Für Ausschnitte eignet sich eine Stichsäge mit feinem Sägeblatt oder eine Oberfräse mit Schablone. Vor dem Sägen die Schnittkante abkleben, das reduziert Ausrisse. Bei Spülen darauf achten, dass der Rand der Spüle den Ausschnitt vollständig überdeckt, und die Dichtung nicht vergessen. Bei Arbeitsplatten mit Nut und Feder müssen die Verbindungen vor dem Einbau trocken geprüft werden. Wer Ausschnitte nachträglich ändert, sollte die Platte ausbauen, nicht im eingebauten Zustand sägen.

Montage und Anschluss ohne Schäden an der Mietsache Für die Befestigung am Geländer eignen sich verstellbare Haken mit Gummiauflage, die den Lack nicht beschädigen. Die Halterung muss gegen Verrutschen und Aufkippen gesichert sein; bei Sturm entstehen sonst erhebliche Kräfte. Zwischen Modulrahmen und Halterung gehören Edelstahlschrauben mit Sicherungsscheiben. Das Modulkabel wird mit UV-beständigen Kabelbindern am Rahmen geführt und darf nicht auf dem Boden schleifen. Vor dem ersten Anschluss die Polarität der Steckverbinder prüfen: Verpolung zerstört den Wechselrichter sofort. Der Wechselrichter wird über eine zugelassene Energiesteckdose angeschlossen, nicht über eine Mehrfachleiste. Die Leitungslänge zwischen Modul und Wechselrichter so kurz wie möglich halten.
Bei sehr unebenem Untergrund, etwa über alten Dielen oder stark beschädigtem Estrich, ist eine Trockenschüttung oft die schnellere Lösung. Sie wird eingebracht, abgezogen und mit Platten belegt, ohne lange Trocknungszeiten. Darauf lässt sich schwimmend verlegen. Wer unsicher ist, ob die Unebenheit noch im Toleranzbereich liegt, legt probehalber eine Diele auf und tritt darauf – erst wenn sie satt aufliegt und nicht wippt, ist der Untergrund bereit.
Ein häufiger Fehler ist der Anschluss an eine Steckdose, die über keinen eigenen Stromkreis verfügt. Läuft parallel ein großer Verbraucher, kann die Sicherung auslösen. Ebenfalls problematisch: Verlängerungskabel mit zu geringem Querschnitt über mehrere Meter. Der Wechselrichter muss netzkonform abschalten, sobald die Netzspannung fehlt, deshalb sind ältere Geräte ohne diese Funktion nicht zulässig. Nach der Montage alle Verbindungen auf festen Sitz prüfen und den ersten Betrieb bei bedecktem Himmel starten, um Fehlströme auszuschließen.
Montage: Reihenfolge und typische Fehler Vor der Montage prüfen, ob die Decke die Last aufnimmt. Bei Beton reichen meist Dübel und Schrauben, bei abgehängten Decken muss die Schiene an der tragenden Struktur befestigt werden, nicht an der Beplankung. Die Schienenprofile werden zuerst ausgerichtet, dann verbunden, dann der Einspeiser gesetzt. Die Verbindungsstellen müssen sauber einrasten, sonst entstehen Übergangswiderstände, die sich als Flackern oder Spannungsabfall zeigen. Bei dreiphasigen Systemen unbedingt die Phasenbelegung dokumentieren, bevor die Leuchten eingehängt werden.
Ein häufiger Fehler ist, die alte Platte zu entsorgen, bevor die neue passt. Ein zweiter ist, die Wandfuge mit Acryl statt Silikon zu schließen. Und ein dritter: die Arbeitsplatte nach dem Einbau nicht zu versiegeln. Wer diese Punkte beachtet und vorher gründlich misst, hat eine ordentliche Küche und beim Auszug keine Diskussion mit dem Vermieter.
Eine neue Arbeitsplatte in einer Mietküche ist oft der günstigste Weg zu einer deutlich besseren Küche. Bevor jedoch irgendetwas bestellt oder zugeschnitten wird, muss die Küche exakt vermessen werden. Entscheidend sind nicht nur Länge und Tiefe, sondern auch die Innenkanten der angrenzenden Schränke, der Abstand zur Wand und die Lage von Herd, Spüle und Heizungsrohren. Messen an mehreren Stellen, denn Wände sind selten gerade und Mietwohnungen noch seltener. Wer nur einmal misst, bestellt häufig zu knapp. Ein Aufmaß mit Skizze und Fotos spart später viel Ärger.
Vor dem Kauf muss außerdem geklärt werden, ob der Vermieter dem Umbau zustimmt und was mit der alten Platte passiert. Die ursprüngliche Arbeitsplatte sollte eingelagert werden, damit sie beim Auszug wieder montiert werden kann. Das ist meist die Bedingung für eine Zustimmung. Wer ohne Absprache eine fest verklebte Platte austauscht, riskiert, dass die Kaution einbehalten wird. Auch die Frage, ob die neue Platte in der Wohnung bleibt oder mitgenommen wird, gehört vorab geklärt.
Zuschnitt und Ausschnitte: wo die meisten Fehler passieren Der Zuschnitt lässt sich bei vielen Zuschnitten im Baumarkt erledigen, sofern die Maße stimmen. Wichtig ist, die Schnittkanten sauber zu behandeln: Bei Schichtstoffplatten müssen die Kanten mit einer passenden Kante versehen oder versiegelt werden, sonst quillt die Platte bei Feuchtigkeit auf. Ausschnitte für Spüle und Kochfeld niemals vor dem Aufmaß der Geräte anfertigen. Hersteller geben oft Schablonen mit, die exakt übertragen werden müssen. Ein zu großer Ausschnitt lässt sich nicht korrigieren, ein zu kleiner schon. Bei dünnen Platten zusätzlich die Auflagefläche prüfen, damit das Kochfeld nicht durchhängt.