Wenn Möbelstücke auf unebenem Boden wackeln oder Schubladen klemmen, liegt das selten an billigem Material. Meist sind die Füße unterschiedlich hoch eingestellt, und der Korpus ist dadurch verspannt. Wer dann nur an einer Schraube dreht, macht es oft schlimmer. Der folgende Ablauf zeigt, wie man systematisch vorgeht, statt blind zu justieren.
Holzleim härtet durch Wasserverlust und Verdunstung aus. Damit sich eine belastbare Verbindung bildet, müssen die Fügeflächen vollflächig Kontakt haben. Zu wenig Druck führt zu einer dicken Leimschicht, die spröde wird und reißt. Zu viel Druck quetscht den Leim aus der Fuge, sodass zu wenig Klebstoff zurückbleibt. Zwingen sollten so angesetzt werden, dass der Druck gleichmäßig über die gesamte Fläche wirkt. Bei langen Bauteilen sind mehrere Zwingen im Abstand von etwa zehn bis fünfzehn Zentimetern nötig, damit sich das Holz nicht verzieht.
Die wirksamste Einzelmaßnahme gegen Hall ist ein dichter, schwerer Teppich mit Filzunterlage. Er bedeckt mindestens die Hälfte der Bodenfläche und reduziert Reflexionen zwischen Boden und Decke. Achten Sie auf eine dicke Unterschicht, denn ein dünner Läufer bringt kaum etwas. Ein häufiger Fehler: nur einen kleinen Teppich vor das Sofa legen und sich wundern, dass der Hall bleibt. Wenn Ihnen der Boden zu kalt ist, kombinieren Sie den Teppich mit einem Vorhang. Schwere, blickdichte Vorhänge aus dicht gewebtem Stoff, die in Falten hängen und nicht straff gespannt sind, schlucken hohe Frequenzen deutlich besser als dünne Gardinen.
Vorbeugend hilft, Wasser sofort aufzuwischen und unter Möbeln Filzgleiter zu verwenden. Bei Haustieren regelmäßig die Krallen kontrollieren. Wer diese Punkte beachtet, verlängert die Lebensdauer des Laminats erheblich. Eine Reparatur ist fast immer günstiger und schneller als der Austausch der gesamten Fläche – vorausgesetzt, man geht sorgfältig vor und kennt die Grenzen.
Für saubere Ausrichtung zuerst eine Wasserwaage an der gewünschten Oberkante anlegen und eine Linie ziehen. Die Bohrlöcher für beide Aufhänger exakt übertragen, sonst hängt der Schrank schief. Bei schweren Schränken die Bohrlöcher mit einem Staubsauger aussaugen, Dübel bündig einsetzen und Schrauben nicht überdrehen. Nach dem Aufhängen prüfen: Der Schrank darf nicht wackeln, die Fugen sollten parallel verlaufen. Ein nachträgliches Justieren ist bei korrekt gesetzten Dübeln kaum möglich.
Ein zweiter typischer Fehler ist zu festes Anziehen der Füße gegen den Boden. Dadurch heben sich andere Ecken an. Die Füße sollen den Korpus tragen, nicht verspannen. Nach dem Einstellen prüft man mit der Hand, ob alle vier Füße gleichmäßig aufliegen. Ein leichter Druck auf die Ecken darf kein Kippeln auslösen. Bei Rollen statt Standfüßen ist darauf zu achten, dass alle Rollen den Boden berühren und keine in der Luft hängt.
Zuerst wird der Korpus entlastet. Schubladen und Türen öffnen, schwere Einlegeböden herausnehmen. Bei Schränken mit mehreren Elementen trennt man die Module, falls möglich, sonst entsteht beim Anheben leicht ein Verzug. Nun legt man eine Wasserwaage auf die Arbeitsplatte oder die oberste Kante und prüft in beide Richtungen. Eine zweite Person, die von der Seite schaut, erkennt Unebenheiten besser als der Blick von oben.
Ein Ventilator ersetzt die Fensterlüftung nicht, er ergänzt sie. Wer den Ventilator laufen lässt, aber gleichzeitig das Fenster öffnet, arbeitet gegen ihn: Die Luft nimmt den kürzeren Weg durchs Fenster, statt durch den Ventilator zu strömen. Ebenso problematisch ist ein zu dicht schließendes Fenster ohne Zuluftöffnung. Ohne Nachströmung entsteht Unterdruck, der Ventilator fördert kaum Luft und wird lauter. Eine kleine Zuluftöffnung in der Fassade oder ein Fensterfalz mit Lüftungsschlitzen löst das Problem.
Zum Schluss werden Schubladen wieder eingesetzt und mehrfach geöffnet und geschlossen. Läuft eine Schublade schwer, obwohl der Korpus gerade steht, sitzt sie meist nicht mittig in der Führung. Dann die Schublade herausnehmen, die Führungsschienen reinigen und eventuell mit einem trockenen Tuch von Staub befreien. Kein Öl auf Kunststoffschienen geben, das zieht Staub an. Erst wenn der Korpus exakt ausgerichtet ist, laufen die Auszüge dauerhaft leicht.
Schubladen laufen erst rund, wenn der Korpus in sich gerade steht Klemmen Schubladen nach dem Ausrichten weiterhin, liegt es oft an den Auszügen. Die Schienen müssen parallel zueinander sitzen. Mit einem Maßband prüft man den Abstand der beiden Laufschienen zueinander an mehreren Punkten. Weicht er ab, löst man die Befestigungsschrauben leicht, richtet die Schiene aus und zieht sie wieder fest. Achtung: Nicht mit Gewalt nachbiegen, sonst verformen sich die Kugelkäfige der Auszüge, und das Klemmen wird dauerhaft.
Die meisten Füße lassen sich über Gewindestangen oder Exzenter verstellen. Wichtig ist, immer nur einen Fuß zu bewegen und danach erneut zu messen. Ein häufiger Fehler: Man dreht gleichzeitig an mehreren Stellfüßen und verliert die Referenz. Besser ist es, mit dem niedrigsten Punkt zu beginnen und den Korpus Stück für Stück anzuheben, bis die Wasserwaage waagerecht zeigt. Bei sehr unebenem Boden unterlegt man einzelne Füße mit dünnen Plättchen aus hartem Kunststoff, nicht mit Pappe – die sackt mit der Zeit zusammen.