Bei Spiegeln kommt ein zweites Problem hinzu: Sie hängen nicht frei, sondern liegen oft plan an der Wand. Ein zu weit aus der Wand stehender Dübel drückt den Spiegel nach vorn, und die Halterung verliert den Kontakt. Spiegel benötigen daher flache Aufhänger oder eine Klemmleiste, die die Last auf mehrere Punkte verteilt. Wer einen schweren Spiegel mit zwei Dübeln befestigt, sollte zusätzlich prüfen, ob die Wand überhaupt für die Last ausgelegt ist. Trockenbauwände haben Ständerprofile aus Metall; ein Dübel direkt neben einem Profil hält besser als mitten in der Platte. Ein kurzer Blick hinter die Wand – etwa durch eine Steckdose – zeigt die Lage der Profile.
Für leichte Bilder bis etwa zwei Kilogramm reicht oft ein Metall-Hohlraumdübel, der sich hinter der Platte aufspreizt. Bei Spiegel oder schweren Rahmen muss die Last verteilt werden. Ein einzelner Dübel trägt selten mehr als fünf bis acht Kilogramm, und das auch nur bei korrekter Montage. Zwei Dübel im Abstand von mindestens zwanzig Zentimetern halbieren die Zugkraft pro Befestigungspunkt.
Ein feuchtes Tuch kann Papier glätten, ohne dass ein Bügeleisen zum Einsatz kommt. Der Effekt beruht darauf, dass Feuchtigkeit die Papierfasern aufquellen lässt und sie sich beim anschließenden Trocknen wieder zusammenziehen – dabei verschwinden kleine Knicke. Der Trick funktioniert bei normalem Schreibpapier, bei dünnem Druckpapier und bei Geldscheinen. Bei beschichtetem Papier, Fotopapier oder alten Dokumenten mit Tinte sollten Sie ihn nicht anwenden, weil die Feuchtigkeit die Oberfläche zerstören oder die Schrift verlaufen lassen kann.
Die Tragkraft hängt weniger vom Band selbst als von der Klebefläche ab. Ein Streifen von der Länge der Bilderbreite trägt zuverlässig etwa die Hälfte dessen, was der Hersteller auf der Packung angibt. Bei einem 30 mal 40 Zentimeter großen Rahmen mit Glas sind schnell zwei bis drei Kilogramm Gewicht erreicht. Deshalb gilt: Lieber mehr Klebefläche als zu wenig. Ein einzelner Streifen in der Mitte des Rahmens hält fast nie, weil sich das Gewicht ungleich verteilt. Besser sind zwei parallele Streifen im oberen Drittel oder ein umlaufender Rahmen aus mehreren kurzen Stücken.
Typische Fehler lassen sich vermeiden. Das Band wird zu kurz abgeschnitten, der Untergrund nicht entfettet oder das Bild sofort belastet. Nach dem Ankleben sollte man mindestens eine Stunde warten, bevor der Rahmen sein volles Gewicht bekommt. Beim Ablösen zieht man das Band nie senkrecht von der Wand, sondern parallel und langsam. Ein Fön auf niedriger Stufe erweicht den Kleber und schützt die Farbe. Rückstände lassen sich mit einem Radiergummi oder etwas Speiseöl entfernen, nicht mit scharfen Reinigern.
Wer diese Punkte beachtet, hängt Bilder sicher auf, ohne die Wand zu beschädigen. Die entscheidende Frage bleibt nicht, welches Produkt das stärkste ist, sondern welche Kombination aus Klebefläche, Wandfarbe und Gewicht zusammenpasst.
Die Haltbarkeit wird oft überschätzt. Doppelseitiges Schaumstoffband hält bei guter Verarbeitung Monate bis Jahre, verliert aber bei Wärme an Klebkraft. Über einer Heizung oder in direkter Sonneneinstrahlung kann sich der Kleber verflüssigen und den Rahmen langsam absinken lassen. Klebepads aus elastischem Kunststoff sind temperaturbeständiger und lassen sich beim Ablösen durch Dehnen fast rückstandsfrei entfernen. Wer regelmäßig umdekoriert, sollte zu diesen greifen. Wer ein Bild dauerhaft aufhängen will, nimmt Schaumstoffband und drückt es nach dem Anbringen zehn Sekunden lang kräftig an.
Bilder lassen sich ohne Bohren aufhängen, doch die Wahl des Klebebands entscheidet darüber, ob das Bild nach zwei Tagen auf dem Boden liegt. Zwei Systeme haben sich durchgesetzt: doppelseitiges Schaumstoffband und Klebepads aus elastischem Kunststoff. Beide funktionieren nach demselben Prinzip, unterscheiden sich aber deutlich in Tragkraft und Dauerhaftigkeit. Wer die Unterschiede kennt, vermeidet Frust und abgerissene Farbe.
Vor dem Einsetzen den Bohstaub absaugen. Ein Staubsauger mit Fugendüse reicht. Bleibt Späne im Loch, sitzt der Dübel nicht fest. Beim Eindrehen der Schraube nicht mit Gewalt arbeiten: Der Dübel spreizt sich hinter der Platte, und man spürt den Widerstand deutlich. Wer zu fest dreht, reißt den Karton von innen auf – der Halt ist dann zerstört, ohne dass man es von außen sieht.
Die Gehzone im Flur reicht etwa von der Türzarge bis zur gegenüberliegenden Wand und ist selten breiter als eineinhalb Meter. Alles, was unterhalb von 130 Zentimetern hängt, wird beim Durchgehen gestreift – mit Schulter, Tasche oder Jacke. Das ist nicht nur lästig, sondern beschädigt auf Dauer Rahmen und Wand. Unter 130 Zentimetern gehört im Flur deshalb nichts, was vorsteht. Flache Bilder sind unproblematisch, alles mit Glas, tiefem Passepartout oder dickem Keilrahmen sollte darüber liegen.
Eine zuverlässige Methode ohne Stromprüfer ist die sogenannte „Leitungssuchfunktion" per Smartphone-App. Sie nutzt den Magnetsensor des Telefons, um Metall zu erkennen. Das funktioniert nur bei stromführenden Leitungen, die ein Magnetfeld erzeugen – bei abgeschalteten Stromkreisen versagt sie. Deshalb ist es wichtig, vorher alle Sicherungen einzuschalten. Noch besser: Schalte einen Verbraucher in dem betreffenden Stromkreis ein, etwa eine Lampe. Fließt Strom, ist das Magnetfeld stärker und die App schlägt eher an. Das ersetzt zwar keinen professionellen Leitungssucher, kann aber als zusätzliche Kontrolle dienen.