Schallschutz: Wo der Lärm wirklich entste

Der häufigste Fehler ist, die Spachtelmasse in einem Arbeitsgang komplett aufzufüllen. Das führt fast immer zu Rissen und einem sichtbaren Abdruck. Ein weiterer Fehler ist das fehlende Angleichen der Farbe. Spachtelmasse trocknet oft heller oder dunkler auf als die Fliese. Wer es besonders unauffällig möchte, kann nach dem Trocknen mit einem passenden Fliesenlack oder einer farbigen Reparaturpaste leicht nachtupfen. Das ist kein Muss, verbessert aber das Ergebnis bei kontrastreichen Fliesen erheblich.
Eine Decke zu tapezieren gehört zu den unangenehmsten Arbeiten im Innenausbau, weil man über Kopf arbeitet und Fehler sofort sichtbar bleiben. Blasen und Falten entstehen fast nie durch schlechtes Material, sondern durch falsche Vorbereitung, zu wenig Kleister oder zu hastiges Andrücken. Wer die Decke vorher gründlich prüft und die Bahnen richtig zuschneidet, spart sich später das Nachbessern.
Die erste Regel betrifft das Bett. Wähle ein Modell mit verstellbarer Liegefläche, das sich vom Juniorbett zum normalen Einzelbett umbauen lässt, statt eines Themedesigns, das mit sieben Jahren peinlich wird. Das Bettgestell sollte aus massivem Holz oder stabilem Metall bestehen und eine zweite Liegeposition besitzen, damit später eine größere Matratze hineinpasst. Ein typischer Fehler: ein Bett kaufen, dessen Innenmaß nur eine Sondergröße zulässt. Dann ist der Neukauf nach drei Jahren unvermeidbar.
Warmes Wasser mit Spülmittel statt teurer Zusät
Zuerst wird der Untergrund kontrolliert. Alte Tapetenreste, lose Farbschichten und Kreideanstriche müssen vollständig entfernt werden, sonst hält der Kleister nur an der obersten Schicht und die Bahn löst sich mitten in der Arbeit. Saugfähige Untergründe wie Gipskarton oder Kalkputz werden mit einem Tiefengrund vorgestrichen, damit der Kleister nicht sofort in den Untergrund zieht. Bei stark saugenden Flächen reicht ein einmaliges Grundieren oft nicht aus. Nach dem Trocknen prüft man mit der Hand, ob die Fläche fest und staubfrei ist.
Beim Ansetzen arbeitet man von der Mitte zur Seite, nicht von einer Ecke zur anderen. Die erste Bahn wird an der Decke leicht angedrückt, dann mit einer Tapezierbürste vom Zentrum nach außen gestrichen. So kann die Luft seitlich entweichen und bildet keine Blasen. Falten entstehen, wenn die Bahn zu straff gezogen oder schräg angesetzt wird. Deshalb die Bahn zunächst nur leicht fixieren, ausrichten und erst dann fest andrücken. Stoßen zwei Bahnen aneinander, wird die Kante mit einer Nahtrolle nachgerollt, ohne den Kleister herauszuquetschen.
Warum die Bahnenlänge vor dem Kleistern feststehen muss Die Tapetenbahnen werden nicht an der Decke zugeschnitten, sondern vorher auf dem Boden. Man misst die Deckentiefe und gibt an beiden Enden einige Zentimeter Zugabe, damit die Bahn später sauber in die Ecken läuft. Der Zuschnitt erfolgt immer mit einem scharfen Messer und einem langen Lineal, denn ausgefranste Kanten lassen sich kaum Stoß an Stoß verarbeiten. Bei Mustertapeten wird der Rapport vor dem Zuschnitt berücksichtigt, sonst verschiebt sich das Muster von Bahn zu Bahn.
Für kleine Löcher eignet sich fertige Spachtelmasse aus der Tube oder ein Pulver, das mit Wasser angerührt wird. Die Konsistenz sollte wie Zahnpasta sein: nicht zu dünn, sonst läuft die Masse aus dem Loch, und nicht zu fest, sonst lässt sie sich nicht glatt streichen. Mit einem kleinen Spachtel oder einem Holzstäbchen wird die Masse in mehreren dünnen Schichten eingebracht. Jede Schicht leicht antrocknen lassen, bevor die nächste folgt. So vermeidet man Schrumpfrisse.
Der Kleister wird nach Herstellerangabe angerührt und muss einige Minuten quellen. Zu dünner Kleister läuft an der Decke herunter, zu dicker lässt sich nicht gleichmäßig verteilen. Die Kleistermenge auf der Bahn ist entscheidend: Zu wenig Kleister erzeugt Blasen, zu viel weicht das Papier auf und die Bahn reißt beim Ansetzen. Die eingekleisterte Bahn wird einige Minuten zusammengefaltet liegen gelassen, damit sie sich entspannt und gleichmäßig durchfeuchtet.
Stauraum planen viele falsch, indem sie niedrige Regale kaufen, die mit dem wachsenden Kind nicht mitsteigen. Besser sind offene Regalsysteme mit Böden, deren Abstand sich versetzen lässt, kombiniert mit verschließbaren Boxen. So bleibt das Zimmer ordentlich, wenn das Kind mit acht Jahren plötzlich Sammelstücke und Schulmaterial stapelt. Achte darauf, dass die Regale standsicher an der Wand befestigt werden können, denn Klettern und Anlehnen kommen früher als geplant.
Typische Fehler sind das Tapezieren bei zu warmer oder zugiger Luft, weil der Kleister zu schnell antrocknet, sowie das Arbeiten ohne zweite Person. Eine zweite Hand hält die Bahn, während die erste sie ausrichtet. Nach dem Trocknen zeigen sich Blasen deutlicher als während der Arbeit. Kleine Blasen lassen sich mit einer Spritze und etwas Kleister nachbehandeln, größere erfordern das Ablösen der betroffenen Bahn. Wer gleichmäßig, langsam und mit ausreichend Kleister arbeitet, bekommt eine Decke ohne Falten und ohne sichtbare Blasen.