Ein weiteres Hilfsmittel ist ein dünner Nagel oder eine Stricknadel. Lässt sich der Nagel leicht und weit hineinschieben, spricht das für eine Hohlwand. Stoppt er nach wenigen Millimetern, ist die Wand massiv. Diese Prüfung ersetzt keine Klopfprobe, ergänzt sie aber. Achtung: In einer Hohlwand kann der Nagel auf ein Stromkabel oder eine Wasserleitung treffen. Vor jedem Stich mit dem Nagel sollte die Wand daher auf Leitungen geprüft werden, etwa mit einem Leitungssucher.
Zuerst wird die Bilderleiste mit Dübeln und Schrauben in der Wand befestigt, nicht mit den mitgelieferten Nägeln. Bei einem Makramee-Wandbehang zieht das Gewicht nach unten und leicht nach vorn. Eine Leiste, die nur in der Tapete oder im Gipskarton hängt, gibt nach. In Massivwände kommen Dübel, in Gipskarton spezielle Hohlraumdübel. Die Leiste muss auf ganzer Länge aufliegen, sonst biegt sie sich in der Mitte durch.
Wer sich nach Klopfprobe und Bohrmehl unsicher bleibt, bohrt zunächst mit einem kleinen Durchmesser. Ein 4-mm-Loch verursacht kaum Schaden und lässt sich leicht verschließen. Erst wenn das Material eindeutig bestimmt ist, folgt der endgültige Dübel. Typische Fehler sind zu große Bohrlöcher, falsche Dübel für Hohlwände und das Ignorieren von Leitungen. Wer diese Punkte beachtet, befestigt sicher und vermeidet Schäden an der Wand.
Ein Spotlight, das nur 10 oder 15 Zentimeter vom Rahmen entfernt sitzt, wirft einen deutlichen Schatten des Rahmens nach unten. Das Bild selbst erscheint dann dunkler als die Wand daneben. Besonders bei Rahmen mit breiter Leiste oder bei Passepartouts fällt dieser Fehler sofort auf. Ein weiterer typischer Irrtum ist der Glaube, ein einzelner starker Strahler reiche für ein großes Bild. Ab etwa 80 Zentimetern Breite benötigt man zwei Strahler, sonst entsteht in der Mitte ein dunkler Fleck. Auch der Abstand zur Wand selbst spielt eine Rolle: Ein Strahler, der zu nah an der Wand sitzt, erzeugt einen grellen Lichtkegel mit sichtbarer Kante.
Ein häufiger Fehler ist die Orientierung an der Zimmerdecke. Wer von oben nach unten rechnet – etwa „zwanzig Zentimeter unter der Decke" – landet bei hohen Fluren weit über der Gehzone und bei niedrigen Decken mitten darin. Rechnen Sie immer vom Boden nach oben, nie von der Decke nach unten. Der zweite typische Fehler ist die Angleichung an Türhöhen. Türen sind meist über zwei Meter hoch; ein Bild auf dieser Linie wirkt im Vorbeigehen wie ein Teil der Architektur und verliert seine Wirkung als eigenständiges Element.
Ein gerichteter Lichtkegel auf einem Bild lenkt den Blick sofort dorthin, wo er hin soll. Das Problem entsteht, wenn derselbe Kegel auch die Wand, den Boden oder die Decke daneben trifft und dort eine helle Fläche hinterlässt. Der Kontrast kippt dann ins Gegenteil: Das Motiv wirkt dunkel, weil das Umfeld zu hell ist. Die Lösung liegt nicht in mehr Leistung, sondern in engerer Führung, weicherem Übergang und besserer Position.
Der richtige Dübel entscheidet über den Ha
Das Bohrmehl verrät mehr als der Klang Beim Bohren mit einem Steinbohrer zeigt sich das Material am Bohrmehl. Bei einer Massivwand entsteht feiner, gleichmäßiger Staub, der sich mit dem Finger kaum zerdrücken lässt. Bei einer Hohlwand fällt das Bohrmehl spärlich aus, oft sind Gipskartonreste oder kleine Papierfetzen darunter. Ein weiteres Zeichen: Der Bohrer läuft in der Hohlwand plötzlich durch, nachdem er die erste Schicht durchdrungen hat. In einer Massivwand bleibt der Widerstand gleichmäßig hoch.
Ein häufiger Fehler ist der falsche Bohrer. Wer mit einem Holzbohrer in eine Gipskartonwand geht, reißt die Oberfläche aus und bekommt keine saubere Bohrung. Für Hohlwände eignet sich ein scharfer Bohrer mit feiner Spitze, für Massivwände ein Hammerbohrer. Auch die Drehzahl sollte angepasst werden: In Gipskarton dreht man langsam und ohne Schlag, in Beton mit Schlag und höherer Drehzahl. Wer den Schlagmodus bei einer Hohlwand einschaltet, zerstört das Ständerwerk und die Wandfläche.
Bei der Klopfprobe wird mit dem Knöchel oder dem Griff eines Schraubendrehers leicht gegen die Wand geklopft. Eine massive Wand klingt dumpf und kurz, der Ton wird kaum reflektiert. Eine Hohlwand klingt hell und hohl, fast wie eine Trommel. Wichtig ist, an mehreren Stellen zu klopfen, denn eine Wand kann teilweise massiv und teilweise hohl sein. Wer nur einmal klopft, zieht oft den falschen Schluss. Auch die Raumakustik täuscht: In einem leeren Raum klingt jede Wand hohler als in einem möblierten.
Bevor ein Dübel gesetzt oder ein Regal befestigt wird, muss klar sein, woraus die Wand besteht. Eine Massivwand aus Mauerwerk oder Beton trägt schwere Lasten anders als eine Hohlwand aus Gipskarton mit Ständerwerk. Die Klopfprobe liefert den ersten Hinweis, das Bohrmehl bestätigt ihn. Beide Methoden sind einfach, kosten nichts und verhindern teure Fehlbohrungen.