Deckenmontage bietet sich an, wenn die Wand zu schwach ist oder das Fenster bis zur Decke reicht. Hier wird senkrecht nach oben gebohrt, die Dübel müssen dieselbe Last aufnehmen wie waagerecht. Bei abgehängten Decken oder Rigipsdecken ist eine Verstärkung durch eine durchgehende Leiste aus Holz unter der Decke sinnvoll. Sie verteilt das Gewicht und verhindert, dass die Dübel ausbrechen. Bei Wandmontage wiederum sollte man auf die Fensterlaibung achten: Ein Halter direkt in der Laibungsecke bricht leicht aus. Besser ein paar Zentimeter Abstand halten und in die volle Wandfläche bohren.
Ein Lamellendach auf der Terrasse ist kein Aufsatz für die vorhandene Markise, sondern ein eigenständiges Bauwerk. Wer nachrüstet, entscheidet zuerst über das System: freitragend oder mit Wandanschluss, ein- oder mehrteilig, mit starren oder drehbaren Lamellen. Drehbare Lamellen bringen Lichtsteuerung und Regendichtigkeit bis etwa 70 Grad Neigung, starre Varianten sind günstiger, aber immer offen nach unten. Bei mehr als vier Metern Spannweite braucht es einen Mittelpfosten oder ein geteiltes Feld – wer das ignoriert, bekommt durchhängende Lamellen und Undichtigkeit an den Stößen.
Größe, Typ und Budget realistisch abstimm
Vor dem Verlegen wird der alte Belag entfernt und der Untergrund gründlich gereinigt. Saugfähige Untergründe wie Zementestrich oder Gipskarton müssen grundiert werden, sonst entzieht der Untergrund dem Kleber das Wasser und die Haftung bricht ab. Lose Stellen, alte Kleberreste und Fugenfüller werden abgeschliffen. Danach folgt eine Ausgleichsmasse, die vollständig durchgetrocknet sein muss. Die Heizmatte wird trocken ausgelegt und an die Wand geführt, wo später der Thermostat sitzt. Der Kaltleiter darf nicht gekürzt werden, und die Matte darf nicht über Dehnungsfugen hinweg verlegt werden.
Bei der Tiefe entscheidet der Auszugstyp. Vollauszüge brauchen die volle Korbtiefe, Teilauszüge lassen hinten Platz für Vorräte. Wer unter der Spüle plant, muss den Siphon und die Eckventile einrechnen; hier passen häufig nur zwei schmale Behälter nebeneinander. Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass eine 60er-Front auch 60 Zentimeter Innenbreite bedeutet. Tatsächlich bleiben nach Seitenwänden und Beschlägen oft nur 52 bis 56 Zentimeter. Ein weiterer Fehler: die Deckenhöhe der Schublade ignorieren. Ein 40 Zentimeter hoher Eimer in einer 30 Zentimeter hohen Schublade kippt beim Öffnen.
Fundament, Statik und der häufigste Fehler am Boden Die Pfosten brauchen Punktfundamente unter der Frostgrenze, üblich sind 80 bis 100 Zentimeter Tiefe und ein Querschnitt, der zur Windlast passt. Auf Terrassenplatten zu dübeln ist der klassische Fehler: Der Belag trägt die Hebelkräfte nicht, die bei Wind auf das Dach wirken. Das Fundament wird bis knapp unter die Plattenoberfläche betoniert, dann wird der Belag passgenau ausgeschnitten und der Pfostenfuß mit Abstandshalter montiert, damit kein Wasser in die Fuge läuft. Wandseitig gehört ein geprüfter Anschluss mit Dichtband und Z-Profil, nicht nur eine Silikonfuge.
Fertige Auszüge, Schienen oder freie Behälter Drei Wege sind üblich. Fertige Mülltrennsysteme mit eigenem Auszug passen in Standard-Korpusmaße und kommen mit Halterungen für die Front. Sie sind teuer, aber schnell montiert und halten die Behälter in Position. Nachrüstbare Auszugsschienen für bestehende Schubladen sind günstiger, verlangen aber exaktes Bohren und eine stabile Bodenplatte. Freie Behälter, die einfach im Schrank stehen, sind die einfachste Lösung, rutschen aber beim Öffnen und lassen sich schlecht reinigen. Wer sich für Schienen entscheidet, sollte sie an der Seitenwand und nicht am Schrankboden verschrauben, sonst reißt der Boden bei Belastung aus.
Ein Mülltrennsystem im Küchenunterschrank lohnt sich nur, wenn die Innenmaße vorher feststehen. Wer zuerst kauft und dann misst, steht am Ende mit Behältern vor einem Schrank, in dem die Tür nicht mehr schließt oder der Auszug gegen die Sockelblende stößt. Deshalb beginnt jede Nachrüstung mit einem Blick in den Korpus: Breite, Tiefe und Höhe des Innenraums, dazu der Abstand zwischen Scharnier und Seitenwand. Ein Zwei-Zonen-System für Restmüll und Verpackung braucht oft 30 bis 40 Zentimeter Innenbreite, ein Drei-Zonen-System mit Biomüll eher 45 bis 60 Zentimeter. Die nutzbare Höhe liegt bei Auszugssystemen meist zwischen 35 und 50 Zentimetern, abhängig von der Schubladenhöhe.
Der erste Schritt ist die Leckage-Suche. Bei Wind und geschlossenem Fenster eine Kerze oder ein Stück Rauch vorsichtig an Rahmenfugen, Beschläge und Fensterflügel halten. Wo die Flamme flackert oder Rauch abzieht, sitzt die Undichtigkeit. Häufig sind es die Anschlagdichtung am Blendrahmen, der Falz zwischen Flügel und Rahmen sowie die Übergänge an den Fensterbänken. Auch die Beschläge prüfen: Lässt sich der Griff ohne Widerstand drehen, fehlt meist Anpressdruck.
Die Montage beginnt mit dem Ausbau der Schublade. Schienen werden mit einem Abstand von mindestens zwei Zentimetern zur Scharnierseite gesetzt, damit der Auszug nicht streift. Behälter werden so platziert, dass der Griff der Front nicht gegen den Eimer drückt. Nach dem Einsetzen prüfen, ob der Auszug vollständig schließt und die Dichtung der Front noch greift. Tritt Geruch auf, zuerst die Dichtung und den Siphon prüfen, nicht sofort das System tauschen.