Der Untergrund entscheidet: Ziegel, Hohlblock und Trockenb
Die Luftmenge passend zum Raum wählen. Als Faustregel gilt ein Luftwechsel von drei- bis fünfmal pro Stunde für Wohnräume. Bei einem Raum von 20 Quadratmetern und 2,50 Metern Höhe sind das 150 bis 250 Kubikmeter pro Stunde. Ein zu kleiner Ventilator dreht hoch und wird laut, ein zu großer läuft leise, bewegt aber mehr Luft als nötig. Im Winter zählt die Richtung: Deckenventilatoren mit Winterbetrieb saugen Luft nach oben und drücken sie an der Decke nach außen, was die warme Luft im Raum verteilt. Das hilft gegen kalte Füße und gegen Feuchtigkeit an Außenwänden, ersetzt aber kein Lüften und keine Heizung.
Zum Schluss gehört die Leitungslage dokumentiert. Fotos der Bohrlöcher mit Maßangaben zur Wand und zu den Deckenrändern sparen später viel Ärger, wenn weitere Leuchten ergänzt oder Kabel gesucht werden. Wer diese Prüfungen vor dem ersten Bohrloch ernst nimmt, vermeidet den teuersten Fehler der ganzen Montage: das Bohren in Bewehrung oder Leitungen, das sich nicht mehr rückgängig machen lässt.
Beim Streichen zuerst die Decke, dann die Wände, und innerhalb der Wand von oben nach unten arbeiten. Farbe in ein Rollgitter abstreichen, damit nichts tropft, und in Bahnen mit leichter Überlappung rollen, sonst entstehen Ansätze. Kanten mit einem Pinsel oder einer kleinen Rolle sauber ziehen, bevor die Fläche gerollt wird. Zwischen zwei Anstrichen die angegebene Trockenzeit einhalten – zu frühes Nachstreichen führt zu Schlieren und schlechter Deckkraft. Bei dunklen Farben über hellem Untergrund sind zwei bis drei Anstriche realistisch, das vorher einplanen.
Bei der täglichen Pflege entscheidet vor allem die Oberfläche. Versiegelte Dielen vertragen feuchtes Wischen, aber kein stehendes Wasser: Reiniger dünn auftragen, mit klarem Wasser nachnehmen und sofort trocken nachwischen. Geölte oder gewachste Dielen brauchen das Gegenteil – sie werden trocken gekehrt und gelegentlich mit dünnem Ölfilm aufgefrischt, damit das Holz nicht austrocknet. Der häufigste Fehler ist ein zu nasser Wischmopp. Wasser dringt in Fugen und Stirnseiten ein, das Holz quillt, und beim Trocknen entstehen Fugen und Verwerfungen, die sich später kaum noch schließen lassen. Ein weiterer typischer Fehler: Allzweckreiniger mit hohem Tensidanteil, der die Schutzschicht anlöst und matte Stellen hinterlässt.
Nach dem letzten Anstrich mindestens einen Tag lüften, bevor Möbel zurückkehren, und Abklebeband erst abziehen, wenn die Farbe leicht angezogen, aber noch nicht hart ist. Häufige Fehler sind zu wenig abgedeckte Böden, vergessene Steckdosen und das Streichen bei direkter Sonneneinstrahlung: Die Farbe trocknet dann zu schnell und bildet sichtbare Kanten. Wer diese Punkte beachtet, spart sich Nacharbeit und hat nach einem Wochenende ein Wohnzimmer, das nicht nur frisch aussieht, sondern auch beim Auszug keine Diskussionen auslöst.
Bevor die erste Farbrolle ins Spiel kommt, lohnt sich eine nüchterne Bestandsaufnahme. Wände und Decke prüfen, auf Risse, Feuchtigkeitsflecken und alte Tapeten achten. In einer Mietwohnung ist außerdem der Blick in den Mietvertrag Pflicht: Viele Verträge verlangen beim Auszug das Streichen in neutralen Tönen, manche erlauben nur helle Farben. Wer während der Mietzeit streicht, sollte sich die Zustimmung schriftlich geben lassen, sonst droht beim Auszug eine Nachzahlung. Bei Eigentum entfällt diese Hürde, dafür trägt man die Verantwortung für den Untergrund vollständig selbst.
Wer zur Miete wohnt, sollte mit dem einfachen Weg beginnen: ein Außenrollo, das ohne Bohren mit Klemmträgern am Rahmen befestigt wird, lässt sich rückstandsfrei zurückbauen. Bei Eigentum lohnt sich der Blick auf die Fassadengestaltung und auf mögliche Vorgaben in der Teilungserklärung, bevor Löcher gebohrt werden. In beiden Fällen gilt: erst prüfen, wie die Sonne tatsächlich einfällt, dann kaufen. Ein Rollladen auf der falschen Seite bringt wenig.
Die Farbwahl entscheidet mehr als der Farbton auf dem Musterkärtchen. Nordlichter wirken kühl, deshalb sind warme Nuancen mit etwas Gelb- oder Rotanteil dort meist angenehmer als reines Weiß. Für kleine Räume eignen sich helle, matte Töne, die das Licht streuen; stark glänzende Lacke lassen Wände optisch zurücktreten, betonen aber jeden Untergrundfehler. Vor dem Kauf einen großzügigen Testanstrich von mindestens einem halben Quadratmeter anlegen und bei Tageslicht sowie abends unter Lampenlicht ansehen – der Farbton wirkt auf großen Flächen intensiver als auf dem Muster. Ein typischer Fehler ist der Griff zur billigsten Dispersionsfarbe: Sie deckt schlecht und spritzt beim Rollen.
Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis Möbel aus dem Raum oder in die Mitte ziehen und vollständig mit Folie abdecken, den Boden mit Malervlies schützen. Steckdosen und Schalter abschalten, abkleben oder abschrauben. Alte Tapeten, die sich löst, entfernen; kleine Löcher mit Spachtelmasse füllen und nach dem Trocknen glatt schleifen. Sandfarbene oder stark verschmutzte Untergründe brauchen eine Grundierung, sonst schlägt der alte Ton durch. In einer Mietwohnung vorher klären, ob die vorhandene Tapete überstrichen werden darf – Raufaser lässt sich in der Regel problemlos streichen, Vliestapeten mit Prägemuster verlieren dabei aber ihre Struktur.