Bei doppelt beplankten Wänden sollte die Fuge auf beiden Seiten der Beplankung gedichtet werden, nicht nur auf der sichtbaren Seite. Wer nur außen abdichtet, lässt dem Schall den Weg über die innere Plattenkante offen. Auch Steckdosen und Schalter durchbrechen die Schallschutzhülle. Sie gehören in Hohlwanddosen mit elastischer Hinterfütterung, nicht einfach in die Platte geschnitten. Jede starre Verbindung zwischen den beiden Wandschalen leitet Schall weiter.
Erst wenn die Wand beplankt und verspachtelt ist, wird die Fuge gedichtet. Viele machen es umgekehrt und wundern sich, dass die Dichtmasse beim Verspachteln wieder herausgerissen wird. Zuerst wird der Spalt zwischen Plattenkante und angrenzendem Bauteil von Staub befreit. Dann wird eine dauerelastische Dichtmasse eingebracht – nicht Acryl, das aushärtet und reißt, sondern ein Material, das dauerhaft flexibel bleibt. Die Fuge muss vollständig gefüllt sein, nicht nur oberflächlich abgedeckt. Anschließend wird die Dichtung mit einem passenden Werkzeug glattgezogen, damit keine Hohlräume entstehen.

Eine Trockenbauwand dämmt Schall nur so gut wie ihre schwächste Stelle. Wer den Schallschutz verbessern will, muss drei Dinge zusammenbringen: Masse, Entkopplung und Hohlraumdämpfung. Mineralwolle im Wandhohlraum übernimmt die Dämpfung, Federschienen entkoppeln die Beplankung vom Ständerwerk. Beide Maßnahmen greifen ineinander, ersetzen einander aber nicht. Ohne die richtige Mineralwolle bleibt der beste Federschienenaufbau wirkungslos, und umgekehrt bringt hochwertige Wolle wenig, wenn die Beplankung starr am Metall klebt.
Eine Silikonfuge hält nur so lange, wie der Untergrund sie trägt. Wer auf alte Fugenreste neues Silikon setzt, produziert innerhalb weniger Wochen wieder Ränder und Ablösungen. Der erste Arbeitsschritt ist deshalb immer das vollständige Entfernen der alten Fuge – mit einem Fugenschaber, einem scharfen Silikonmesser oder einem speziellen Fugenentferner. Schneide die Flanken links und rechts der Fuge leicht an, damit das alte Material komplett herausgezogen werden kann. Bleibt ein hauchdünner Film zurück, haftet das neue Silikon nicht auf dem Fliesenrand, sondern auf dem alten Silikon – und genau dort reißt es später auf.
Dübel und Schrauben tragen die eigentliche La
Bei den Geräten zählt die Tiefe mehr als die Ausstattung. Ein Kühlschrank mit 55 Zentimetern Breite und geringer Tiefe passt in Nischen, in denen ein Standardgerät die Tür blockiert. Backofen und Herd lassen sich in einer Säule übereinander anordnen, das spart Unterschrankfläche und bringt den Backofen auf Arbeitshöhe. Eine Dunstabzugshaube mit Umluft benötigt keinen Wanddurchbruch, der Aktivkohlefilter muss aber regelmäßig gewechselt werden, sonst verteilt die Haube Fett im Raum. Geschirrspüler mit 45 Zentimetern Breite reichen für zwei Personen; wer viel kocht, sollte die größere Variante nur einplanen, wenn daneben noch 40 Zentimeter Arbeitsfläche bleiben.
Nach dem Auskratzen müssen die Fugenflanken sauber, trocken und fettfrei sein. Kalk, Seifenreste und Schimmelsporen lassen sich mit einem handelsüblichen Sanitärreiniger und einer alten Zahnbürste entfernen. Anschließend spülst du mit klarem Wasser nach und lässt die Fuge mindestens einige Stunden trocknen. Ein Fön beschleunigt das, aber Vorsicht: Warme Luft kann Restfeuchte nur an der Oberfläche verdunsten lassen, während tiefer sitzende Nässe zurückbleibt. Wer auf feuchtem Untergrund abdichtet, bekommt Blasen und später Schimmel hinter dem Silikon.
Für die Grundform gibt es drei brauchbare Varianten. Die einzeilige Küche eignet sich für Räume mit einer langen Wand und wenig Tiefe; sie braucht mindestens 60 Zentimeter Arbeitsfläche zwischen den Geräten. Die L-Form nutzt zwei Wände und schafft eine freie Ecke, die sich mit einem Eckkarussell oder Auszügen nutzen lässt. Die U-Form bringt am meisten Arbeitsfläche, lässt aber bei acht Quadratmetern oft keinen Platz zum Sitzen. Wer eine Tür und ein Fenster einplanen muss, sollte die U-Form nur wählen, wenn beide an derselben Wand liegen. Sonst bleibt der Raum zwischen den Schenkeln zu eng, und Schranktüren kollidieren.
Typische Fehler sind das Überstreichen alter Fugen, das Abdichten auf feuchtem Untergrund und das Ziehen ohne Hinterfüllung. Ebenso problematisch: zu dünner Silikonauftrag, der bei der ersten Bewegung reißt, oder zu dicker Auftrag, der innen nicht aushärtet. Prüfe nach dem Aushärten, ob die Fuge an beiden Flanken fest sitzt. Lässt sie sich mit dem Fingernagel leicht abheben, war die Haftfläche nicht sauber oder nicht trocken genug. Dann hilft nur: komplett entfernen und neu ansetzen.
Das Kreppband ziehst du sofort nach dem Glätten ab, solange das Silikon noch frisch ist. Zieh es schräg zur Fugenrichtung weg, nicht senkrecht nach oben. Danach muss die Fuge vollständig aushärten – je nach Produkt und Schichtdicke dauert das mindestens einen Tag. In dieser Zeit nicht mit Wasser in Berührung bringen und nicht belasten. Wer zu früh duscht, bekommt eine milchige, klebrige Oberfläche, die nie richtig durchhärtet.