Die Elektrik planen Sie, bevor die erste Platte sitzt. Legen Sie fest, welche Seite Schalter und welche Steckdosen bekommt, und zeichnen Sie die Positionen auf den Boden. Führen Sie die Leitungen durch die Ständer, nicht durch die Dämmung gequetscht. Für jede Dose bohren Sie mittig in die Achse, nicht am Rand, sonst reißt die Beplankung. Ein Leerrohr zur Tür für einen späteren Klingeltaster oder Bewegungsmelder kostet kaum Aufwand, spart aber das Öffnen der Wand. Der klassische Fehler: Kabel werden vor dem Beplanken nicht beschriftet, später weiß niemand, welche Leitung wohin führt.
Die Türzarge setzen Sie erst, wenn die Wand steht und die Beplankung fertig ist. Prüfen Sie vor dem Verschrauben, ob die Zarge im Lot sitzt und das Türblatt im geschlossenen Zustand gleichmäßig anliegt. Schrauben Sie nicht durch die Dämmung in die gegenüberliegende Beplankung, das zerstört den Schallschutz. Dämmen Sie den Hohlraum zwischen Zarge und Ständer mit stopfbarer Dämmung, nicht mit Bauschaum, der später knarzt. Nach dem Einbau prüfen Sie mit einem Blatt Papier, ob die Dichtung rundum greift.
Schallschutz: Die Fuge entscheidet, nicht die Wandstärke Für den Schallschutz ist die Masse der Wand wichtig, aber entscheidend sind die Anschlüsse. Eine doppelt beplankte Wand mit Mineralwolle im Hohlraum dämmt gut, solange keine direkte Verbindung zwischen den Seiten bleibt. Stoßen Sie die Beplankung nicht an die angrenzenden Wände, sondern lassen Sie einen Spalt und füllen ihn mit dauerelastischem Acryl. Die Tür ist die schwächste Stelle: Eine einfache Innentür erreicht ohne Dichtung kaum mehr als 25 dB. Wählen Sie eine Tür mit umlaufender Dichtung und absenkbarer Bodendichtung, sonst ist der ganze Aufwand umsonst. Häufiger Fehler: Steckdosen und Schalter werden direkt gegenüberliegend in dieselbe Ständerachse gesetzt, der Hohlraum wird zur Schallbrücke. Versetzen Sie die Dosen um mindestens eine Achse.
Bevor der erste Pinselstrich erfolgt, entscheidet die Vorbereitung über das Ergebnis. Zunächst werden Möbel aus dem Raum geräumt oder in die Mitte gezogen und mit Folie abgedeckt. Steckdosen und Lichtschalter sind abzuklemmen und abzukleben, ebenso Fußleisten, Türrahmen und Fensterbänke. Risse und Löcher werden mit Füllspachtel verschlossen, nach dem Trocknen glatt geschliffen und entstaubt. Besonders wichtig: Der Untergrund muss trocken, sauber und tragfähig sein. Alte Tapetenreste, lose Farbe und Kreideanstriche werden entfernt, denn auf kreidendem Untergrund hält keine neue Farbe. Wer diese Schritte überspringt, ärgert sich später über Blasen, Abplatzer und sichtbare Unebenheiten.
Der Werkzeugbedarf ist überschaubar: Tapeziertisch oder ein sauberer, ebener Untergrund, scharfes Cuttermesser mit frischen Klingen, Tapezierbürste, Nahtrolle, Kleisterwanne, Quast oder Rolle für die Wand, Wasserwaage oder Senklot für die erste Bahn, Schwamm und Eimer. Ein Senklot an der ersten Bahn ist wichtiger als an jeder weiteren – sitzt die erste Bahn lotrecht, richten sich alle folgenden daran aus. Wer ohne Lot beginnt, bekommt eine schiefe Kante, die sich über die ganze Wand fortsetzt.
Eine Trennwand mit Tür wirkt einfach, bis beim Einbau die Tür nicht schließt, der Schall durch die Fuge pfeift oder das Kabel fehlt. Die meisten Probleme entstehen nicht beim Bauen, sondern beim Planen. Wer Aufmaß, Schallschutz und Elektrik vor dem ersten Handgriff durchdenkt, spart sich späteres Öffnen der Wand.
Die Abstände zu brennbaren Bauteilen stehen in der Einbauanleitung des Ofens und in der Feuerstättenverordnung. Rückwand und Seitenwände brauchen oft 20 bis 30 Zentimeter, nach vorn meist mehr. Fußboden vor der Feuerraumöffnung muss gegen herausfallende Glut geschützt sein – eine Glasplatte oder Blech reicht, wenn der Belag nicht brennbar ist. Ein häufiger Fehler: Der Ofen wird in eine Nische gestellt, die optisch passt, aber die Konvektionsluft abschneidet. Der Ofen überhitzt, die Strahlungswärme staut sich, und die Abnahme scheitert an fehlenden Mindestabständen.
Beim Aufmaß zählt nicht die Raumbreite, sondern das lichte Maß zwischen den fertigen Oberflächen. Auf beiden Seiten gehen Beplankung und eventuell eine Unterkonstruktion ab. Wer nur die Rohbaubreite misst, plant die Tür zu breit. Messen Sie an drei Stellen – oben, mittig, unten – und nehmen Sie den kleinsten Wert. Prüfen Sie außerdem die Bodenhöhe über die gesamte Wandlänge, denn ein unebener Boden verzieht das Türblatt. Ein Laser hilft, ein Zollstock mit zwei Personen reicht ebenfalls. Der typische Fehler: Die Wand wird nach dem alten Boden ausgerichtet, der neue Estrich kommt später und hebt die Tür aus dem Rahmen.
Die richtige Reihenfolge beim Dicht
Nach dem Spachteln folgt die Grundierung. Sie sorgt für gleichmäßige Saugfähigkeit, bindet lose Partikel und verbessert die Haftung des Deckanstrichs. Stark saugende Untergründe wie Gipskarton oder frischer Putz erhalten eine Tiefengrundierung, die verdünnt und mit der Rolle aufgetragen wird. Bei Flecken von Wasser, Nikotin oder Filzstift ist eine isolierende Sperrgrundierung nötig, sonst schlagen die Verfärbungen durch. Trocknungszeiten sind einzuhalten, meist mehrere Stunden, je nach Produkt und Raumklima. Eine zu dünne Grundierung lässt den Deckanstrich ungleichmäßig erscheinen, eine zu dicke Schicht kann den Untergrund aufweichen.