Vorhänge sind die zweite große Stellschraube. Schwere, gefaltete Stoffe über die gesamte Fensterbreite und deutlich über die Fensterhöhe hinaus wirken als Breitbandabsorber. Der Stoff sollte mindestens 300 bis 500 Gramm pro Quadratmeter wiegen und in Falten hängen, nicht straff gespannt sein. Häufiger Fehler: Nur ein schmaler Store bleibt zugezogen, während der Rest der Glasfläche frei bleibt. Besser ist es, den Vorhang auch seitlich über die Wand laufen zu lassen, damit der Schall nicht an den Fensterlaibungen vorbeistreift.
Erst die Ecken, dann die Wän

Finish, Glanzgrad und die Frage der Haltbarke
Der wichtigste Hebel ist die Luftzirkulation. Ein Wäscheständer in der Raummitte trocknet deutlich schneller als einer direkt an der Wand. Zwischen den einzelnen Stücken mindestens eine Handbreit Platz lassen, große Teile wie Bettlaken nicht mehrfach über die Stangen legen. Ein Ventilator auf niedriger Stufe, schräg auf die Wäsche gerichtet, verkürzt die Trockenzeit oft um mehrere Stunden und verhindert, dass sich Feuchtigkeit in den Fasern festsetzt.
Feuchtigkeit messen statt raten Ein Hygrometer zeigt, wann es kritisch wird. Im Wohnzimmer sollte die relative Luftfeuchtigkeit während des Trocknens nicht dauerhaft über 60 Prozent liegen. Steigt der Wert darüber, sofort stoßlüften: Fenster weit öffnen, zwei bis fünf Minuten, danach schließen. Dauerhaft gekippte Fenster bringen kaum Luftaustausch und kühlen die Wände aus. Bei Außentemperaturen unter fünf Grad lieber mehrmals kurz lüften als lange mit offenem Fenster heizen.
Eine Alternative für Mietwohnungen sind Steckdosenleisten mit flachem Kabel, die unter Teppichen oder hinter Fußleisten verlaufen. Das ist keine feste Installation, sondern eine mobile Lösung. Sie eignet sich für einzelne Verbraucher, nicht für dauerhaft hohe Lasten. Wer mehrere Geräte anschließen will, sollte die Gesamtleistung im Blick behalten. Eine Überlastung führt zu warmen Kabeln und im schlimmsten Fall zu einem Brand. Deshalb: Keine Mehrfachstecker hintereinander stecken und keine Kabel unter Teppichen, die regelmäßig begangen werden.
Ein häufiger Fehler ist das Trocknen in einem geschlossenen, kühlen Raum. Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen, die Wäsche bleibt klamm. Wer die Heizung im Wohnzimmer ohnehin nutzt, stellt den Ständer in die Nähe, aber nicht direkt davor. Direkte Hitze von oben kann Fasern schädigen und knittern verstärken. Besser ist gleichmäßige Raumwärme um 20 Grad bei ständiger, leichter Luftbewegung.
Vor jeder Nachrüstung ist die Absicherung zu klären. Eine neue Steckdose muss über den bestehenden Stromkreis abgesichert sein oder einen eigenen Schutzschalter erhalten. Wer unsicher ist, sollte eine Elektrofachkraft hinzuziehen. Das gilt besonders, wenn der Querschnitt der vorhandenen Leitung nicht bekannt ist oder wenn die neue Dose in einem feuchten Raum liegt. Eigenleistung ist bei Aufputz-Kanälen und mobilen Lösungen möglich, aber die Verbindung zum festen Netz sollte fachgerecht ausgeführt werden. So bleibt die Nachrüstung sauber, sicher und ohne Schlitze.
Hohlwanddosen und bestehende Leerrohre nutzen In Trockenbauwänden oder Decken mit Hohlraum ist die Nachrüstung deutlich einfacher. Hier lassen sich Hohlwanddosen von der Raumseite aus einsetzen, ohne die gesamte Wand zu öffnen. Voraussetzung ist ein Zugang zum Hohlraum, etwa über eine bereits vorhandene Öffnung oder eine Revisionsklappe. Wer ein bestehendes Leerrohr nutzt, muss prüfen, ob es frei ist und ob der Querschnitt für die zusätzliche Leitung ausreicht. Ein Draht oder eine Einziehfeder hilft beim Durchschieben. Vorsicht: Nicht mit Gewalt ziehen, sonst reißt die Isolierung oder das Rohr löst sich aus der Halterung.
Wenn trotz allem ein muffiger Geruch bleibt, liegt es oft an der Waschmaschine. Trommel und Dichtung nach jedem Waschen trocken wischen, Tür und Waschmittelfach offen stehen lassen. Ein bis zwei Leerläufe mit heißem Wasser und etwas Essig im Monat lösen Ablagerungen. Erst danach riecht frisch gewaschene Wäsche auch im Wohnzimmer neutral. Platzsparend wird es mit einem zusammenklappbaren Ständer, der nach dem Trocknen hinter der Tür oder neben dem Sofa verschwindet.
Wäsche im Wohnzimmer zu trocknen ist praktisch, wenn Bad oder Balkon fehlen. Der typische Fehler: nasse Textilien einfach über Stühle hängen und die Tür schließen. Dann staut sich Feuchtigkeit, die Wohnung kühlt aus, und nach ein bis zwei Tagen riecht alles nach Keller. Wer stattdessen Luftbewegung, Abstand und etwas Wärme steuert, trocknet sauber und ohne Geruch.
Außenecken sind empfindlicher als Innenecken. Dort treffen zwei sichtbare Flächen aufeinander. Wer hier stumpf stößt, sieht nach dem Streichen jede Kante. Besser: beide Enden auf Gehrung schneiden und mit einem passenden Verbindungsstück oder einer sauberen Verklebung arbeiten. Bei Holzdielen oder Fliesen ist der Übergang zur Türzarge kritisch. Die Leiste darf die Zarge nicht unter Spannung setzen, sonst reißt der Lack. Ein kleiner Spalt von einem Millimeter, später mit Acryl geschlossen, ist unauffälliger als eine eingequetschte Leiste.