Reicht das nicht aus, können Sie zusätzlich kleine Lüftungsschlitze in die Trittschalldämmung schneiden. Setzen Sie alle paar Meter einen kurzen Schnitt quer zur Verlegerichtung. Achten Sie darauf, die Dämmung nicht vollständig zu durchtrennen, sonst verliert sie ihre Funktion als Trittschallpuffer. Die Schlitze sollten etwa zwei Millimeter breit sein. Anschließend den Boden wieder zusammenstecken und die Sockelleisten mit etwas Abstand zur Wand montieren, damit die Luft zirkulieren kann.
Zuerst wird gemessen. Die Nischenbreite, -höhe und -tiefe bestimmen, wie viel Dämmmaterial überhaupt Platz hat. Wichtig ist der Abstand zwischen Heizkörper und Wand: Bleiben weniger als drei Zentimeter, staut sich die Wärme, der Heizkörper verliert Leistung, und die Dämmung bringt kaum etwas. In diesem Fall muss der Heizkörper versetzt oder die Nische nur teilweise gedämmt werden. Ebenfalls prüfen: Handelt es sich um eine Außenwand? Nur dann ist Dämmung sinnvoll. Innenliegende Nischen bringen keinen energetischen Vorteil.
Für Ordnung sorgen klare Kategorien statt Stapel. Beschriften Sie Kartons und Gläser mit Inhalt und Datum, sortieren Sie nach Verfallsdatum. Ältere Vorräte nach vorn, neue nach hinten. Durchsichtige Behälter für Mehl, Reis und Zucker schützen vor Motten und zeigen den Bestand auf einen Blick. Giftstoffe wie Reinigungsmittel oder Pflanzenschutz getrennt und verschlossen aufbewahren, nie neben Lebensmitteln. Ein festes Fach für Werkzeug und ein zweites für Getränke verhindern, dass sich alles vermischt.
Nach dem Nachrüsten sollten Sie den Boden einige Tage beobachten. Knarzt oder knistert es weiterhin, war die Lüftung nicht ausreichend. Dann bleibt nur der komplette Austausch der Trittschalldämmung. Wer unsicher ist, zieht eine Fachkraft hinzu, denn unsachgemäße Eingriffe am Vinylboden führen schnell zu dauerhaften Schäden.
Ein häufiger Fehler ist das nachträgliche Bohren von Löchern in den Vinylboden selbst. Das zerstört die Nutzschicht, lässt Feuchtigkeit eindringen und macht die Garantie zunichte. Ebenfalls falsch ist der Einsatz von Bauschaum oder Silikon, um Hohlräume zu füllen. Diese Materialien verhindern die Luftbewegung und können den Boden ungleichmäßig anheben. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt vor dem Verlegen eine dünne, luftdurchlässige Trennlage ein. Bei bereits verlegtem Boden ist das jedoch nicht mehr möglich.
Ein Loch in der Wand entsteht schnell – durch einen Dübel, einen versehentlichen Stoß oder eine alte Befestigung. Bevor gestrichen wird, muss die Öffnung sauber verschlossen werden. Entscheidend ist die Größe: Bis etwa fünf Millimeter Durchmesser reicht meist ein Fertigspachtel. Größere Löcher erfordern mehr Aufwand, sonst zeichnet sich die Reparatur später als Schatten ab. Zunächst den Rand mit einem Spachtel von losen Partikeln und Staub befreien. Ein feuchter Schwamm glättet die Kante, ohne sie auszuwaschen.
Vor dem Überstreichen die reparierte Stelle grundieren. Bei stark saugenden Untergründen eine Tiefengrundierung verwenden. Dann die Wandfarbe nach Herstellerangabe verdünnen und mit einer Rolle oder einem Pinsel auftragen. Nicht nur den Fleck, sondern die gesamte Wandfläche streichen, sonst entsteht ein Farbunterschied. Bei strukturierten Oberflächen (Raufaser) vorher prüfen, ob die Spachtelstelle die gleiche Struktur hat – sonst mit Strukturfarbe angleichen. Nach dem Trocknen der ersten Schicht eventuell ein zweites Mal streichen.
So gehen Sie bei schwimmendem Vinylboden vor Zunächst muss der Boden an einer unauffälligen Stelle geöffnet werden. Dazu lösen Sie vorsichtig die Sockelleisten und ziehen die erste Diele oder Planke heraus. Prüfen Sie, ob sich unter dem Vinyl eine Dampfsperre oder eine Trittschalldämmung befindet. Ist die Dämmung zu dicht oder wurde sie an den Rändern umgeknickt, staut sich die Luft. In diesem Fall reicht oft schon das Zurückschneiden der Dämmung an den Wänden, um einen Luftspalt von etwa einem Zentimeter zu schaffen. Dieser Spalt wird später von der Sockelleiste verdeckt und dient als einfache Lüftungsöffnung.
Rutschhemmende Unterlagen verhindern das Wandern, ohne zu kleben. Diese Matten gibt es als Rollenware oder als einzelne Platten. Sie müssen vollflächig unter den Fliesen liegen. Stoßen die Matten nur aneinander, entstehen Lücken, in denen die Fliesen verrutschen. Ein weiterer typischer Fehler ist das Auslegen auf Teppichboden mit hohem Flor. Die Fliesen haben keinen festen Kontakt und knicken an den Kanten. Bei starkem Flor legst du zuerst eine dünne Hartfaserplatte aus. Das ist mehr Aufwand, verhindert aber das ständige Nachjustieren.
Wenn trotz aller Maßnahmen der hohle Klang bleibt, liegt es oft an einer unebenen Untergrundfläche. Dann hilft nur, den Boden erneut zu öffnen und die Unebenheiten mit einer Ausgleichsmasse zu beseitigen. Eine nachträgliche Lüftung kann das nicht leisten. Prüfen Sie daher vor jedem Eingriff mit einem langen Lineal, ob der Untergrund tatsächlich eben ist. Nur wenn die Luft tatsächlich eingeschlossen ist und nicht durch eine Absenkung entsteht, bringt die Lüftung den gewünschten Erfolg.