Ein weiterer typischer Fehler ist die Wahl einer zu großen Duschwanne. Je größer die Grundfläche, desto weiter steht man vom Abfluss entfernt, und desto mehr Gefälle ist nötig. Bei niedriger Decke ist eine kompakte Duschfläche von etwa neunzig mal neunzig Zentimetern meist ausreichend. Wer mehr Platz will, sollte eher in die Tiefe als in die Breite planen. Auch die Tür der Duschkabine braucht Höhe: Eine Falttür oder Schiebetür ist bei niedriger Decke oft besser als eine Drehtür, die nach oben ausschwenkt. Wer hier falsch plant, kann die Tür später nicht vollständig öffnen.
Zuerst werden alle Fronten abmontiert. Beschläge, Griffe und Scharniere kommen vollständig ab; Schraublöcher lassen sich später mit passenden Stopfen oder neuen Bohrungen nutzen. Die Oberfläche wird mit einem handelsüblichen Fettreiniger entfettet, danach mit warmem Wasser nachgewischt. Bei lackierten oder folierten Fronten ist Anschleifen Pflicht: Mit Schleifpapier der Körnung 120 bis 180 wird die Oberfläche matt angeraut, nicht durchgeschliffen. Staub anschließend gründlich absaugen und mit einem feuchten Tuch nachwischen.
Beleuchtung und Farbe beeinflussen, wie beengend die Schräge wirkt. Eine helle Wandfarbe und nach oben gerichtetes Licht lassen die niedrige Zone optisch zurücktreten. Hängelampen müssen so tief hängen, dass sie beim Sitzen nicht stören, aber nicht so tief, dass sie die Schräge betonen. Eine Pendelleuchte über der Tischmitte reicht meist aus. Vermeiden Sie schwere dunkle Möbel direkt unter der Schräge, sie drücken den Bereich zusätzlich.
Typische Fehler sind fehlendes Entfetten, zu grobes Schleifen und das Lackieren bei direkter Sonneneinstrahlung. Auch das Überspringen der Grundierung rächt sich: Der Decklack hält dann nicht auf glatten Kunststoffflächen. Ein weiterer Fehler ist das zu frühe Montieren der Fronten. Der Lack braucht je nach Produkt mehrere Tage, bis er vollständig durchgehärtet ist. Wer zu früh anfasst, drückt Fingerabdrücke ein, die sich nicht mehr entfernen lassen.
Grundierung und Lack richtig auftragen Für eine haftfeste Verbindung wird eine Haftgrundierung aufgetragen, die zum vorhandenen Untergrund passt. Bei Holzfronten reicht oft ein Füller, bei Kunststoff oder Folie ist ein spezieller Haftvermittler nötig. Die Grundierung dünn auftragen, nicht in dicken Schichten. Nach dem Trocknen wird leicht angeschliffen, damit der Decklack gleichmäßig aufliegt. Beim Lackieren gilt: zwei bis drei dünne Schichten statt einer dicken. Zwischen den Schichten die angegebene Trockenzeit abwarten, sonst bleibt der Lack weich und bildet später Risse.
Ein weiterer typischer Fehler ist die Verwendung von chemisch behandeltem Holz oder Altholz mit unbekannter Herkunft. Lacke, Lasuren oder Imprägnierungen können Schadstoffe an das Gemüse abgeben. Wer sicher gehen will, verwendet unbehandeltes Holz oder lässt es an der Wetterseite natürlich vergrauen. Ein Anstrich mit Leinölfirnis ist unbedenklich und verlängert die Lebensdauer, ohne die Pflanzen zu belasten.
Gearbeitet wird mit einer Schaumstoffrolle für glatte Oberflächen oder mit einer Lackierpistole für ein feineres Spritzbild. Pinsel eignen sich nur für Kanten und schwer erreichbare Stellen. Rollt man zu schnell, entstehen Bläschen; zu langsam, dann läuft der Lack. In geschlossenen Räumen für Belüftung sorgen, aber Zugluft vermeiden, weil sonst Staub in die nasse Schicht fällt. Trocknen die Fronten bei zu niedriger Temperatur, verlängert sich die Aushärtung erheblich.
Alte Türblätter im Altbau wiegen oft zwischen 30 und 50 Kilogramm. Sie bestehen aus massivem Holz, manchmal mit Füllungen aus Schwerbeton oder mehreren Lagen Sperrholz. Wer sie durch leichte Modelle ersetzen will, muss zunächst prüfen, ob die vorhandene Zarge überhaupt geeignet ist. Die Zarge bleibt in der Regel erhalten, weil sie fest mit dem Mauerwerk verbunden ist. Entscheidend sind drei Maße: die lichte Breite und Höhe der Zarge sowie die Wandstärke. Messen Sie an mehreren Stellen, denn Altbauwände sind selten gerade. Notieren Sie die Werte in Millimetern, bevor Sie ein neues Türblatt kaufen.
Bevor Sie das neue Blatt einhängen, prüfen Sie die Zarge auf Verzug. Legen Sie eine lange Wasserwaage an die Innenseite. Abweichungen von mehr als zwei Millimetern führen dazu, dass das leichte Blatt schleift oder nicht schließt. In diesem Fall müssen Sie die Zarge mit unterlegten Keilen oder neuen Schrauben ausrichten. Alte Schrauben sitzen oft locker im mürben Mauerwerk. Dübel mit größerem Durchmesser oder Injektionsmörtel schaffen Halt. Prüfen Sie auch die Bandtaschen: Leichte Blätter haben oft andere Bandabstände. Neue Bänder können in die alten Taschen gesetzt werden, wenn die Maße stimmen.
Nach dem Trocknen werden die Fronten wieder montiert. Griffe lassen sich dabei versetzen, wenn die alten Bohrlöcher nicht mehr passen. Kleine Unebenheiten im Lack fallen im montierten Zustand kaum auf, solange die Fläche gleichmäßig bedeckt ist. Wer die Schritte einhält und geduldig arbeitet, erhält eine Küche, die wie neu wirkt, ohne dass ein einziges Möbelstück ausgetauscht werden musste.