Kleben ist verlockend, weil es ohne Bohren funktioniert und in Mietwohnungen beliebt ist. Entscheidend sind drei Dinge: das tatsächliche Gewicht des Spiegels inklusive Rahmen, die Tragkraft des Klebers und die Beschaffenheit des Untergrunds. Auf glatten, tragfähigen Flächen wie Fliesen oder gestrichenem Beton halten moderne Klebesysteme zuverlässig – auf Tapeten, Gipskarton oder feuchten Wänden dagegen kaum. Vor dem Kleben die Wand reinigen, entfetten und vollständig trocknen lassen. Kleber großflächig und gleichmäßig auftragen, den Spiegel einige Minuten fest andrücken und anschließend die vom Hersteller angegebene Aushärtezeit abwarten, bevor der Spiegel belastet wird. Ein häufiger Fehler: Der Spiegel wird zu früh losgelassen oder die Klebefläche ist zu klein gewählt.
Schiene und Schrauben: wo die Last wirklich hängt Eine Montageschiene wird mit mehreren Dübeln in der Wand verankert und verteilt das Gewicht über die gesamte Länge. Das ist bei breiten Spiegeln deutlich stabiler als zwei einzelne Schrauben. Wichtig: Die Schiene muss waagerecht sitzen, sonst hängt der Spiegel schief und die Last verteilt sich ungleichmäßig. Bei der Montage die Bohrlöcher exakt nach der Schiene anzeichnen, mit der Wasserwaage kontrollieren und erst dann bohren. In Gipskartonwänden gehören geeignete Hohlraumdübel verwendet, nicht die mitgelieferten Standarddübel.
Wer Bodenbeläge allein nach dem Quadratmeterpreis aussucht, zahlt später oft doppelt: Der günstige Belag liegt im falschen Raum, quillt nach einem Wasserschaden auf oder knarzt unter der Fußbodenheizung. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge – erst den Raum und seine Nutzung festlegen, dann das Material. Vier Beläge decken die meisten Fälle ab: Laminat, Vinyl, Parkett und Kork. Sie unterscheiden sich weniger im Aussehen als in Feuchtebeständigkeit, Pflegeaufwand und Verhalten gegenüber Wärme und Druck.
Für die Kostenkalkulation reicht kein Blick auf den Duschplatz. Ein realistischer Ansatz zerlegt das Vorhaben in Positionen: Abbruch und Entsorgung der alten Wanne, Anpassung der Rohrleitungen, Herstellung des Gefälles, Abdichtung, Estricharbeiten, Fliesen und Montage. Jede dieser Positionen hängt an der Frage, ob der Estrich geöffnet werden muss. Muss er aufgestemmt werden, kommen Trocknung, Statikprüfung und gegebenenfalls eine neue Trittschalldämmung hinzu – das sind die Posten, die den Rahmen sprengen, wenn sie übersehen werden. Wer nur Fliesen und Duschsystem vergleicht, kalkuliert zu knapp.
Zuerst die Montagehöhe festlegen. Der Einwurfschlitz sollte bequem erreichbar sein, üblich sind etwa 80 bis 120 Zentimeter über dem Boden. Dann die Bohrlöcher der Rückwand des Briefkastens auf die Wand übertragen. Dafür den Kasten mit einer Wasserwaage ausrichten, die Löcher durch die vorhandenen Öffnungen anzeichnen und erst danach bohren. Wer zuerst bohrt und dann misst, produziert fast immer schiefe Löcher.
Stauraum unter der Insel richtig nutz
Ein Briefkasten an der Wand wirkt erst dann sauber, wenn er waagerecht hängt und fest sitzt. Vor dem Bohren lohnt sich die Frage, an welcher Wand befestigt wird: Mauerwerk, Beton, Klinker oder eine gedämmte Fassade verlangen unterschiedliche Dübel und Schrauben. Bei Wärmedämmverbundsystemen reicht kein normaler Dübel, weil die Last sonst nur in der Dämmung hängt. Hier braucht es Abstandshalter oder spezielle Konsolen, die bis ins tragende Mauerwerk reichen.
Nach dem Ausrichten prüfen, ob der Deckel oder die Klappe frei schwingt und nicht an der Wand schleift. Bei Briefkästen mit Zeitungsfach darauf achten, dass unten genug Platz bleibt, sonst verklemmen Zeitungen. Die unteren Schrauben erst nach der Kontrolle endgültig anziehen. Sitzt der Kasten auf einer unebenen Wand, kleine Unterlegscheiben aus Kunststoff oder Metall verwenden, um Höhenunterschiede auszugleichen. Das verhindert Spannungen im Gehäuse, die auf Dauer zu Rissen führen.
Zum Schluss alle Schrauben noch einmal nachziehen und prüfen, ob der Kasten fest sitzt. Wackelt er, sitzt ein Dübel nicht richtig oder das Loch ist zu groß geworden. In diesem Fall den Dübel durch einen größeren ersetzen oder das Loch mit geeignetem Füllmaterial schließen und neu bohren. Ein schief oder locker montierter Briefkasten ist nicht nur unschön, sondern auch ein Sicherheitsrisiko, weil er sich leichter abreißen lässt.
Wasserwaage statt Augenmaß: So sitzt der Kasten gerade Beim Bohren den Bohrer rechtwinklig zur Wand halten, sonst wandern die Löcher nach innen oder außen und der Kasten lässt sich nicht plan anschrauben. Bei Fliesen oder Klinker zuerst mit einem scharfen Bohrer ohne Schlag arbeiten, bis die Glasur durchbrochen ist, dann mit Schlag weiterbohren. Dübel bündig einsetzen, nicht mit Gewalt hineinschlagen. Schrauben zunächst nur leicht anziehen, den Briefkasten mit der Wasserwaage ausrichten und erst dann festziehen. Ein häufiger Fehler: Der Kasten wird an einer Seite zuerst fest verschraubt, danach lässt er sich nicht mehr korrigieren.