Bettwäsche richtet sich nach dem Matratzenmaß, nicht nach dem Rahmen. Für 90x200 cm und 100x200 cm reicht die Größe 135x200 cm für das Spannbettlaken, das Bettlaken bleibt bei 90x200 cm oder 100x200 cm. Ab 140x200 cm wird die Bettwäsche teurer und schwerer zu finden. Für 160x200 cm und 180x200 cm gibt es Spannbettlaken in genau diesen Maßen, ein 200x200-cm-Laken lässt sich mit Spanngummis anpassen. Wer bei 200x200 cm spart, merkt es nachts: Das Laken rutscht in der Mitte hoch.
Bevor du Material kaufst, miss drei Dinge an deinem Bett: die Breite der Matratze plus Rahmen, die Höhe der Matratzenoberkante und den Abstand von dieser Kante bis zur Wand. Die Ablagetiefe sollte zwischen 15 und 20 Zentimetern liegen. Alles darüber wird zur Sammelstelle für Dinge, die du nie wieder anfasst, und erschwert das Greifen im Liegen. Die Ablagehöhe setzt du etwa 10 bis 15 Zentimeter über die Matratzenoberkante. So stößt du mit dem Kopf nicht an, kommst aber ohne Aufstehen an das Buch.
Die wichtigste Funktion des Toppers ist der Ausgleich zwischen Matratze und Körper. Boxspring-Matratzen sind in der Regel straffer gefedert als herkömmliche Matratzen, weil sie das Gewicht des gesamten Bettes tragen. Ohne Topper drücken die Federkerne punktuell und erzeugen Druckstellen an Schulter, Hüfte und Ferse. Der Topper verteilt dieses Gewicht auf eine größere Fläche. Achte darauf, dass die Dicke zum Körpergewicht passt: Bei 60 bis 80 Kilogramm reichen sechs bis acht Zentimeter, bei mehr Gewicht sollten es mindestens zehn Zentimeter sein. Ein zu dünner Topper wirkt wie eine Bettdecke, ein zu dicker lässt die Matratzenfederung nicht mehr durch.
Die Auflagefläche richtig aufbauen Für die Ablage eignet sich Massivholz besser als beschichtete Platten, weil Getränkeränder und Feuchtigkeit auf Dauer sichtbar bleiben. Ein durchgehendes Brett über die gesamte Bettbreite ist stabiler als zwei schmale Segmente, die in der Mitte durchhängen. Wenn das Kopfteil gepolstert ist, plane die Ablage als separate Konsole davor, nicht als Ausschnitt im Polster. Ein Ausschnitt sammelt Staub, und die Polsterkante franst mit der Zeit aus. Verschraube die Konsole immer in Wand oder Bettrahmen, nicht nur im Kopfteil selbst. Ein Kopfteil aus dünnem Sperrholz trägt keine Getränke und keine schweren Bücher.
Bevor du mit dem Schraubenschlüssel arbeitest, drehst du die Matratze und den Lattenrost aus dem Rahmen. Nur so kommst du an alle Verbindungen heran, ohne dich zu verrenken. Leg den Rahmen auf eine weiche Unterlage, damit du keine Kratzer in den Boden oder ins Holz machst. Nimm dir Zeit und schau dir jede Verbindung an. Nicht jede Schraube ist gleich – manche sind in Dübel gedreht, andere gehen durch Metallwinkel oder Exzenterverbindungen. Prüfe zuerst mit der Hand, ob sich eine Schraube leicht drehen lässt. Wenn ja, ist sie locker.
Die Dachschräge selbst erfordert zusätzliche Aufmerksamkeit. Wenn das Bett parallel zur Schräge steht, also mit dem Kopfende an der niedrigen Wand, ist der Abstand zur Wand oft unproblematisch. Steht das Bett jedoch quer, also mit der Längsseite unter der Schräge, muss der Abstand an der niedrigsten Stelle gemessen werden. Ein häufiger Fehler ist, den Abstand an der höchsten Stelle zu messen und dann davon auszugehen, dass es überall passt. Das führt dazu, dass das Bett an der niedrigen Seite anstößt oder gar nicht erst hineinpasst. Wer unsicher ist, sollte den Bereich mit Kreppband auf dem Boden markieren und die Höhe an mehreren Punkten prüfen.
Zieh die Schrauben künftig einmal im Jahr nach, am besten beim Wechsel der Bettwäsche. So bleibt der Rahmen stabil, und das Knarzen kommt gar nicht erst wieder. Wenn eine Schraube trotz Nachziehen immer wieder locker wird, ist das Gewinde ausgeschlagen. Dann setzt du einen Holzdübel mit Leim in das Loch und drehst die Schraube neu hinein. Das hält länger als jedes Nachziehen.
Ein knarzendes Bett ist meist kein Grund, gleich einen neuen Rahmen zu kaufen. In den allermeisten Fällen sind lockere Schraubverbindungen die Ursache. Holz arbeitet mit der Zeit, die Feuchtigkeit im Schlafzimmer schwankt, und jede Bewegung im Bett setzt die Verbindungen unter Spannung. Irgendwann geben die Schrauben nach, das Holz reibt aufeinander, und das Geräusch entsteht. Wer die Schrauben am Bettrahmen nachzieht, beseitigt das Problem oft dauerhaft.
Ein guter Zeitpunkt zum Nachziehen ist der Wechsel der Bettwäsche. Einmal im Monat reicht bei den meisten Betten aus. Bei älteren Rahmen oder solchen aus weichem Holz kontrolliere die Schrauben alle zwei Wochen. Verwende niemals Schraubensicherungslack oder Klebstoff, wenn du das Bett später zerlegen willst. Ein Tropfen Holzleim im Dübel kann eine dauerhafte Verbindung schaffen, macht aber ein späteres Lösen fast unmöglich.
Welche Schrauben zuerst nachziehen Beginne an den Ecken. Die vier Eckverbindungen tragen die Hauptlast und lockern sich am häufigsten. Ziehe sie über Kreuz an, also erst vorne links, dann hinten rechts, dann vorne rechts, dann hinten links. So vermeidest du, dass sich der Rahmen verzieht. Danach kommen die Querstreben und der Mittelholm an die Reihe. Dreh jede Schraube nur so fest, dass sie stramm sitzt. Mit Gefühl, nicht mit Gewalt. Holz gibt nach, und eine überdrehte Schraube hält schlechter als eine handfeste.