Die Beleuchtung beeinflusst die wahrgenommene Größe. Eine Deckenleuchte allein reicht oft nicht aus. Setze auf mehrere Lichtquellen: eine Wandlampe über dem Bett, eine kleine Leselampe und indirektes Licht hinter dem Kopfteil. Vermeide grelle Deckenstrahler, die Schatten werfen. Ein Dimmer sorgt für flexible Helligkeit. Auch die Farbwahl der Wände spielt eine Rolle: Weiß, Hellgrau oder zarte Pastelltöne lassen den Raum weiter wirken. Dunkle Akzente nur sparsam einsetzen.

Häufige Fehler betreffen die Maße und die Reihenfolge. Oft wird die Blattbreite ohne Überlappung berechnet, wodurch ein Spalt bleibt oder die Blätter kollidieren. Ein weiterer Fehler ist die zu knappe Höhe: Fehlt Luft nach oben, schleifen die Rollen an der Decke oder die Blätter springen aus der Schiene. Auch das Ignorieren der Bodenfreiheit rächt sich, denn unebene Böden verändern den Lauf. Wer die untere Führung zu früh festschraubt, muss sie später versetzen und hinterlässt zusätzliche Löcher. Bei Mietwohnungen ist außerdem die Rückgabe wichtig: Wer klebt oder klemmt, sollte prüfen, ob Rückstände vollständig entfernbar sind.
Die Breite bestimmt die Konstruktion. Bis 45 cm reicht eine durchgehende Deckplatte und ein Boden, verbunden mit zwei Seitenteilen. Bei 60 bis 90 cm sind ein Mittelboden und eine zusätzliche Querstrebe nötig, damit der Korpus nicht durchhängt. Wer Schubladen einbaut, plant die Höhe der Auszüge vor der Montage: Unter 15 cm Schubladenhöhe wird es mit Griffen und Inhalt schnell eng.
Alte Dielen in Altbauten sind meist zwischen 50 und 100 Jahre alt. Sie bestehen oft aus Massivholz mit einer Nutzschicht, die durch jahrzehntelanges Abnutzen dünn geworden ist. Bevor irgendetwas geschliffen oder versiegelt wird, lohnt eine genaue Prüfung: Wie tief reichen Kratzer und Dellen? Gibt es lose Federn, quietschende Stellen oder Fugen, in denen sich Schmutz sammelt? Wer diese Fragen beantwortet, bevor die Maschine läuft, vermeidet den häufigsten Fehler – unnötiges Abschleifen einer noch tragfähigen Oberfläche.
Holzleim härtet durch Wasserverlust und Verdunstung aus. Damit sich eine belastbare Verbindung bildet, müssen die Fügeflächen vollflächig Kontakt haben. Zu wenig Druck führt zu einer dicken Leimschicht, die spröde wird und reißt. Zu viel Druck quetscht den Leim aus der Fuge, sodass zu wenig Klebstoff zurückbleibt. Zwingen sollten so angesetzt werden, dass der Druck gleichmäßig über die gesamte Fläche wirkt. Bei langen Bauteilen sind mehrere Zwingen im Abstand von etwa zehn bis fünfzehn Zentimetern nötig, damit sich das Holz nicht verzieht.
Nach dem Aufhängen die Türen einstellen: Scharniere lassen sich in drei Richtungen justieren. Ein typischer Fehler ist, den Schrank direkt an die Dusche oder über die Waschmaschine zu setzen, ohne Spritzwasserschutz. Bei 30 cm Breite empfiehlt sich eine zusätzliche Fixierung an der Unterseite, damit der Korpus nicht kippt. Wer die Rückwand weglässt, spart Gewicht, muss aber die Wand dahinter streichen oder verfliesen, weil sie sichtbar bleibt.
Wer die Ursache nicht behebt, repariert alle paar Monate erneut. Prüft deshalb, ob die Tür zu schwer ist oder ob das Scharnier schwergängig läuft. Eine überladene Tür oder ein falsch eingestelltes Scharnier belastet die Platte dauerhaft einseitig. Nach dem Ausrichten und dem richtigen Vorbohren hält die Verbindung wieder viele Jahre, auch ohne teure Ersatzteile.
Vor dem Zusammenbau alle Teile trocken zusammenstecken und die Bohrungen für Scharniere und Topfbänder exakt anzeichnen. Ein häufiger Fehler ist, den Korpus zuerst zu verleimen und dann festzustellen, dass die Türen nicht schließen. Die Montage an der Wand erfolgt mit Schwerlastdübeln, deren Abstand zur Oberkante mindestens 10 cm betragen sollte. Bei Fliesen muss vor dem Bohren geprüft werden, ob die Wand dahinter tragfähig ist. Eine Wasserwaage ist Pflicht, sonst hängt der Schrank schief und die Türen schleifen.
Korpus und Material: Was sich für Feuchträume bewirkt Für den Korpus eignet sich Sperrholz oder eine Feuchtraum-Spanplatte mit beidseitiger Beschichtung. Massivholz arbeitet zu stark, wenn die Luftfeuchtigkeit schwankt. Die Schnittkanten müssen mit einem feuchtigkeitsfesten Kantenband oder einer Versiegelung geschützt werden, sonst quillt die Platte auf. Für Türen bieten sich beschichtete Platten oder lackiertes MDF an. Scharniere sollten aus Edelstahl oder verzinktem Stahl sein, normale Baubeschläge rosten im Badezimmer innerhalb weniger Monate. Die Rückwand wird nicht verleimt, sondern nur eingeschoben oder mit Schrauben befestigt, damit der Korpus bei Feuchtigkeit arbeiten kann.
Ein Badezimmerschrank in schmalen Breiten zwischen 30 und 90 cm ist selten als Fertigmöbel in brauchbarer Qualität zu bekommen. Wer selbst baut, bestimmt Tiefe, Höhe, Fachaufteilung und Anschlagseite der Türen genau nach dem Grundriss. Entscheidend ist die Vorplanung: Zuerst die Wand ausmessen, an der der Schrank hängen soll, und prüfen, wo Wasserleitungen, Abflussrohre oder Steckdosen verlaufen. Diese Bereiche bleiben entweder ausgespart oder werden als Revisionsöffnung eingeplant. Bei 30 cm Breite passt oft nur ein schmales Regal mit einer Tür, bei 60 bis 90 cm lassen sich zwei Türen oder eine Tür plus offene Fächer unterbringen.