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Entscheidend ist die Menge und die freie Oberfläche. Eine einzelne Lehmwand hinter dem Sofa bringt wenig. Erst wenn mehrere Quadratmeter ungestrichener oder mit Lehmfarbe behandelter Fläche vorhanden sind, kann der Baustoff arbeiten. Als Faustregel gilt: Mindestens eine vollständige Wandfläche pro Raum sollte aus Lehm bestehen, besser zwei. Wer nur eine Nische verputzt, darf keine Wunder erwarten. Wichtig ist außerdem, dass der Lehm atmen kann. Dispersionsfarben, Tapeten oder Kunstharzlacke verschließen die Poren und machen den Effekt zunichte.

Ein häufiger Fehler ist falsch dosierter Reiniger. Zu viel Konzentrat hinterlässt Schlieren, die man erst nach dem Trocknen sieht. Deshalb nach dem Wischen mit klarem Wasser nachgehen. Ein weiterer Fehler: nasse Tücher längere Zeit auf der Platte liegen lassen. Das schadet Holz und Laminat, bei Stein kann es bei empfindlichen Sorten zu Wasserflecken führen. Nach dem Abwischen die Fläche immer trocken nachreiben.

Holz-Arbeitsplatten sind empfindlich gegenüber Feuchtigkeit. Schon ein stehendes Wasserglas hinterlässt nach Stunden einen dunklen Rand, der sich tief in die obersten Fasern zieht. Deshalb gilt: Nach jedem Kontakt mit Wasser sofort trocken wischen. Für die regelmäßige Reinigung reicht ein feuchtes Tuch mit einem Spritzer mildem Spülmittel. Hartnäckige Flecken lassen sich mit einem Gemisch aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Essigessenz abwischen, danach mit klarem Wasser nachwischen und trockenreiben. Wer die Platte zusätzlich pflegen will, ölt sie zwei- bis dreimal im Jahr dünn mit Leinölfirnis oder einem lebensmittelechten Holzöl. Vorher die Fläche gründlich entfetten, sonst zieht das Öl nicht ein. Zu viel Öl ist ein typischer Fehler: Es bleibt als klebriger Film liegen und zieht Staub an. Ein dünner Auftrag mit fusselfreiem Tuch, nach einer Stunde Überstand abnehmen, genügt. Keine Möbelpolitur oder Wachse verwenden, die Silikone enthalten, sie versiegeln die Poren und führen später zu fleckiger Oberfläche.

Wenn die Fuge schwarz ist und tief sitzt, hilft kein Reiniger mehr. Dann muss das alte Silikon vollständig entfernt werden. Nutze dafür einen Fugenkratzer oder ein scharfes Messer. Entferne alle Reste, reinige die Fuge mit Alkohol und lass sie vollständig trocknen. Neues Silikon hält nur auf trockenem Untergrund. Wer diese Reihenfolge einhält, hat länger Ruhe vor Schimmel und Undichtigkeiten.

Der TRICK mit der BLINDNIETE, den jeder HEIMWERKER kennen sollte!  | Jonas WinklerEin weiterer Fehler ist die falsche Pflege. Ein stark ausgesaugter oder nass gewischter Teppich verliert mit der Zeit an Volumen und Dämmwirkung. Regelmäßiges Saugen mit niedriger Leistung und gelegentliches Aufbürsten erhalten den Flor. Bei Tierhaaren oder Allergien sind dichte, kurzflorige Teppiche mit schallabsorbierendem Rücken sinnvoller als lange Flokati-Oberflächen, die sich schnell zusetzen. Wer den Boden nur teilweise auslegt, etwa als Läufer zwischen Sofa und Tür, sollte die Hauptwege und den Bereich unter Stühlen und Tischen abdecken, weil dort der meiste Trittschall entsteht.

Die Höhe der Möbel entscheidet mit. Ein Raum mit ausschließlich hohen Schränken und Regalen wirkt wie ein geschlossener Kasten. Die warme Luft sammelt sich oben, die kühle bleibt unten – der Raum wird oben zu warm und unten zu kalt. Tiefe Regale, Sitzbänke und niedrige Kommoden lassen die Luft besser wandern. Ein einzelnes hohes Möbelstück ist kein Problem, mehrere dicht nebeneinander schon.

Die Trocknung dauert je nach Schichtdicke mehrere Tage bis Wochen. In dieser Zeit sollte der Raum nicht komplett abgedichtet werden. Stoßlüften ist besser als Dauerkipplüften, weil sonst die Oberfläche zu schnell austrocknet und Spannungsrisse entstehen. Kleine Haarrisse sind normal und kein Mangel. Größere Risse deuten auf zu schnelles Trocknen oder falsche Mischung hin. Wer unsicher ist, sollte eine Probefläche anlegen und das Trocknungsverhalten beobachten, bevor die ganze Wand verputzt wird.

Was bei Laminat und Stein wirklich schadet Laminat-Arbeitsplatten bestehen aus einer Trägerplatte mit Dekorschicht und einer dünnen Kunststoffversiegelung. Sie vertragen keine stehende Nässe, besonders nicht an den Stoßkanten. Ein Essig- oder Zitronenreiniger greift die Oberfläche an und macht sie stumpf. Besser ist ein nebelfeuchtes Mikrofasertuch mit lauwarmem Wasser, bei Bedarf mit einem Tropfen pH-neutralem Reiniger. Nie scheuern, nie mit Dampfreiniger arbeiten. Kratzer entstehen schnell durch Schneiden ohne Unterlage; ein Schneidebrett ist Pflicht, nicht nur Komfort. Bei Fugen regelmäßig prüfen, ob das Silikon noch dicht ist. Ist es rissig, dringt Wasser in die Trägerplatte ein und die Platte quillt auf, was sich nicht mehr reparieren lässt.

Zunächst muss geklärt werden, welcher Lärm überhaupt gedämpft werden soll. Trittschall entsteht, wenn jemand über den Boden geht, Gegenstände abstellt oder Stühle verrückt. Luftschall dagegen sind Stimmen, Musik oder Fernsehton, die durch Wände und Decken dringen. Ein Teppich mit dichtem Flor und schwerem Rücken dämpft vor allem Trittschall und den Hall im eigenen Raum. Gegen laute Musik von oben hilft er kaum. Wer das verwechselt, investiert in die falsche Lösung und wundert sich, dass sich nichts ändert.
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