Das Silikon in einem Zug mit einer Kartuschenpistole gleichmäßig auftragen. Anschließend sofort abziehen, am besten mit einem Fugenglätter oder einem Spachtel. Ein Finger mit Spülmittel funktioniert nur bedingt, weil Seifenreste die Haftung mindern können. Den Fugenglätter vorher leicht anfeuchten, dann gleitet er besser. Überschüssiges Material mit einem sauberen Tuch entfernen, bevor es aushärtet.
Metallstangen lassen sich mit einer Bügelsäge kürzen, doch das Ergebnis ist selten sauber. Die Zähne greifen in das dünne Rohr, der Schnitt wird wellig, und an der Innenseite entstehen Grate, die später die Endstücke blockieren. Ein Rohrschneider arbeitet mit einem Rollrad, das eine saubere Rille zieht und das Rohr bricht. Für Aluminium und dünnwandigen Stahl ist das die bessere Wahl. Bei Kunststoff reicht eine feinzahnige Säge oder ein scharfes Cuttermesser, allerdings nur bei Vollmaterial. Hohle Kunststoffstangen splittern leicht, dort sollte mit geringem Druck und langsamen Zügen gesägt werden.

In der Mietwohnung kommt ein Punkt hinzu, der oft übersehen wird: die Frage, ob überhaupt gestrichen werden darf. Viele Mietverträge erlauben das Streichen von Innentüren nur mit Zustimmung oder verlangen, dass der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt wird. Wer ohne Absprache eine dunkle Tür hell lackiert, riskiert Ärger beim Auszug. Klären Sie vorab, welche Farbe erlaubt ist und ob eine Rückbaupflicht besteht. Wichtig ist auch, die Türen während der Trocknung auszuhängen und flach zu lagern – so bleibt die Oberfläche sauber und die Zarge wird nicht beschädigt.
Nach dem Abziehen mindestens 24 Stunden nicht mit Wasser in Berührung bringen. In dieser Zeit härtet das Silikon vollständig aus. Wer zu früh duscht oder putzt, zerstört die Haftung an den Flanken. Auch Reinigungsmittel mit Essig oder Zitronensäure greifen die frische Fuge an. Erst nach einer Woche mit normalem Badreiniger arbeiten und Schimmel dauerhaft vermeiden, indem die Fläche nach dem Duschen abgezogen oder trocken gewischt wird.
Schallschutz: Was gegen Vibrationen und Körperschall hil
Vor dem Neuverfugen prüfen, ob die Wanne richtig aufliegt. Steht sie auf einem wackeligen Gestell oder fehlen Stellfüße, bewegt sie sich bei jeder Benutzung, und die neue Fuge reißt innerhalb weniger Wochen wieder auf. Auch der Spalt zwischen Wannenrand und Fliese sollte gleichmäßig sein. Ist er sehr breit oder sehr unregelmäßig, hilft ein passendes Hinterfüllprofil oder eine Rundschnur, damit das Silikon nicht in die Tiefe abrutscht und später keine Dreiflankenhaftung entsteht. Diese Dreiflankenhaftung ist ein typischer Grund für vorzeitiges Ablösen.
Wer diese Punkte beachtet, hat deutlich länger etwas von der neuen Fuge. Der größte Fehler bleibt die fehlende Rundschnur und der zu frühe Wasserkontakt. Beides lässt sich mit wenig Aufwand vermeiden und spart die nächste Erneuerung.
Vor der Montage wird die Heizung entlüftet und abgekühlt. Den Heizkörper nur dann abnehmen, wenn es die Halterung zulässt und ihr das Ventil sicher schließen könnt; im Zweifel bleibt er hängen und die Dämmung wird in Streifen dahintergeschoben. Klebeflächen vorher entstauben und entfetten, sonst lösen sich die Platten nach wenigen Wochen. Auf Feuchtigkeit achten: In Bädern und an Außenwänden mit Schimmelgefahr sollte die Nische nicht luftdicht abgeschlossen werden. Dann lieber eine diffusionsoffene Matte wählen oder auf eine Dämmung verzichten.
Zum Verfugen eignet sich sanitärgeeignetes Silikon, das dauerhaft elastisch bleibt und gegen Schimmel ausgerüstet ist. Die Kartusche schräg anschneiden und die Düse passend zur Fugenbreite zuschneiden. Das Silikon gleichmäßig und ohne Luftblasen einspritzen, am besten in einem Zug. Danach mit einem Fugenglätter oder einem angefeuchteten Spatel abziehen. Nicht mit dem Finger arbeiten, das verteilt Fett und Hautschuppen. Spritzmittel oder Seifenlauge nur sparsam verwenden und anschließend mit klarem Wasser nachwischen.
Silikonfugen werden undicht, weil sie reißen, sich ablösen oder Schimmel ansetzen. Das passiert meist nicht, weil das Silikon schlecht war, sondern weil der Untergrund nicht stimmte oder die Fuge falsch dimensioniert wurde. Wer eine Fuge erneuert, muss deshalb zuerst die alte Fuge vollständig entfernen. Reste lassen sich mit einem Fugenmesser, einem Schaber oder einem speziellen Silikonentferner beseitigen. Anschließend die Flanken mit einem Reiniger für Silikonreste nachwischen, damit keine Trennmittel oder Fettreste zurückbleiben.
Die neue Fuge braucht Ruhe. Während der Aushärtung darf sie nicht mit Wasser in Berührung kommen. Je nach Produkt und Schichtdicke sind dafür mehrere Stunden bis ein ganzer Tag einzuplanen. In dieser Zeit die Wanne nicht benutzen und nicht duschen. Wer diese Trockenphase überspringt, riskiert eine klebrige Oberfläche und eine schlechte Haftung. Nach dem Aushärten die Fuge nicht mit aggressiven Reinigern bearbeiten. Essigreiniger und Chlor greifen das Silikon an und beschleunigen die nächste Erneuerung.