
Aufschütteln ist der Schritt, den die meisten vergessen. Kissen und Sitzpolster setzen sich mit der Zeit platt, weil die Füllung nach unten rutscht und verfilzt. Einmal pro Woche jedes Kissen greifen, kräftig durchkneten und in die Ecken drücken, in denen sich die Füllung sammelt. Bei Federkernkissen hilft es, sie auf die Kante zu stellen und leicht fallen zu lassen. Bei Schaumstoffkissen drückt man die Luft von der Mitte nach außen, ohne zu reißen. Das Aufschütteln sollte vor dem Absaugen passieren, weil dabei Staub aufsteigt, der sonst liegen bleibt.
Für den Alltag hilft es, das Leder regelmäßig zu imprägnieren, bevor es überhaupt mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt. Eine Imprägnierung ersetzt zwar nicht den Regenschutz, verlangsamt aber das Eindringen von Nebel und Spritzwasser. Wichtig ist, die Imprägnierung auf sauberem, trockenem Leder aufzutragen und sie vollständig einziehen zu lassen. Wer sein Leder nach jedem Tragen kurz abwischt und an der Luft trocknen lässt, verhindert, dass sich Feuchtigkeit über Tage hinweg sammelt. So bleibt das Material geschmeidig und die typischen Schäden durch Nebel oder Nässe entstehen gar nicht erst.
Wer seine Sitzpolster regelmäßig absaugt und gelegentlich mit einem feuchten Tuch abwischt, tut bereits viel für die Optik. Doch die eigentliche Alterung findet auf der Unterseite statt. Dort sammeln sich Staub, Feuchtigkeit und Abrieb – oft über Jahre unbemerkt. Die Folge: Das Polster verliert an Form, der Bezug wellt sich, und der Schaumkern beginnt zu müffeln. Wer nur die Sichtfläche pflegt, schiebt die Probleme lediglich vor sich her.
Reihen bedeutet, dass Sie die Reinigungsbewegung in einer einzigen, gleichbleibenden Richtung ausführen – immer vom Rand zur Mitte oder von oben nach unten. Entscheidend ist, dass Sie den Schmutz nicht hin und her schieben, sondern mit jedem Zug aus dem Stoff herausbefördern. Arbeiten Sie in kurzen, überlappenden Bahnen. Setzen Sie den Reiniger am Rand an und ziehen Sie das Tuch oder die Bürste in einer Linie über die Fläche. Heben Sie das Werkzeug am Ende der Bahn an, statt zurückzufahren. So vermeiden Sie, dass gelöster Schmutz wieder in die Fasern gedrückt wird.
Zur Vorbeugung gehört auch der Untergrund. Ein dünnes, atmungsaktives Vlies zwischen Polster und Rahmen reduziert die Reibung und nimmt Feuchtigkeit auf. Wechseln Sie dieses Vlies regelmäßig aus, sonst wird es selbst zur Staubfalle. Prüfen Sie außerdem die Befestigung: Lose Klettverschlüsse oder abgenutzte Gummifüße führen dazu, dass das Polster verrutscht und die Unterseite zusätzlich beansprucht wird. Kleine Filzgleiter an den Auflagepunkten können den Abrieb deutlich verringern.
Wenn nach dem Nachziehen aller Schrauben, dem Richten der Bügel und dem Ausrichten der Auflagen das Quietschen bleibt, ist wahrscheinlich eine Feder gebrochen oder dauerhaft verformt. In diesem Fall lässt sich der Federkern nicht mehr sinnvoll reparieren. Ein Austausch einzelner Federn ist bei den meisten Modellen nicht vorgesehen und wäre auch nicht dauerhaft stabil. Dann bleibt nur der Neukauf – aber erst nachdem alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.
Warum die Faserrichtung den Unterschied macht Jeder Stoff hat eine Web- oder Strichrichtung. Bei Samt, Velours oder Fleece ist sie deutlich sichtbar, bei dicht gewebter Baumwolle weniger. Kreisen quer zur Faserrichtung bricht die feinen Härchen und hinterlässt matte, ausgefranste Stellen. Reihen entlang der Faserrichtung hingegen legt die Härchen an, ohne sie zu knicken. Besonders bei Möbelpolstern aus Mikrofaser oder bei Teppichen mit hohem Flor ist das der Unterschied zwischen einem gleichmäßigen und einem fleckigen Ergebnis. Prüfen Sie vor dem Reinigen mit der Hand, in welche Richtung sich der Stoff glatt anfühlt – das ist die Richtung, in der Sie arbeiten sollten.
Nicht immer ist der Schaumstoff schuld. Bei Federkernpolstern kann eine gebrochene Feder oder eine gelöste Aufhängung den Eindruck erwecken, der Schaum sei durchgesessen. Klopfe die Sitzfläche ab und horche auf metallische Geräusche. Federkern lässt sich in vielen Fällen neu bespannen, während Schaumstoff meist ersetzt werden muss. Wer die Ursache falsch einschätzt, tauscht den Schaum aus und wundert sich, dass die Mulde bleibt.
Wer Polster, Teppiche oder empfindliche Kleidungsstücke reinigt, neigt intuitiv zu kreisenden Bewegungen. Das liegt daran, dass wir beim Wischen auf glatten Flächen wie Fensterglas oder Spiegeln mit Kreisen ein sauberes Ergebnis erzielen. Auf Stoff funktioniert diese Technik jedoch anders. Die Fasern liegen in einer Richtung, und eine kreisende Bewegung drückt Schmutz nicht heraus, sondern reibt ihn seitlich in das Gewebe. Hinzu kommt, dass die Borsten oder das Tuch in ständig wechselnden Winkeln über die Oberfläche gleiten. Dadurch werden einzelne Fasern in verschiedene Richtungen gezogen, verheddern sich und die Oberfläche wird rau.
Ein häufiger Fehler ist zu viel Feuchtigkeit. Kreisen verleitet dazu, die Stelle immer wieder zu bearbeiten, weil der Fleck nicht sofort verschwindet. Dabei dringt Flüssigkeit tiefer ein und kann Rückstände oder Wasserflecken hinterlassen. Reihen zwingt zu einem disziplinierten Vorgehen: ein Zug, dann weiter. Tupfen Sie überschüssige Feuchtigkeit sofort mit einem trockenen Tuch ab. Bei hartnäckigen Flecken wiederholen Sie den Vorgang lieber in mehreren Durchgängen mit kurzen Pausen, statt kreisend auf einer Stelle zu bleiben.