Nach dem Zusammenfügen lässt man den Leim mindestens dreißig Minuten unter Druck stehen, bei belasteten Verbindungen besser eine Stunde. Danach können die Zwingen entfernt werden, die volle Endfestigkeit erreicht der Leim jedoch erst nach etwa zwölf bis vierundzwanzig Stunden. In dieser Zeit darf das Werkstück nicht bewegt oder belastet werden. Ausgetretener Leim wird am besten im halbfesten Zustand mit einem scharfen Stecheisen oder einem feuchten Tuch entfernt. Zu spätes Abwischen verteilt den Leim in die Holzfasern und erschwert das spätere Schleifen.
Versiegeln oder ölen – was alte Dielen wirklich vertrag
Wer Schimmel dauerhaft vermeiden will, misst die Luftfeuchtigkeit. Ein Hygrometer zeigt, ob die Werte im grünen Bereich liegen. Über 60 Prozent relative Feuchte über längere Zeit ist ein Warnsignal, unter 40 Prozent wird die Luft unangenehm trocken. Die Kombination aus regelmäßigem Stoßlüften und einem richtig dimensionierten, nachlaufenden Ventilator in Feuchträumen hält die Werte stabil. Beide Maßnahmen zusammen sind wirksamer als jede für sich.
Die erste Entscheidung fällt vor dem Bohren. Ein gewöhnlicher Steinbohrer mit Schlagwerk ist tabu. Stattdessen kommt ein reiner Drehbohrer zum Einsatz, bei dem das Schlagwerk abgeschaltet oder gar nicht vorhanden ist. Für die meisten Fälle genügt ein Beton- oder Universalbohrer, der ohne Schlag läuft. Entscheidend ist, dass der Bohrer scharf ist und mit niedriger Drehzahl geführt wird. Ein stumpfer Bohrer erzeugt Reibungshitze, verbrennt den Ziegel und reißt die Stege auf. Wer nicht sicher ist, ob der Untergrund wirklich Lochziegel ist, prüft das vorher mit einem dünnen Probebohrer an einer verdeckten Stelle.
Ein Ventilator ersetzt die Fensterlüftung nicht, er ergänzt sie. Wer den Ventilator laufen lässt, aber gleichzeitig das Fenster öffnet, arbeitet gegen ihn: Die Luft nimmt den kürzeren Weg durchs Fenster, statt durch den Ventilator zu strömen. Ebenso problematisch ist ein zu dicht schließendes Fenster ohne Zuluftöffnung. Ohne Nachströmung entsteht Unterdruck, der Ventilator fördert kaum Luft und wird lauter. Eine kleine Zuluftöffnung in der Fassade oder ein Fensterfalz mit Lüftungsschlitzen löst das Problem.
Alte Wasserstellen brauchen eine andere Behandlung. Hier sitzen oft hygroskopische Salze im Putz, die bei jeder Feuchtigkeit wieder aktiv werden. Ist die Wand trocken, lässt sich das mit einer Salzsperre behandeln. Ist sie feucht, hilft keine Farbe der Welt — dann muss zuerst die Ursache behoben werden. Ein typischer Fehler ist das Überstreichen feuchter Stellen mit einer Sperrgrundierung. Das Ergebnis ist ein aufgeweichter Film, der nach Wochen abblättert. Ebenfalls falsch: Tapeten über nikotinverseuchten Wänden einfach zu überkleben. Der Kleister löst die Rückstände an, und die Verfärbung wandert durch die Tapete.
Häufige Fehler betreffen die Maße und die Reihenfolge. Oft wird die Blattbreite ohne Überlappung berechnet, wodurch ein Spalt bleibt oder die Blätter kollidieren. Ein weiterer Fehler ist die zu knappe Höhe: Fehlt Luft nach oben, schleifen die Rollen an der Decke oder die Blätter springen aus der Schiene. Auch das Ignorieren der Bodenfreiheit rächt sich, denn unebene Böden verändern den Lauf. Wer die untere Führung zu früh festschraubt, muss sie später versetzen und hinterlässt zusätzliche Löcher. Bei Mietwohnungen ist außerdem die Rückgabe wichtig: Wer klebt oder klemmt, sollte prüfen, ob Rückstände vollständig entfernbar sind.
Wann ein Ventilator die bessere Lösung ist In innenliegenden Bädern ohne Fenster, in fensterlosen Küchen oder bei stark abgeschirmten Grundrissen stößt die Fensterlüftung an Grenzen. Hier übernimmt ein Ventilator die Aufgabe, die Feuchtigkeit direkt an der Quelle abzusaugen. Entscheidend ist die Auswahl: Ein reiner Axialventilator fördert Luft nur bei geringem Widerstand, ein Radialventilator arbeitet auch gegen längere Kanäle zuverlässig. Wer einen Ventilator einbaut, sollte auf eine ausreichende Förderleistung achten, die zum Raumvolumen passt, und auf eine Nachlaufzeit, die die Feuchtigkeit nach dem Duschen vollständig abführt. Zehn bis fünfzehn Minuten Nachlauf sind sinnvoll, fünf Minuten reichen meist nicht.
Ein häufiger Fehler ist das Nachbohren mit größerem Durchmesser, wenn der Dübel nicht greift. Das vergrößert das Loch nur und macht die Stelle endgültig unbrauchbar. Wer sich verbohrt hat, setzt die Befestigung einige Zentimeter versetzt neu an. Für schwere Lasten an Lochziegelwänden bleibt die chemische Befestigung mit Injektionsmörtel die ehrlichste Lösung, weil sie den Hohlraum ausfüllt statt ihn zu sprengen. Bei geringen Lasten genügt ein sauber gesetzter Dübel im Steg.

Typische Fehler wiederholen sich: dauerhaft gekippte Fenster im Winter, Ventilatoren ohne Nachlauf, fehlende Zuluft, Wäsche auf dem Heizkörper im geschlossenen Raum. Auch das Abdichten von Fenstern ohne Lüftungskonzept verschärft die Lage, weil die Feuchtigkeit dann nirgends entweichen kann. Wer neu baut oder saniert, sollte die Lüftung von Anfang an mitplanen, statt später mit Einzelmaßnahmen gegenzusteuern.