Die abgehängte Decke ist der letzte Bauteil, der montiert wird, und der erste, den man vergisst. Legen Sie vor der Beplankung fest, wo Leuchten, Rauchmelder und Lautsprecher sitzen. Einzelne Kabel werden auf der Rohdecke verlegt und mit Schellen fixiert, nicht lose in den Hohlraum geworfen. Für Licht empfiehlt sich eine Aufteilung in mehrere Stromkreise, damit Deckenleuchten und indirekte Beleuchtung getrennt schaltbar bleiben. Bei Akustik entscheidet die Dämmung im Hohlraum: Mineralwolle dämpft den Schall zwischen den Räumen, eine zusätzliche Vlieslage verhindert, dass Fasern durch Fugen rieseln. Wer den Trittschall von oben mindern will, muss die Hohlräume voll ausfüllen und die Auflager entkoppeln.
Erst die Reihenfolge festlegen, dann schrauben Das Ausrichten funktioniert am zuverlässigsten von außen nach innen. Zuerst werden die beiden Außentüren eines Korpus eingestellt, danach die inneren. So bleibt die Gesamtansicht erhalten und die mittleren Fugen richten sich nach einem festen Bezug. Bei Türen mit Deckelauflage zählt die obere Fuge zur Deckplatte, nicht die untere zum Boden. Wer mit der falschen Kante beginnt, arbeitet gegen den Korpus und wundert sich, dass jede Korrektur eine andere Fuge verschlechtert.
Bevor irgendetwas verstellt wird, lohnt sich eine nüchterne Bestandsaufnahme. Eine Wasserwaage an der Korpusfront zeigt, ob der Schrank überhaupt gerade steht. Schon wenige Millimeter Schieflage am Boden verziehen die Fugen und täuschen ein verzogenes Möbelstück vor. Mit einer langen Richtlatte oder einem geraden Brett quer über zwei Schubladenfronten lässt sich prüfen, ob die Blenden tatsächlich versetzt sind oder nur der Schrank schief steht. Erst danach beginnt das Justieren an Scharnieren und Auszügen.
Ein letzter Punkt betrifft die Aufhängung selbst. Das Gewicht einer Pendelleuchte verteilt sich auf den Baldachin; bei Gipsdecken oder abgehängten Decken ist eine Verstärkung oder ein geeigneter Dübel Pflicht. Die Aufhängeseile vor dem Kürzen messen, nicht schätzen, und lieber etwas länger lassen. Wer alle vier Punkte — Höhe, Lichtkegel, Blendung und Anschluss — vor der Montage durchgeht, spart sich das Umtauschen und das erneute Bohren.
Schubladen frontseitig auszurichten geht über die Halterungen der Auszüge an der Innenseite der Blende. Meist sitzen dort Langlöcher oder Exzenter, mit denen sich die Blende in der Höhe und zur Seite verschieben lässt. Die Neigung – also ob die Blende oben weiter heraussteht als unten – wird über die vorderen Befestigungspunkte reguliert. Vor dem Einstellen die Schublade vollständig herausziehen und die Halterungen prüfen: Sitzen alle Schrauben fest, ohne angeknallt zu sein? Lose Schrauben sind die häufigste Ursache dafür, dass eine eingestellte Front innerhalb weniger Tage wieder wandert.
Die Anschlüsse sollten vor dem Kauf geklärt sein. Der Deckenauslass liegt selten genau über der Tischmitte, besonders in Altbauten. Ein verschiebbarer Baldachin oder eine Pendelaufhängung mit verstellbarem Aufhängepunkt löst das ohne Stemmarbeiten. Für mehrere Leuchten reicht ein Auslass nur, wenn ein Verteiler oder eine mehrflammige Aufhängung vorgesehen ist — die Gesamtleistung muss zur Absicherung des Stromkreises passen. Bei Leuchten mit eingebautem Dimmer oder smarten Modulen prüfen, ob ein Neutralleiter am Schalter vorhanden ist; sonst funktioniert die Steuerung nicht. Wer dimmen will, sollte Leuchtmittel und Dimmer aufeinander abstimmen, sonst flackert das Licht oder summt.
Die Montage entscheidet ebenfalls über das Ergebnis. Ein Vorhang direkt vor der Glasfläche wirkt anders als einer, der mit Abstand zur Wand hängt. Ein Abstand von einigen Zentimetern zur Wand und ein dichter Abschluss an den Seiten verhindern, dass Schall seitlich vorbeizieht. Deckenmontierte Schienen sind meist wirksamer als Wandhalterungen, weil der Stoff dann frei fällt und keine Lücken entstehen. Wer zusätzlich Straßenlärm dämpfen will, sollte den Vorhang möglichst nah an die Fensterlaibung führen und seitliche Überlappungen einplanen. Ein häufiger Fehler ist die Montage auf halber Höhe: Der Schall findet dann oben und unten freie Wege.
Ein häufiger Fehler ist das Bohren ohne vorheriges Prüfen. Trifft der Bohrer ein Metallprofil oder ein Kabel, wird es teuer oder gefährlich. Prüfe die Wand vor jedem Loch mit einem Suchgerät auf Leitungen und Profile. Ein weiterer typischer Fehler: die Last zu nah an einer Plattenfuge oder an der Wandkante zu befestigen. Dort ist der Gipskarton besonders empfindlich, und die Platte bricht schneller aus.

Nach dem Einstellen bleibt eine Kontrolle: Alle Türen mehrfach öffnen und schließen, alle Auszüge ganz herausziehen und zurückschieben. Erst wenn die Fugen nach mehreren Bewegungen gleich bleiben, sitzt die Einstellung. Kleine Abweichungen von ein bis zwei Millimetern sind normal und fallen im eingebauten Zustand kaum auf. Wer an einer Stelle partout nicht weiterkommt, sollte prüfen, ob der Korpus selbst im Winkel steht – dann hilft kein Scharnier, sondern nur das Unterlegen der Möbelfüße.