
Eine zusätzliche Steckdose lässt sich auch ohne Stemmarbeiten realisieren. Der entscheidende Punkt ist die Frage, wo der Strom herkommt. Wer in einer Mietwohnung oder einem Altbau mit festen, oft verputzten Wänden wohnt, sollte zunächst den bestehenden Stromkreis prüfen. Die einfachste Variante ist, eine neue Dose direkt neben einer vorhandenen zu setzen und die Leitung von dort abzuzweigen. Das funktioniert nur, wenn die Zuleitung ausreichend dimensioniert ist und der Stromkreis nicht bereits an seiner Belastungsgrenze arbeitet. Ein Blick in den Verteilerkasten und die Absicherung gibt erste Hinweise: Eine Leitung mit 1,5 mm² Querschnitt und 16-Ampere-Sicherung verträgt in der Regel eine zusätzliche Dose, sofern keine großen Verbraucher wie Durchlauferhitzer oder Elektroheizungen daran hängen.
Beim Schleifen selbst zählt vor allem die Vorbereitung. Nägel und Klammern müssen versenkt werden, sonst zerstören sie das Schleifpapier und hinterlassen Kratzer. Alte Farbreste, Wachs oder Ölreste werden vorher entfernt, weil sie das Papier zusetzen. Nach dem Schliff wird der Staub gründlich abgesaugt und mit einem leicht feuchten Tuch nachgewischt. Erst dann folgt der erste Auftrag. Wer diese Reihenfolge einhält, spart sich späteres Nacharbeiten und verlängert die Lebensdauer der Dielen um viele Jahre.
Sitzkomfort prüfen, bevor der Stoff überzeugt Im Geschäft setzt man sich nicht nur hin, sondern bleibt zehn Minuten sitzen. Wer nach zwei Minuten aufsteht, merkt nicht, ob die Polsterung nachgibt oder die Sitzfläche zu weich ist. Ein zu weiches Sofa lässt einen einsinken, das Aufstehen fällt schwer. Ein zu hartes Modell drückt nach einer Stunde. Gute Polsterungen federn beim Aufstehen zurück und behalten ihre Form. Bei Bettsofas oder Ausziehfunktionen sollte man den Mechanismus mehrfach testen, denn in kleinen Wohnungen wird er oft genutzt.
Für kleine Räume sind Modulsofas mit schmalen Armlehnen oder ganz ohne Armlehnen praktisch. Sie lassen sich flexibel stellen und wirken weniger massiv. Ein häufiger Fehler: ein Ecksofa kaufen, das den Raum optisch teilt und den Zugang zum Fenster blockiert. Besser ist ein Sofa mit gerader Linie an der Wand und einem separaten Hocker, der bei Bedarf als Sitz oder Ablage dient. Auch Füße aus Holz oder Metall heben das Sofa an und schaffen Luft darunter, was den Raum größer erscheinen lässt.
Vor dem Streichen werden Steckdosen, Lichtschalter, Heizkörper und Türrahmen abgeklebt. Dafür eignet sich Kreppband mit mittlerer Klebkraft. Auf frisch gestrichenen Flächen oder Tapeten löst zu starkes Band Farbpartikel ab. Das Band mit dem Fingernagel oder einem Spachtel fest andrücken, damit keine Farbe unterläuft. Nach dem Streichen das Band nicht vollständig trocknen lassen, sondern leicht feucht abziehen. Ein schräger Winkel von etwa 45 Grad verhindert ausgefranste Kanten. Möbel, Boden und Fensterbänke mit Folie oder Malervlies abdecken; ein alter Bettbezug reicht für kleine Flächen.
Smarte Lösungen kommen dann ins Spiel, wenn gar kein Kabel verlegt werden soll oder darf. Funksteckdosen und WLAN-Zwischenstecker benötigen keine neue Leitung, sondern werden in eine vorhandene Dose gesteckt. Sie eignen sich für Lampen, Router oder kleinere Geräte. Wer eine komplett neue Steckdose ohne Kabel möchte, kann auf Aufputz-Dosen mit integriertem Funkschalter zurückgreifen, die jedoch weiterhin eine Zuleitung benötigen. Echte kabellose Steckdosen, die den Strom per Funk übertragen, sind nur für sehr kleine Lasten geeignet und in Mietwohnungen selten praktikabel. Der entscheidende Nachteil: Sie sind teuer, ineffizient und für Geräte mit hoher Leistung ungeeignet.
Bei den Maßen zählt vor allem die Sitzbreite, nicht die Außenbreite. Ein Sofa mit 200 Zentimetern Gesamtbreite kann durch dicke Armlehnen nur 150 Zentimeter nutzbare Sitzfläche bieten. Wer zu zweit bequem liegen will, braucht mindestens 160 Zentimeter Sitzbreite. Die Tiefe sollte zwischen 85 und 95 Zentimetern liegen. Alles darüber wirkt in kleinen Räumen erdrückend und zwingt zu einer Sitzhaltung, die den Rücken nicht stützt. Niedrige Rückenlehnen unter 75 Zentimetern lassen den Raum optisch größer wirken, bieten aber weniger Halt.
Um eine einzelne Diele zu entfernen, muss man zuerst die umliegenden Dielen lösen. Bei schwimmend verlegtem Laminat geht das von der Wand aus: Sockelleiste abnehmen, erste Diele anheben und dann die beschädigte Diele nach und nach herausnehmen. Bei verklebtem Laminat ist das nicht möglich – hier bleibt nur das Herausschneiden der Diele mit einer Multifunktionssäge. Dabei darauf achten, die Nut und Feder der Nachbardielen nicht zu beschädigen. Nach dem Entfernen die neue Diele zuschneiden, Nut und Feder von alten Kleberesten befreien und die neue Diele einsetzen. Bei schwimmender Verlegung die Verbindung mit einem Schlagklotz schließen.
Ein kleines Wohnzimmer verzeiht keine Fehlkäufe. Wer hier ein Sofa auswählt, das zu tief, zu breit oder zu hell ist, ärgert sich jahrelang. Bevor man loszieht, sollte man den Raum exakt ausmessen. Nicht nur die Wand, an der das Sofa stehen soll, sondern auch die Laufwege, die Türöffnungen und den Platz vor Heizkörpern. Ein Zollstock und ein Kreppband auf dem Boden zeigen schnell, welche Grundfläche realistisch bleibt.