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Gefälle und Abdichtung entscheiden später über Schimmel oder Trockenheit. Ein Gefälle von ein bis zwei Prozent zum Ablauf reicht aus, mehr kippt die Fliesen optisch. Unter dem Estrich liegt eine Verbundabdichtung, die an den Wänden mindestens 20 Zentimeter hochgezogen und in den Ecken mit Dichtband überbrückt wird. Typischer Fehler: Nur die Bodenfläche wird abgedichtet, die Wandanschlüsse bleiben offen. Genau dort wandert Feuchtigkeit in den Untergrund. Die Nische selbst erhält eine leichte Wandneigung von etwa einem Prozent, damit Kondenswasser an der Wand abläuft und nicht in die Fugen zieht.

Ebenfalls unterschätzt: das Gewicht. Ein Dämpfer ist auf ein bestimmtes Türgewicht ausgelegt. Eine schwere Massivholztür mit einem Standarddämpfer bremst kaum, der Effekt verpufft, und das Scharnier leidet. Prüfe deshalb zuerst das Gewicht der Tür und die Tragkraft des vorhandenen Scharniers. Ist das Scharnier zu schwach, hilft auch der beste Dämpfer nicht, dann muss das komplette Topfscharnier getauscht werden.

Zunächst muss klar sein, wie der Heizkörper arbeitet. Eine Verkleidung funktioniert nur, wenn die Luft ungehindert von unten nachströmen und oben wieder austreten kann. Konvektionsheizkörper brauchen einen freien Querschnitt von mindestens der doppelten Rohrleitungsfläche, damit die erwärmte Luft nicht gestaut wird. Geschlossene Kästen mit engen Schlitzen oder eine Verkleidung, die bündig auf dem Boden aufliegt, ersticken die Konvektion. Die Folge: Der Raum wird langsamer warm, die Vorlauftemperatur muss steigen, und der Verbrauch steigt. Wer eine Verkleidung nachrüstet, sollte deshalb immer zuerst prüfen, ob der Heizkörper überhaupt für eine Verkleidung geeignet ist. Rippenheizkörper vertragen eine offene Blende, Flachheizkörper mit Lamellen benötigen deutlich mehr Luftraum.

Das Kältegefühl in einer offenen Nische hat selten mit der Heizung zu tun. Es entsteht, weil Wasser auf der Haut verdunstet und die Luftbewegung im Raum den Effekt verstärkt. Eine Glaswand bis zur Decke oder eine feste Seitenwand bremst die Zugluft. Zusätzlich hilft eine Wandheizung oder ein Handtuchheizkörper in unmittelbarer Nähe, der die Oberflächentemperatur der Fliesen anhebt. Wer keine Heizfläche setzen kann, wählt großformatige Fliesen mit geringer Fugenbreite. Weniger Fugen bedeuten weniger Verdunstungsfläche und ein wärmeres Raumgefühl.

Für den unteren Abschluss gibt es zwei Wege. Erstens eine einfache Bürstendichtung, die aufgeschraubt oder aufgesteckt wird: günstig, schnell, aber nur begrenzt dämmend. Zweitens eine Absenkdichtung, die im Türblatt oder in der Zarge sitzt und sich beim Schließen automatisch absenkt. Sie dichtet deutlich besser, weil sie den Boden berührt und nicht nur überstreicht. Beim Einbau in ein bestehendes Türblatt ist die Konstruktion wichtig: Das Blatt muss dick genug sein, damit die Mechanik hohlraumfrei sitzt. Sonst drückt sie sich ins Material oder blockiert.

Bei der Montage entscheidet der Abstand über den Erfolg. Zwischen Heizkörper und Verkleidung sollten seitlich und oben mindestens einige Zentimeter Luft bleiben, unten mehr. Die Blende darf nicht direkt auf dem Heizkörper aufliegen, sonst überträgt sich die Wärme auf das Material und heizt den Kasten selbst auf. Wer den Kasten zusätzlich dämmt, sollte darauf achten, dass die Dämmung nicht die Luftströmung blockiert. Eine reflektierende Folie hinter dem Heizkörper bringt nur etwas, wenn sie frei liegt und nicht von der Verkleidung verdeckt wird. Typischer Fehler: Die Verkleidung wird zu knapp bemessen, weil nur die Optik zählt. Dann staut sich die Wärme, und die Wand hinter dem Kasten wird feucht.

imageWorauf bei Mietwohnungen zu achten ist In einer Mietwohnung ist die Verkleidung nicht automatisch erlaubt. Der Heizkörper gehört zur Mietsache, und Veränderungen daran können als Eingriff in die Substanz gelten. Wer eine Verkleidung anbringt, muss sie so montieren, dass sie ohne Beschädigung wieder entfernt werden kann. Bohrlöcher in Fliesen oder in der Wand sind beim Auszug ein Streitpunkt. Besser sind Modelle, die auf dem Boden stehen oder mit verstellbaren Spannfüßen zwischen Wand und Heizkörper klemmen. Wichtig ist außerdem, dass die Verkleidung die Funktion nicht beeinträchtigt: Wird die Heizleistung messbar schlechter, kann der Vermieter den Rückbau verlangen. Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick in den Mietvertrag, ob bauliche Veränderungen zustimmungspflichtig sind.

Eine Verkleidung für den Heizkörper sieht auf den ersten Blick nach einer einfachen Lösung aus: unschöne Rippen verschwinden, die Wand wirkt aufgeräumt, und der Raum gewinnt optisch. In der Praxis entscheidet jedoch die Bauart, ob die Heizung danach noch genauso arbeitet wie vorher. Wer falsch plant, verliert Wärmeleistung, riskiert Feuchtigkeit an der Wand und im schlimmsten Fall Ärger mit dem Vermieter. Die folgenden Punkte helfen, die richtige Variante zu wählen und typische Fehler zu vermeiden.
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