Die meisten Fehler beim Streichen passieren, bevor überhaupt Farbe auf die Wand kommt. Wer die erste Rolle zu hastig ansetzt und die Farbe ungleich verteilt, erzeugt schon in der ersten Bahn sichtbare Ansätze, die sich später kaum noch ausgleichen lassen. Entscheidend ist deshalb nicht nur die Technik, sondern auch die Vorbereitung von Untergrund und Werkzeug.
Zwischen zwei Anstrichen sollte die Farbe vollständig trocknen. Wer zu früh nachstreicht, zieht halbtrockene Schichten wieder auf und bekommt eine unruhige Oberfläche. Für ein deckendes Ergebnis sind meist zwei Anstriche nötig, bei kräftigen Farbtönen oder stark saugenden Wänden auch drei. Die zweite Schicht trägt man dünner auf als die erste.
Ein häufiger Fehler ist zu wenig Farbe in der Rolle. Dann wird kräftig gedrückt, was Streifen und Rollspuren hinterlässt. Ebenso problematisch ist ein trockener Pinsel an den Rändern, der harte Kanten produziert. Auch direkte Sonne oder Zugluft während des Streichens trocknen die Farbe zu schnell an und erschweren das Ineinanderarbeiten. Besser bei gemäßigter Temperatur und geschlossenem Fenster arbeiten, danach gut lüften.
Warum gekippte Fenster die Feuchtigkeit oft verschlimme
Nach dem Duschen hilft es, das Wasser von Fliesen, Wänden und Duschwanne mit einem Abzieher zu entfernen. Das klingt nach Aufwand, reduziert die Verdunstungsmenge aber erheblich. Handtücher gehören nicht in den feuchten Raum, sondern werden zum Trocknen in einen anderen Bereich gehängt. Auch Badematten sollten nach der Nutzung aufgehängt und regelmäßig gewaschen werden, weil sie sonst selbst zur Feuchtigkeitsquelle werden.
Nach dem letzten Anstrich Werkzeug sofort reinigen, solange die Farbe noch feucht ist. Rollen und Pinsel lassen sich danach wiederverwenden. Die Wand erst nach vollständiger Trocknung beurteilen, denn im feuchten Zustand wirkt der Farbton oft ungleichmäßig. Wer diese Reihenfolge einhält, erhält eine glatte, deckende Fläche ohne sichtbare Ansätze.
So trägt man die Farbe gleichmäßig auf Farbe zuerst mit einem Rührstab gründlich durchmischen. Dann die Rolle in der Farbwanne so abstreifen, dass sie gleichmäßig getränkt ist, aber nicht tropft. Aufgetragen wird in Bahnen: eine Bahn von oben nach unten ziehen, dann ohne erneut einzutauchen mit überlappenden, leichten Strichen verteilen. So verschmelzen die Ränder, bevor die Farbe antrocknet. In Ecken und an Kanten arbeitet man zuerst mit dem Pinsel vor, damit die Rolle dort nicht aneckt.
Ein Bad ohne Fenster ist kein Feuchtigkeitsproblem an sich, sondern ein Problem der Luftführung. Die Feuchtigkeit, die beim Duschen entsteht, muss aktiv aus dem Raum gebracht werden, sonst schlägt sie sich an kalten Flächen nieder und wird zur Grundlage für Schimmel. Die entscheidende Frage lautet also nicht, ob gelüftet wird, sondern wie und wie oft.
Vor dem Auftragen wird die Wand gesäubert und von losem Putz befreit. Kleinere Löcher und Risse füllt man mit geeignetem Spachtelmasse, lässt sie trocknen und schleift sie anschließend glatt. Saugfähige oder fleckige Untergründe brauchen eine Grundierung, sonst zieht die Farbe unterschiedlich ein und das Ergebnis wirkt fleckig. Abkleben von Kanten und Abdecken des Bodens spart später mühsame Nacharbeit.
Ein häufiger Fehler ist der Versuch, die Schräge mit einem hohen, geschlossenen Schrank zu kaschieren. Das Gegenteil tritt ein: Der Kasten dominiert den Raum, weil er die Linie der Schräge bricht. Besser sind offene Fächer, die sich in der Tiefe staffeln. Ganz unten, wo die Höhe am geringsten ist, reichen flache Böden für Bücher oder Körbe. Mit jeder Reihe nach oben darf das Regal tiefer werden. Diese Treppenform folgt der Schräge und lässt den Raum atmen. Wer dennoch Türen möchte, wählt schmale, hohe Elemente, die einzeln zu öffnen sind, statt einer großen Front.
Schrägen schlucken Tageslicht, wenn Fenster fehlen. Prüfen Sie, ob eine Dachgaube oder ein zusätzliches Dachflächenfenster möglich ist – das ist meist die wirksamste Maßnahme. Wo das nicht geht, arbeiten Sie mit indirektem Licht: LED-Streifen unter einer Blende am Kniestock, die nach oben strahlen. Direkte Deckenstrahler blenden bei niedriger Höhe und werfen Schatten. Ein weiterer Fehler: nur eine einzige Lichtquelle in der Raummitte. Besser sind mehrere kleine Leuchten – eine am Bett, eine über dem Schreibtisch, eine im Flur zur Tür. Achten Sie auf warmweißes Licht unter 3000 Kelvin, sonst wirkt der Raum kalt.
Ein häufiger Fehler ist das Stoßlüften mit weit geöffneter Tür zum Flur, während der Ventilator läuft. Dadurch wird die feuchte Luft nur in die Wohnung verteilt. Ebenso problematisch ist es, die Abluftöffnung mit Handtüchern oder Dekoration zu verdecken. Die Anlage verliert dadurch ihre Wirkung, und die Feuchtigkeit bleibt im Raum. Wer einen Ventilator mit Feuchtesensor hat, sollte diesen regelmäßig von Staub befreien, sonst reagiert er träge oder gar nicht mehr.