Für die Mittagspause suchst du dir am besten eine Stelle mit drei Dingen: einer Bank oder einer niedrigen Mauer, Schatten und einem Zugang zum Wasser, der nicht steil ist. Uferböschungen sind oft abschüssig und bei Nässe rutschig. Setz dich nicht direkt an die Kante, besonders wenn Kinder oder Hunde dabei sind. Ein weiterer häufiger Fehler: die Pause in der prallen Mittagssonne einplanen. Am Kanal gibt es wenig Schatten, deshalb ist eine Pause zwischen elf und dreizehn Uhr im Sommer schnell unangenehm. Nimm eine dünne Decke oder eine Sitzunterlage mit, denn Bänke sind nicht überall vorhanden.
Der größte Fehler ist die Fehleinschätzung der eigenen Zeit. Im Winter wird es früh dunkel, und bei niedrigen Temperaturen sinkt die Leistungsfähigkeit schneller als erwartet. Wer eine Strecke plant, rechnet die Rückfahrt großzügig ein und setzt eine feste Umkehrzeit, nicht erst dann, wenn die Kälte in den Fingern spürbar wird. Pausen an Land hält man kurz, sonst kühlt der Körper aus. Ein warmes Getränk in einer Thermosflasche gehört dazu, ebenso ein trockenes Tuch für Gesicht und Hände.
Ein häufiger Fehler ist die falsche Schuhwahl. Turnschuhe mit dünnem Mesh saugen sich bei einem Regenguss voll und trocknen schlecht. Besser sind wasserabweisende Halbschuhe oder leichte Wanderschuhe mit Profilsohle. Wer viel zu Fuß unterwegs ist, sollte auf atmungsaktive Membranen achten – sonst staut sich die Wärme und die Füße werden nass von innen. Für längere Strecken im Mai empfiehlt sich außerdem ein Paar dünne Wollsocken, die auch feucht noch isolieren. Ein zweites Paar Socken im Rucksack wiegt wenig und rettet den Tag, wenn man in eine Pfütze tritt.
Winterpaddeln im Spreewald ist kein Extremsport, aber es verzeiht weniger Fehler als eine Sommertour. Die Fließe sind oft schmal, das Wasser ist kalt, und Uferstellen, die im Sommer als Ausstieg dienen, sind jetzt schlammig oder zugefroren. Wer trotzdem fahren will, plant kürzer, prüft den Pegel und informiert jemanden über Route und Rückkehrzeit. Entscheidend ist nicht die Länge der Strecke, sondern ob ein Abbruch jederzeit möglich bleibt.
Im Spreewald treffen mehrere Rechtsbereiche aufeinander: Brandenburgs Fischereigesetz, die Verordnung über die Ausübung der Fischerei und örtliche Regelungen der Fließgewässer. Wer hier angeln will, braucht den Fischereischein. Ohne bestandene Prüfung gibt es keine legale Möglichkeit, an den Spreekanälen zu fischen. Der Schein muss beim Angeln mitgeführt werden, ebenso die Angelkarte für das jeweilige Gewässer. Wer nur den Schein hat und ohne Karte am Wasser sitzt, fischt schwarz – das gilt auch auf vermeintlich freien Uferstücken.
Entscheidend ist die Streckenlänge, nicht die reine Fahrzeit. Dorfkanäle sind meist eng, an manchen Stellen kaum breiter als zwei Boote. Der Bootsführer muss langsam fahren, um Mauern, Brückenpfeiler und Uferbefestigungen nicht zu streifen. Dazu kommen Engstellen, an denen entgegenkommende Boote warten müssen. Wer die Fahrt plant, sollte deshalb nicht die Minuten zählen, sondern die Abschnitte: Ein Kanal mit zwei Schleusen braucht deutlich länger als eine offene Strecke ohne Hindernisse. Frage vor dem Einsteigen nach, ob die Fahrt an einer Wendestelle endet oder ob das Boot gewendet werden muss – das Wendemanöver kostet zusätzliche Zeit.
Warum nasse Kleidung im Winter gefährlicher ist als Kälte an sich Der häufigste Fehler ist normale Regenkleidung. Sie hält Regen ab, aber kein Wasser von innen: Bei einem Kentern saugt sie sich voll und zieht nach unten. Wer im Winter paddelt, trägt entweder einen Trockenanzug oder mindestens Neopren mit wasserdichter Außenschicht und darauf eine Schwimmweste, die auch mit Kleidung darunter passt. Hände und Kopf verlieren am schnellsten Wärme, deshalb gehören Handschuhe mit Griffgefühl und eine trockene Mütze dazu, ebenso ein Wechselsack im wasserdichten Packsack. Ersatzwäsche im Boot ist keine Übertreibung, sondern die Voraussetzung dafür, nach einem Unfall nicht auszukühlen.
Die sichersten Routen im Winter sind kurze Rundkurse auf breiteren, gut befahrbaren Fließabschnitten mit mehreren Anlandestellen. Enge, stark bewachsene Nebenarme meidet man besser: Umgestürzte Bäume sind bei Niedrigwasser schwer zu erkennen, und ein blockierter Kanal bedeutet oft ein langes Zurückpaddeln gegen die Strömung. Vor der Abfahrt prüft man Wetterbericht, Wasserstand und ob Treibeis oder Randvereisung gemeldet ist. Schon dünne Eisschichten an den Ufern machen das Anlegen unmöglich und das Manövrieren riskant.
Eine Kahnfahrt im Spreewald im Winter ist keine abgespeckte Version des Sommerausflugs. Die Kanäle sind ruhig, das Licht ist flach, und wer richtig plant, hört mehr Vögel als Motoren. Wer falsch plant, sitzt frierend in einem Boot, das wegen Eis und kurzer Tage früher umdreht als gedacht. Die größte Fehlerquelle liegt nicht bei der Route, sondern bei der Annahme, man könne einfach losfahren wie im Juli.