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Gemessen wird im eingebauten Zustand. Notwendig sind die lichte Innenbreite zwischen den Seitenwangen, die lichte Höhe vom Schrankboden bis zur Unterkante der Arbeitsplatte und die Tiefe abzüglich der Tür- oder Beschlagsdicke. Ein häufiger Fehler: Die Innenbreite wird an der Vorderkante gemessen, wo der Korpus oft einige Millimeter enger ist als in der Mitte. Ebenso wird die Sockelblende vergessen. Steht sie nach innen vor, kollidiert der unterste Eimer beim Herausziehen mit ihr, und der Auszug klemmt auf halbem Weg.

Ein weiterer typischer Fehler sind falsche Umgebungsbedingungen. Silikon härtet nicht bei Kälte und nicht unter hoher Luftfeuchtigkeit richtig aus. Während der Trocknungszeit sollte das Fenster geöffnet und nicht geduscht werden. Heizung oder Lüftung beschleunigen das nicht, sondern können die Oberfläche zu schnell aushärten lassen, während das Silikon darunter noch weich bleibt. Auch das Überstreichen mit Acryl oder das Abdecken mit Klebeband verhindert eine saubere Haftung. Wer diese Punkte ignoriert, muss die Fuge nach kurzer Zeit erneut erneuern.

Ein Bad von vier bis sechs Quadratmetern wirkt schnell vollgestellt. Wer bodengleiche Dusche, Stauraum und gutes Licht unter einen Hut bringen will, muss zuerst die Fläche prüfen. Messen Sie Wand zu Wand und ziehen Sie Fliesenstärke sowie Putz ab. Entscheidend ist die Position der Abflussleitung: Eine bodengleiche Dusche braucht ein Gefälle von etwa zwei Prozent zum Ablauf. Liegt der Abfluss ungünstig, ist ein flacher Duschkanal mit geringer Aufbauhöhe oft die einzige Lösung ohne den Estrich komplett zu öffnen.

Alte Silikonfugen im Bad sehen selten nur unschön aus. Meist sind sie bereits an den Rändern unterwandert, das heißt, Wasser ist hinter das Silikon gelaufen und hat dort Schmutz oder Schimmel eingeschlossen. Wer in dieser Situation einfach eine neue Fuge über die alte zieht, versiegelt den Schaden dauerhaft. Die neue Fuge haftet auf dem alten, oft kreidigen Untergrund nicht und löst sich nach wenigen Wochen wieder ab. Der erste und wichtigste Schritt ist deshalb nicht das Abdichten, sondern das restlose Entfernen der alten Fuge.

Die Fuge muss vollständig trocken sein Der häufigste Fehler ist das zu frühe Verfüllen. Untergrund und Fugenflanken müssen absolut trocken sein. Restfeuchtigkeit im Untergrund führt dazu, dass das neue Silikon nicht haftet oder Blasen wirft. Nach dem Entfernen der alten Fuge und dem Reinigen sollte der Bereich daher mindestens 24 Stunden trocknen, bei tiefen Fugen auch länger. Ein Föhn beschleunigt das nicht, er drückt Feuchtigkeit nur tiefer ins Material. Wer nach dem Baden abdichtet, muss mit einer versagenden Fuge rechnen. Die Trocknungszeit nach dem Verfüllen beträgt je nach Silikon und Schichtdicke etwa 12 bis 24 Stunden. In dieser Zeit darf der Bereich nicht mit Wasser in Berührung kommen. Vollständig durchgehärtet ist die Fuge erst nach mehreren Tagen.

Nach der Montage folgt die Abnahme durch den Schornsteinfeger, danach die regelmäßige Reinigung und die Feuerstättenschau. Wer die Reihenfolge Schornstein, Genehmigung, Ofen, Montage einhält, spart sich den zweiten Anlauf. Wer sie umdreht, zahlt doppelt.

Wer die alte Fuge vollständig entfernt, den Untergrund trocken und fettfrei hält und dem Silikon die volle Aushärtezeit gibt, hat für mehrere Jahre Ruhe. Der Aufwand liegt bei ein bis zwei Stunden Arbeit, verteilt auf zwei Tage. Der eigentliche Fehler ist nicht die falsche Technik, sondern die fehlende Geduld beim Trocknen.

Bevor gebohrt wird, steht das Aufmaß. Gemessen wird nicht zwischen den Wandflächen, sondern dort, wo die Gardine später hängen soll. Entscheidend ist die lichte Breite der Fensternische plus der Überstand links und rechts, meist 15 bis 20 Zentimeter pro Seite, damit der Stoff das Fenster vollständig abdeckt und seitlich Licht einfällt. Bei Stangen mit Endknäufen kommen deren Länge und die Trägerbreite hinzu, bei Schienen zählt die tatsächliche Schienenlänge inklusive eventueller Verbinder. Wer hier rundet, ärgert sich später über einen Spalt oder eine Stange, die mittig durchs Fenster läuft. Höhe und Abstand zur Decke ebenfalls notieren, denn davon hängt ab, ob Wand- oder Deckenmontage überhaupt möglich ist.

Für die Arbeit braucht es kein Spezialwerkzeug, aber das falsche Material kostet unnötig Zeit. Ein Fugenmesser mit festem Griff oder ein spezieller Silikonentferner-Schaber löst die Fuge an einer Ecke. Danach lässt sich das Silikon in langen Strängen abziehen. Ein handelsüblicher Cutter ist zu instabil und rutscht leicht in die Fliesenkante. Für empfindliche Fliesen kann ein Kunststoffschaber sinnvoll sein. Reste lassen sich mit einem Silikonentferner-Gel oder mechanisch mit einer feinen Drahtbürste abtragen. Zum Schluss muss die Fuge mit Spiritus oder Isopropanol entfettet werden. Nur ein sauberer, trockener Untergrund ergibt eine haltbare Verbindung.

Beim Einbringen sollte die Kartusche schräg angeschnitten werden, damit die Öffnung zur Fugenbreite passt. Die Düse wird gleichmäßig im Winkel von etwa 45 Grad über die Fuge gezogen, ohne abzusetzen. Anschließend wird die Fuge mit einem Fugenglätter oder dem Finger, der in Spülmittelwasser getaucht wurde, glattgezogen. Ein trockener Finger oder ein Schwamm rauen die Oberfläche auf und ziehen Silikonreste heraus. Wer zu viel Silikon aufträgt, verschmiert die Fliesen und muss aufwendig nacharbeiten. Nach dem Glätten darf die Fuge nicht mehr berührt werden.
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