Die dritte Variante ist eine Schalldämmschürze oder ein schweres Dichtungskissen, das auf den Boden vor die Tür gelegt wird. Das hilft gegen Trittschall und gegen Schall, der unter der Tür durchgeht, und ist die schnellste Lösung für eine Mietwohnung. Es ersetzt aber keine Rahmendichtung. Wer nur das Kissen nutzt, hört weiterhin Stimmen durch die seitlichen Fugen. Im Altbau ist diese Kombination aus Kissen und Rahmendichtung meist wirksamer als der Austausch der Tür.
Welcher Kleber hält auf glasierten Fliesen wirklich? Glasiertes Feinsteinzeug oder Keramikfliesen haben eine extrem glatte, porenfreie Oberfläche. Normale Klebstoffe können dort keine mechanische Verbindung eingehen, sie haften nur durch Adhäsion. Für diesen Untergrund eignen sich nur zwei Systeme: hochfeste Montagekleber auf Basis von MS-Polymer oder Hybrid-Polymer sowie spezielle Klebebänder aus modifiziertem Acrylat mit einer Trägerschicht aus Schaum, die für den Außenbereich zugelassen sind. Diese Kleber müssen vollflächig aufgetragen werden, nicht in Punkten. Ein dünner, gleichmäßiger Strich mit einer Kartuschenpresse ist Pflicht, sonst entstehen Luftblasen, die als Sollbruchstellen wirken.
Klemmschutz und Dämmung in einem Arbeitsgang Der Klemmschutz sitzt als Kunststoff- oder Gummilippe an der Gurtöffnung des Kastens. Er verhindert, dass der Gurt am scharfen Blechrand scheuert, und dichtet gleichzeitig den Spalt ab, durch den sonst kalte Luft in den Raum zieht. Vor dem Einbau die Öffnung säubern, alte Klebereste entfernen und den Spalt mit einem passenden Dichtprofil auslegen. Wichtig: Der Gurt muss sich frei bewegen können, sonst schleift er und franst nach wenigen Monaten wieder aus.
Beim Beplanken einer Metallständerwand entscheidet die Schraubtechnik darüber, ob die Wand später Risse zeigt oder eben bleibt. Zuerst wird der Rahmen geprüft: Die CW-Profile müssen lotrecht stehen und bündig mit dem UW-Profil abschließen, sonst entstehen beim Verschrauben Spannungen, die sich in den Platten als Beulen oder Risse zeigen. Die Beplankung beginnt immer an der Wand mit der größten Öffnung, also an Türen oder Fenstern, und wird von dort in die Fläche geführt. Vor dem ersten Schraubeneintrieb wird die Platte an den Rahmen gedrückt, nicht nur angelegt.
Die Fliesen müssen vor dem Kleben absolut sauber und fettfrei sein. Fugen und Silikonreste sind ungeeignete Untergründe, ebenso Fliesen mit Struktur oder Natursteinoberfläche. Reinigen Sie die Fläche mit Isopropanol und lassen Sie sie vollständig trocknen. Ein häufiger Fehler ist das Kleben auf eine feuchte Wand nach dem Duschen. Feuchtigkeit unter dem Kleber verhindert die Aushärtung und führt zum Ablösen. Auch das Anpressen mit der Hand reicht nicht: Der Schrank muss für mindestens 24 Stunden mit einer Stütze oder Schraubzwinge fixiert werden, damit der Kleber unter Druck aushärten kann.
Zuerst wird der alte Gurt entlastet: Rollladen ganz hochziehen, damit die Welle entlastet ist, dann den Gurt am Wickel abwickeln oder die Gurtwicklerabdeckung öffnen. Bei elektrischen Antrieben vorher die Sicherung ziehen und den Motorstecker trennen. Den alten Gurt nicht einfach durchschneiden, sondern die Befestigung an der Welle lösen, sonst bleibt ein Reststück in der Führung hängen und verkantet später den neuen Gurt.
Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt eine Kombination aus Montagekleber und zwei bis drei kleinen Schrauben in den Fliesenfugen, sofern die Fugen breit genug sind. Das ist kein Bohren im eigentlichen Sinn und hinterlässt keine Löcher in den Fliesen. Reine Klebelösungen sind nur bei Schränken bis etwa zehn Kilogramm und auf glatten, tragfähigen Fliesen dauerhaft zuverlässig. Bei schwereren Möbeln oder Fliesen mit Rissen oder Hohlräumen sollte man auf eine andere Wand ausweichen oder einen Fachbetrieb hinzuziehen.
Heizkörpernischen sind in Altbauten oft die kälteste Stelle der Wohnung. Die Außenwand ist dort um eine Steinlänge dünner, teilweise nur halb so dick wie das übrige Mauerwerk. Die Folge: Über die Nische entweicht mehr Wärme als über jede andere Wandfläche, und der Heizkörper strahlt einen Teil seiner Wärme direkt nach außen ab. Wer dämmt, spart Heizkosten und hebt die Oberflächentemperatur an der Wand an, was Schimmelbildung vorbeugt.
Ein weiterer typischer Fehler ist das sofortige Beladen. Wer den Schrank nach zwei Stunden mit Waschmitteln füllt, riskiert, dass die Klebeverbindung noch nicht belastbar ist. Je nach Kleber dauert die Endfestigkeit 24 bis 72 Stunden. In dieser Zeit darf der Schrank nicht bewegt werden. Prüfen Sie außerdem die Temperatur: Unter 15 Grad Celsius oder bei hoher Luftfeuchtigkeit härtet kaum ein Kleber richtig aus. Ideal sind 20 bis 25 Grad bei normaler Raumluft. Bei Fliesen im Badezimmer empfiehlt es sich, den Schrank zusätzlich mit einem dünnen Silikonfaden an den Seitenfugen abzudichten, damit kein Spritzwasser direkt an die Klebefuge gelangt.