Vor dem Bohren sollte klar sein, was das Regal tragen soll. Leichte Regale für Gewürze oder CDs halten mit guten Hohlraumdübeln problemlos. Schwere Lasten gehören an die tragenden Profile oder in eine Wand mit anderem Untergrund. Im Neubau sind oft ganze Wände in Trockenbauweise ausgeführt, auch dort, wo man massiv vermuten würde. Wer unsicher ist, prüft mit einem kleinen Testbohrloch an unauffälliger Stelle, was hinter der Platte liegt. Ein kurzer Blick mit der Taschenlampe durch das Loch zeigt oft schon, ob Ständerwerk vorhanden ist.
Elektrische Luftentfeuchter sind wirksam, wenn sie richtig aufgestellt werden. Das Gerät gehört in die Mitte des Raumes, nicht in die Ecke hinter den Schrank. Wichtig ist ein Hygrostat, der die Luftfeuchtigkeit misst und das Gerät bei Erreichen des Zielwerts abschaltet. Ohne diese Steuerung läuft das Gerät stundenlang und trocknet die Raumluft so stark aus, dass Holzmöbel Risse bekommen. Ein typischer Fehler ist der Betrieb im geschlossenen, kleinen Raum ohne Luftwechsel. Die Feuchtigkeit verschwindet dann zwar aus der Luft, sammelt sich aber im Auffangbehälter, der regelmäßig geleert werden muss. Steht das Gerät dauerhaft im Schlafzimmer, sollte die Tür tagsüber offen bleiben.
Ein Staubsauger stirbt selten an Altersschwäche. Meistens geben Motor, Bürste oder Dichtungen auf, weil Staub, Haare und Feuchtigkeit über Monate ungestört arbeiten durften. Wer regelmäßig ein paar Minuten investiert, verhindert die häufigsten Ausfälle und spart sich teure Ersatzteile oder gar ein neues Gerät. Die folgenden Arbeiten sind kein Hexenwerk, kosten kaum Zeit und lassen sich ohne Spezialwerkzeug erledigen.
Nutzen Sie die Rückseite der Küchentür. Ein schmales Regal oder eine Leiste mit Haken schafft Platz für Handtücher, Putzmittel oder Einkaufsbeutel. Achten Sie darauf, dass die Tür vollständig öffnet und das Regal nicht im Weg ist. Auch der Raum über dem Kühlschrank oder über den Oberschränken lässt sich mit passgenauen Boxen nutzen. Dort gehören Dinge hin, die nur selten gebraucht werden: Vorratsgläser, seltene Backformen, Getränkevorräte. Beschriften Sie die Boxen, sonst wird das Suchen zum Zeitproblem.
Beginnen Sie mit der Arbeitsfläche. Alles, was täglich gebraucht wird – Messer, Schneidebretter, Gewürze, Öl – gehört in Reichweite, ohne dass ein Schrank geöffnet werden muss. Alles andere wandert nach oben oder unten. Ein häufiger Fehler: Geräte wie Küchenmaschine oder Mixer bleiben auf der Arbeitsplatte stehen, obwohl sie selten benutzt werden. Räumen Sie sie in einen Unterschrank mit Auszug. Achten Sie darauf, dass schwere Töpfe und Pfannen in Bodennähe bleiben, denn darüber liegende Fächer lassen sich leichter erreichen, wenn das Gewicht nicht über Kopf gehoben werden muss.
Am Ende zählt nicht der Dübel allein, sondern die Kombination aus Untergrund, Befestigungspunkt und Belastung. Ein Regal, das nur an der Gipskartonplatte hängt, sollte niemals als Leiter oder zum Abstützen genutzt werden. Wer sich an diese Regeln hält, kann auch in Mietwohnung und Neubau sicher aufhängen — ohne Angst, dass beim nächsten Umzug das halbe Zimmer an der Wand hängt.
Typische Fehler tauchen immer wieder auf: Erst wird gebohrt, dann überlegt. Wer die Tragkraft eines Dübeltyps nicht kennt, hängt zu viel Gewicht auf. Ein voll beladenes Bücherregal zieht mit großer Hebelkraft an der Wand, besonders wenn es weit von der Wand absteht. Besser sind Regale mit geringer Tiefe und Wandabstand, oder solche, die zusätzlich auf dem Boden stehen. Bei Mietwohnungen kommt hinzu, dass große Löcher später wieder verschlossen werden müssen. Hohlraumdübel hinterlassen Spuren, die sich mit Gipskarton-Reparaturmasse kaschieren lassen — aber nur, wenn die Dübel sauber entfernt werden.
Wenn kein Balken in Reichweite ist: Last verteilen statt punktuell ziehen Zwischen den Profilen bleibt nur die Platte. Hier helfen Hohlraumdübel, auch Kipp- oder Federdübel genannt. Sie spreizen sich hinter der Platte auf und verteilen die Kraft auf eine größere Fläche. Entscheidend ist die richtige Größe: Zu kleine Dübel rutschen durch, zu große passen nicht durch das Bohrloch. Das Bohrloch muss exakt zum Dübel passen, sonst verliert der Dübel seinen Halt. Ein häufiger Fehler ist, mit Gewalt nachzubohren, wenn der Dübel nicht sitzt — dadurch wird das Loch zu groß und der Dübel hält gar nichts mehr.
Zuerst gilt es, das Ständerwerk zu finden. Klopfen zeigt oft schon, wo Balken sitzen: Es klingt dumpf statt hohl. Ein elektronischer Suchscanner liefert genauere Ergebnisse, kostet aber Geld. Alternativ lassen sich starke Magnete nutzen, die auf Metallprofile reagieren. Wer das Ständerwerk trifft, kann mit handelsüblichen Spanplattenschrauben arbeiten — vorausgesetzt, es handelt sich um ein tragfähiges Profil und nicht um dünnes Blech. Bei Holzbalken reicht eine Schraube mit ausreichender Länge, die mindestens vier Zentimeter ins Holz eindringt.