Zuerst die Entscheidung zwischen Schiene und Stange. Eine Schiene verschwindet hinter der Gardine oder in einer Deckennische und lässt sich stufenlos positionieren; sie ist die bessere Wahl für raumhohe Fenster und schwere Stoffe, weil die Last gleichmäßig verteilt wird. Eine Stange setzt einen sichtbaren Akzent, verlangt aber mehr Abstand zur Wand: Mindestens der Faltenwurf muss vorbeiziehen können, sonst drückt der Stoff gegen die Wand und hängt unten schief. Bei Stangen zählt der Durchmesser der Ringe — zu enge Ringe verkanten, der Vorhang läuft ungleichmäßig und die Unterkante wellt sich.

Wer die Lösung sauber haben will, misst vor dem Kauf von Boxen oder Schubladen die lichte Höhe an mehreren Stellen aus, denn Rahmen sind selten exakt gleich. Ein Zollstock und ein Blick unter das Bett ersparen Fehlkäufe. Am Ende zählt nicht die aufwendigste Konstruktion, sondern dass sich der Platz ohne Anstrengung erreichen lässt – sonst bleibt der Raum unter dem Bett das, was er vorher war: leer und ungenutzt.
Ein Bett nimmt in kleinen Schlafzimmern oft die Hälfte der Fläche ein, und trotzdem steht der Raum darunter meist leer. Wer kein neues Bett kaufen will, kann den vorhandenen Rahmen mit wenig Aufwand in einen Stauraum verwandeln. Entscheidend ist, zuerst die Höhe zwischen Bettrahmen und Boden zu messen. Alles unter etwa fünfzehn Zentimetern lohnt sich kaum, weil sich darunter nur flache Kisten schieben lassen, die man mühsam hervorziehen muss. Ab zwanzig Zentimetern wird es praktisch, ab dreißig Zentimetern kann man sogar größere Rollboxen oder ganze Schubladen einsetzen.
Praktisch ist eine feste Ordnung: Saisonkleidung, Bettwäsche und selten genutzte Gegenstände nach hinten, Dinge des täglichen Bedarfs nach vorn. Beschriftung spart späteres Suchen und verhindert, dass Boxen wahllos untergeschoben werden. Nach dem Umbau oder der neuen Lösung das Bett einmal belastet testen und prüfen, ob alles stabil bleibt. So wird aus ungenutztem Raum unter dem Bett Stauraum, ohne dass ein neues Möbelstück nötig ist.
Zuerst den Standort festlegen: nicht neben Herd, Heizung oder Kühlschrankabwärme, sondern an einer Wand mit wenig direkter Sonne und möglichst nahe an einem Fenster, das sich nachts öffnen lässt. Der Regalboden braucht Abstand zur Wand, damit Luft hinter dem Behälter zirkulieren kann. Ein typischer Fehler ist das Aufstellen in einer Nische: Dort staut sich feuchte Luft, das Wasser verdunstet kaum, und die Vorräte werden schlimmstenfalls schimmelig statt frisch.
Ein oft unterschätzter Punkt ist das Gewicht. Der Stauraum unter dem Bett gehört nicht zum tragenden Teil, aber eine zu schwere Schublade kann den Rahmen verziehen, wenn sie weit herausgezogen wird. Schwere Gegenstände gehören nach hinten, leichte nach vorn. Wer den Platz für Akten oder Bücher nutzt, sollte den Boden der Schublade verstärken, statt sich auf dünnes Sperrholz zu verlassen. Auch das Bett selbst bleibt besser an seinem Platz; wer es für jede Box zur Seite schieben muss, nutzt den Stauraum nach wenigen Wochen nicht mehr.
Bodenlange Vorhänge wirken nur dann sauber, wenn sie weder den Boden berühren noch in der Luft hängen. Der Unterschied liegt im Detail: richtige Aufhängung, exakte Höhe, passende Träger und ein sauberer Saum. Wer diese vier Punkte vor dem Bohren klärt, spart sich Nachjustieren und schiefe Kanten.
Für schwerere Dinge wie Schuhe, Werkzeug oder Vorräte empfehlen sich stabile Schubladen, die auf einer Leiste im Rahmen laufen. Dafür braucht es keine teuren Systeme: Zwei stabile Kanthölzer, auf denen die Schublade gleitet, reichen aus, wenn sie fest mit dem Rahmen verschraubt sind. Vor dem Bohren prüfen, ob der Rahmen überhaupt tragfähig genug ist und ob keine Federkernkonstruktion beschädigt wird. Bei Metallbetten ist das Bohren oft nicht möglich oder unerwünscht; hier bleiben nur Rollboxen oder Taschen, die man an den Querstreben einhängt.
Der einfachste Weg sind Rollboxen auf Rädern oder Gleitern. Sie lassen sich herausziehen, ohne das Bett zu bewegen, und schützen den Inhalt vor Staub. Wichtig ist, dass die Boxen nicht breiter sind als die lichte Öffnung zwischen den Bettfüßen, sonst verkanten sie beim Herausziehen. Ein häufiger Fehler ist, den Stauraum komplett vollzustellen: Dann lässt sich nichts mehr bewegen, und der Platz unter dem Bett wird zum einmaligen Ablageort statt zum nutzbaren Raum. Wer die Boxen mit einem Griffsystem oder einer kurzen Kordel versieht, spart sich das Kriechen auf dem Boden.
Rahmen, Matratze und Belüftung im Blick behalten Unter dem Bett sammelt sich Feuchtigkeit, wenn die Luft nicht zirkulieren kann. Kleidung, Bettwäsche und Textilien gehören deshalb in geschlossene Behälter mit Deckel, nicht lose in Körbe. Auch die Matratze braucht Luft von unten; wer direkt unter dem Lattenrost dicke Kisten stapelt, riskiert Schimmel an Matratze und Rahmen. Ein Abstand von einigen Zentimetern zur Wand und offene Stellen an den Seiten helfen. Bei Betten mit durchgehendem Bodenbrett ist Stauraum ohnehin kaum möglich, ohne die Belüftung zu blockieren.