matte Dispersionsfarben mit hoher Deckkraft; seidenglänzende Varianten lassen sich besser abwischen, zeigen aber Unebenheiten deutlicher. Vor dem Kauf eine Probefläche von etwa einem halben Quadratmeter anlegen und bei Tageslicht trocknen lassen – der Ton auf der Farbkarte weicht fast immer ab. In Mietwohnungen vorher klären, ob eine neutrale Wandfarbe bei Auszug verlangt wird; alles andere kann teuer werden.
Ein typischer Fehler ist außerdem die falsche Reihenfolge: Erst die Rückwand kleben und dann feststellen, dass die Steckdosenrahmen nicht mehr passen. Rahmen und Abdeckungen vor der Montage abnehmen, Ausschnitte mit etwas Spielraum anlegen und die Rahmen erst nach dem Aushärten wieder aufsetzen. Bei Mietwohnungen lohnt es sich, den Zustand der Wand vorher zu fotografieren und die Montage so zu planen, dass sie sich später ohne großen Aufwand rückgängig machen lässt.
Vor dem Kauf sollte die Wanne genau ausgemessen werden. Entscheidend sind die Länge der Duschzone, die Höhe der Wannenkante und die Position des Duschkopfs. Bei einer festen Trennwand muss die Wandbeschaffenheit geprüft werden: Fliesen, Trockenbau oder Beton verlangen unterschiedliche Dübel und Bohrverfahren. Ein häufiger Fehler ist das Bohren ohne vorherige Prüfung auf Leitungen im Mauerwerk. Auch die Wannenkante darf nicht beschädigt werden, sonst entstehen Haarrisse, die später Feuchtigkeit in den Untergrund lassen.
Für kleine Bäder ist ein faltbarer Spritzschutz oft die bessere Wahl, weil er beim Baden nicht im Weg ist. Wer häufig duscht und die Wanne täglich nutzt, fährt mit einer festen Trennwand aus Sicherheitsglas besser. Wichtig ist die richtige Glasstärke und eine Beschichtung gegen Kalk, sonst wird das Putzen zur Daueraufgabe. Bei mobilen Elementen sollten die Scharniere und Gummilippen regelmäßig gereinigt werden, weil sich dort Seifenreste sammeln. Ein häufiger Fehler ist außerdem, die Abtrennung direkt an der Duscharmatur zu befestigen, ohne den Wasserstrahl zu berücksichtigen – das Wasser spritzt dann über die Kante.
Eine Ablagefläche über dem Heizkörper ist praktisch, aber sie darf nicht zur Wärmefalle werden. Eine massive Platte direkt auf dem Gitter staut die aufsteigende Luft. Besser ist eine Konstruktion mit seitlichen Wangen, die einen freien Spalt von mehreren Zentimetern über der Austrittsöffnung lässt, oder eine Ablage, die nur an der Wand hängt und die Verkleidung nicht berührt. Für Mietwohnungen empfehlen sich Varianten, die ohne Bohren in Fliesen oder Heizkörpern auskommen: Klemmträger an der Fensterbank, Standfüße oder ein Rahmen, der sich zwischen Wand und Heizkörper verspannt und rückstandsfrei entfernen lässt.
Beim Streichen zuerst die Kanten mit einem Pinsel ziehen, dann die Fläche mit der Rolle. Farbe in zwei dünnen Schichten statt einer dicken auftragen; nasse Farbe läuft sonst und bildet Tropfnasen. Die Rolle gleichmäßig in Bahnen führen, ohne zwischendurch neu einzutauchen, und die letzte Bahn nach oben ausrollen. Zwischen den Schichten die angegebene Trockenzeit einhalten – zu frühes Überstreichen führt zu Blasen und schlechter Haftung. Häufige Fehler: zu wenig Abdeckung, vergessene Steckdosenränder, Farbe auf dem Boden und das Abziehen des Klebebands erst nach vollständiger Trocknung.
Nach dem Streichen den Raum gut lüften und mindestens einen Tag nicht vollständig belegen. Reste der Farbe nicht in den Abfluss geben, sondern gesammelt zur Sammelstelle bringen. In Mietwohnungen den Zustand vor dem Streichen fotografieren und die Farbtöpfe mit Farbton notieren, falls nachgebessert werden muss.