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Nach der Montage bleiben zwei Dinge zu prüfen: Sitzt jedes Profil fest, ohne dass sich Kabel herausziehen lassen, und lässt sich die Beleuchtung ohne Werkzeug vom Strom trennen. Wer diese Punkte einhält, bekommt eine saubere Nachrüstung, die bei einem Umzug rückstandsfrei entfernt werden kann.

Vor dem Ziehen der neuen Fuge wird der Bereich mit Kreppband abgeklebt. Das Band läuft parallel zur Fugenkante und sorgt später für saubere Ränder. Drücke das Klebeband fest an, damit kein Silikon darunter kriecht. Für die Fuge selbst wird Sanitärsilikon verwendet, das dauerhaft gegen Feuchtigkeit und Schimmel geschützt ist. Ein handelsüblicher Kartuschenpresser erleichtert die Arbeit. Die Kartusche wird schräg aufgeschnitten, nicht gerade, damit sich das Silikon gleichmäßig verteilen lässt.

Die Verkabelung wird vor dem Aufkleben der Profile verlegt. Flachkabel lassen sich hinter der Schrankrückwand oder in einer Kabelbrücke an der Wand führen. Löcher in Schränken nur dort bohren, wo sie später durch Einlegeböden oder Türen verdeckt sind. Stoßstellen zwischen Profilen werden mit Verbindern überbrückt, nicht mit frei liegenden Lötstellen. Ein häufiger Fehler ist, die Einspeisung an das Ende der Kette zu legen, statt an den Anfang: Dadurch flackert die letzte Leuchte oder leuchtet schwächer.

Zum Schluss kontrolliere alle Fugen und Übergänge, bevor du die Möbel aufstellst. Drücke mit der Hand auf die Randbereiche – bewegt sich etwas, sitzt die Dehnungsfuge nicht richtig. Läuft Licht durch eine Fuge, ist sie zu breit oder die Diele nicht eingerastet. In Mietwohnungen ist es außerdem sinnvoll, den Boden vor dem Auszug wieder rückstandsfrei zu entfernen. Dafür darfst du keine Kleber oder dauerhaften Befestigungen verwenden. Abschlussleisten, die nur gesteckt oder mit Klettband befestigt sind, lassen sich leichter lösen. Wer diese Punkte beachtet, hat auch nach Jahren keine offenen Fugen und keine Ärger mit dem Vermieter.

Zuerst wird die alte Fuge vollständig entfernt. Dafür eignet sich ein Fugenmesser oder ein scharfes Cuttermesser. Schneide das Silikon an beiden Rändern ein und ziehe es in einem Zug heraus. Reste lassen sich mit einem speziellen Silikonentferner aufweichen. Achte darauf, die Fliesen und die Wanne nicht zu verkratzen. Vor allem in Ecken und an der Wannenkante sitzt oft noch ein dünner Film, der später die Haftung der neuen Fuge zerstört.

Die neue Fuge muss vollständig aushärten, meist 24 Stunden. In dieser Zeit darf sie nicht mit Wasser in Berührung kommen. Auch danach gilt: Nach dem Duschen die Flächen abziehen und regelmäßig lüften. So bleibt die Fuge trocken und Schimmel hat keine Chance. Ein häufiger Fehler ist das Auftragen von neuem Silikon über die alte Fuge. Das hält nur kurze Zeit, weil die neue Schicht auf dem alten, porösen Material nicht haftet. Wer die Ursache bekämpfen will, kommt um das vollständige Entfernen nicht herum.

Das Silikon wird in einem Zug und mit gleichmäßigem Druck in die Fuge gespritzt. Nicht zu viel Material verwenden, sonst läuft es an den Rändern aus. Anschließend wird die Fuge mit einem Fugenglätter oder einem angefeuchteten Finger abgezogen. Ein Tropfen Spülmittel im Wasser verhindert, dass das Silikon am Finger klebt. Arbeite zügig, denn Silikon bildet schnell eine Haut. Nach dem Glätten das Kreppband sofort abziehen, und zwar schräg nach außen, damit die Kanten nicht ausreißen.

Teppichfliesen sind im Mietwohnzimmer dann die richtige Wahl, wenn der Untergrund eben, trocken und dauerhaft zugänglich bleibt. Sie bestehen meist aus einem Trägergewebe mit Kurzflor und einer rutschhemmenden Unterseite, manche Modelle haben zusätzlich eine harte Rückenplatte. Für lose Verlegung eignen sich Fliesen mit glatter, dichter Unterseite besser als weiche, stark strukturierte Ware, weil sie weniger wandern. Bitumen-Rücken sind schwer und liegen satt, PVC-Rücken sind leichter und lassen sich schneller zuschneiden. Wer Allergiker im Haushalt hat, sollte auf waschbare Oberflächen achten, denn loser Teppich nimmt Staub anders auf als verklebter.

Ein oft unterschätztes Problem in Mietwohnungen sind Türschwellen. Wenn du den Boden durch eine Tür hindurch verlegst, brauchst du dort eine Trennfuge, sonst arbeitet das Vinyl gegen den Türrahmen. Setze ein Übergangsprofil, das beide Seiten abdeckt, und lass auf jeder Seite zwei Millimeter Luft. Bei Mietwohnungen ohne Fußbodenheizung kann sich der Boden im Winter zusammenziehen – dann werden die Fugen an den Rändern sichtbar. Eine saubere Randfuge mit elastischer Fugenmasse verhindert, dass Schmutz eindringt und die Optik leidet. Verwende keine starre Silikonfuge, weil sie bei Bewegung reißt.

Bevor überhaupt ein Schnitt gesetzt wird, muss der Untergrund sauber und trocken sein. Lose Teile, alte Kleberreste oder Unebenheiten verfälschen jede Messung. Bei Türzargen wird der Belag nicht bis an das sichtbare Holz herangeführt, sondern mit einem kleinen Spalt von ein bis zwei Millimetern versehen, damit sich das Material bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann. Dieser Spalt wird später mit einer passenden Leiste oder einem Dichtprofil verdeckt. In Nischen, etwa um Heizungsrohre oder Mauervorsprünge, ist es sinnvoll, zuerst eine Pappschablone anzufertigen. Diese Schablone lässt sich leichter korrigieren als der teure Belag.
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