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Beim Streichen ist die Vorbereitung entscheidend. Alte Lackreste müssen runter, sonst blättert die neue Schicht. Schleifen Sie mit Körnung 120 vor, spachteln Sie tiefe Kratzer und grundieren Sie anschließend. Für ein sauberes Ergebnis bauen Sie die Tür aus, legen sie flach auf Böcke und streichen in mehreren dünnen Schichten. Ein häufiger Fehler: zu viel Farbe in einem Zug. Das gibt Nasen und läuft in die Fugen. Rollen Sie lieber zweimal dünn als einmal dick. Trocknungszeiten zwischen den Gängen einhalten, sonst wird die Oberfläche fleckig. Bei Innentüren reicht in der Regel ein Lack auf Wasserbasis, bei Außentüren brauchen Sie Wetterschutz.

Der Untergrund muss tragfähig, sauber, trocken und formstabil sein. Geeignet sind mineralische Untergründe wie Beton, Zementestrich, Kalkzement- oder Gipskartonplatten im Trockenbau, sofern sie für Feuchträume zugelassen sind. Lose Putzschichten, alte Farbe, Tapetenreste und haftungsmindernde Trennmittel werden entfernt. Saugfähige Untergründe werden grundiert, um ein zu schnelles Entziehen des Wassers aus der Spachtelmasse zu verhindern. Besonders kritisch sind Bewegungsspalte zwischen verschiedenen Bauteilen, etwa zwischen Wand und Boden oder zwischen Mauerwerk und Trockenbau. Diese Bereiche dürfen nicht starr überspachtelt werden, sondern brauchen eine dauerhaft flexible Trennung.

Bänder, Schlösser und Schließbleche ohne Einbauschnitt montieren Moderne Türtechnik setzt auf aufschraubbare oder einsteckbare Komponenten. Bänder mit Klemm- oder Steckmechanik werden direkt auf den Blendrahmen geschraubt, nicht in die Zarge eingelassen. Schlösser gibt es als Aufschraub- oder als Einstecksystem für vorgefertigte Taschen in der Zarge — die Tasche ist bereits im Werk gefräst, auf der Baustelle wird nur noch gesteckt und verschraubt. Das Schließblech sitzt nicht in einer Aussparung der Wand, sondern auf einem Gegenrahmen aus Metall oder Hartholz, der ebenfalls aufgesetzt wird.

Abdichtung: erst dicht, dann dekorativ Vor dem Mikrozement kommt die Abdichtung. In Nassbereichen wird eine Verbundabdichtung auf den vorbereiteten Untergrund aufgebracht, mit Gewebeeinlage in Ecken, Anschlüssen und Rohrdurchführungen. Wichtig ist, dass die Abdichtung vollflächig und in ausreichender Schichtdicke erfolgt. Typische Fehler sind das Auslassen der Gewebeeinlage, das Abdichten über noch feuchten Untergrund und das Überspachteln der Abdichtung mit zementären Massen, die nicht dafür vorgesehen sind. Die Abdichtung muss trocknen und aushärten, bevor die Grundierung und die erste Mikrozement-Schicht folgen. Wird zu früh weitergearbeitet, entstehen Blasen, Haftungsprobleme und später Undichtigkeiten.

Bewegungsfugen an Wand- und Bodenanschlüssen, an Türzargen und an Übergängen zu anderen Bauteilen müssen erhalten bleiben. Sie werden mit dauerelastischem Material ausgeführt und nicht mit Mikrozement überzogen. Wer diese Fugen starr verschließt, provoziert Risse genau dort, wo später Wasser eindringt. Ebenso problematisch sind direkt angrenzende Heizkörper, Armaturen und Duschprofile, wenn sie ohne Trennung eingebaut werden. Die Fläche braucht Platz, um minimal zu arbeiten, ohne dass die Oberfläche reißt.

Typische Fehler entstehen beim Ausmessen und beim Untergrund. Wer die lichte Weite nur an einer Stelle misst, riskiert, dass der aufgesetzte Rahmen an einer anderen Stelle klemmt. Altbauwände sind selten lotrecht und eben: Der Rahmen muss daher mit Distanzplättchen und Justierschrauben in Waage gebracht werden, bevor endgültig gedübelt wird. Ein weiterer Fehler ist das Verkleben des Rahmens mit Bauschaum ohne mechanische Sicherung — der Schaum trägt nicht, er dichtet nur. Und wer die Fuge zwischen Rahmen und Wand mit starrem Mörtel schließt, holt sich Risse, sobald die Tür bewegt wird.

Wer eine Küche zwischen sechs und zehn Quadratmetern plant, verliert die meiste Fläche nicht an Möbel, sondern an Laufwegen. Der häufigste Fehler: die klassische Dreiecksanordnung aus Herd, Spüle und Kühlschrank auf zu engem Raum nachzubauen. Bei sechs bis acht Quadratmetern funktioniert das Dreieck nur, wenn die Summe der drei Schenkel zwischen 3,5 und 6,5 Metern bleibt. Wird der Weg länger, trägt man jeden Topf zweimal. Zeichne den Grundriss mit exakten Maßen auf Millimeterpapier und markiere Türen, Fenster und Heizkörper, bevor du ein einziges Möbelstück wählst.

Bei der Montage selbst gilt: Erst messen, dann bestellen. Die Breite wird immer an der Stelle genommen, an der das System sitzt, nicht am Fensterflügel. Bei Rollos kommt die Bestellbreite oft der Stoffbreite gleich, die Halterung braucht zusätzlich Platz. Wer zu knapp kalkuliert, bekommt Spalten, durch die Licht fällt. Bei Plissees lässt sich die Höhe meist kürzen, die Breite nicht. Also lieber etwas breiter bestellen und an den Seiten nachjustieren.

Die Planung beginnt daher lange vor dem ersten Auftrag. Zuerst werden die Flächen geprüft, dann die Abdichtung ausgeführt, dann der Untergrund gespachtelt und geschliffen, erst danach folgt Mikrozement. Wer diese Reihenfolge einhält und Trocknungszeiten ernst nimmt, bekommt ein Bad ohne Fugen, das dauerhaft dicht bleibt. Wer Zeit spart, zahlt später mit Rissen, Feuchtigkeitsschäden und einer aufwendigen Sanierung.
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