Zunächst die Grundregel: Je breiter das Bett, desto mehr Last verteilt sich und desto wichtiger wird ein enger Lattenabstand in der Mitte. Bei einer Bettbreite von 90 Zentimetern genügt meist ein Abstand von etwa acht Zentimetern zwischen den Latten. Bei 140 Zentimetern Breite sollte der Abstand auf sechs bis sieben Zentimeter sinken, weil zwei Personen unterschiedlich stark einsinken und die Matratze sonst punktuell aufliegt.
Beim Einsetzen neuer Leisten auf die Position der Kappen und der Mittelauflage achten. Viele Leisten sind mit farbigen Markierungen versehen, die die Härte anzeigen. Diese Markierungen gehören nach oben, damit sie später sichtbar bleiben. Wer Leisten verschiebt, sollte die Reihenfolge exakt einhalten. Ein weiterer typischer Fehler: die Leisten bündig mit dem Rahmen abschließen zu lassen, obwohl sie in ihren Aufnahmen leicht beweglich sein müssen. Nur so können sie federn.
Die Einstiegshöhe ist der Abstand zwischen Fußboden und Oberkante der Matratze. Sie entscheidet darüber, ob man morgens leicht aus dem Bett kommt oder sich jeden Tag abmüht. Als grober Richtwert gilt: Die Bettkante sollte etwa auf Höhe der Kniekehle liegen, wenn man aufrecht davor steht. Bei den meisten Erwachsenen sind das zwischen 45 und 55 Zentimetern. Wer kleiner ist, braucht eine niedrigere Kante, wer größer ist, eine höhere. Diese Faustregel ersetzt aber keine individuelle Prüfung, denn Beinlänge, Kraft und Gleichgewicht spielen eine ebenso große Rolle.
Ein Bettrahmen hält nur so gut wie seine Eckverbindungen. Wer selbst baut oder ein älteres Bett repariert, steht vor der Wahl: Metallbeschlag, Steckverbindung oder einfache Verschraubung. Jede Methode hat eigene Vor- und Nachteile, und keine davon verzeiht Pfusch. Entscheidend sind nicht die Kosten, sondern die Kräfte, die im Alltag auf die Ecken wirken – beim Sitzen auf der Kante, beim Schieben des Bettes, beim Verdrehen im Schlaf.
Der Abstand der Latten im Lattenrost entscheidet mit darüber, wie gut eine Matratze aufliegt und wie lange sie ihre Form behält. Viele kaufen zuerst die Matratze und suchen dann irgendeinen Rost, der halbwegs ins Bettgestell passt. Genau hier entstehen die meisten Fehler. Wer den Lattenabstand zur Bettbreite und zum Matratzentyp passend wählt, verhindert durchhängende Liegeflächen und Druckstellen.
Ein häufiger Fehler ist der Kauf eines Rosts mit festem, grobem Abstand, weil er günstig erscheint. Bei einer 200 Zentimeter breiten Liegefläche und nur sieben Zentimetern Abstand entstehen schnell Lücken, in die die Matratze einsinkt. Prüfen lässt sich das einfach: Matratze auflegen, mit der flachen Hand in die Mitte drücken und schauen, ob sich Mulden zwischen den Latten bilden. Ist das der Fall, ist der Abstand zu groß für diese Breite.
Unabhängig von der Methode gilt: Die Ecke muss auf Druck, Zug und Verdrehung geprüft werden. Belasten Sie den fertigen Rahmen testweise diagonal, bevor Sie die Matratze einlegen. Knarzt oder bewegt sich etwas, ist die Verbindung nicht ausreichend. Ein häufiger Fehler ist auch das Vergessen der Hinterlüftung: Wer den Beschlag vollflächig verleimt, kann ihn später nicht mehr nachziehen. Lassen Sie Schraubverbindungen immer zugänglich, damit sie nach Jahren nachgezogen werden können.
Der klassische Eckbeschlag aus Flachstahl oder Aluminium wird in die ausgefrästen Taschen von Längs- und Querholm eingesetzt. Wichtig ist, dass die Ausfräsung exakt zur Beschlagstärke passt: zu eng, und der Holm reißt beim Einpressen; zu locker, und das Bett wackelt trotz Schrauben. Setzen Sie den Beschlag immer so, dass die Schraubenachsen nicht in einer Faserlinie liegen, sondern versetzt. Vier Schrauben pro Schenkel sind Minimum, sechs bis acht bei massivem Hartholz. Vorbohren mit dem Durchmesser des Schraubenkerns verhindert das Aufplatzen des Holzes.
Die Matratze braucht Luft. Ein niedriges Bett mit durchgehendem Bodenbrett ohne Lüftungsschlitze führt zu Schimmelgefahr, besonders in kleinen, schlecht geheizten Schlafzimmern. Lattenrost mit Abstand zum Boden oder ein Rahmen mit offenen Seiten sind die sicherere Lösung. Prüfe außerdem, ob die Matratze seitlich verrutschen kann – bei niedrigen Betten ohne umlaufende Kante passiert das häufiger als bei hohen Gestellen.
Wer Bettbreite, Matratzenhärte und Lattenabstand aufeinander abstimmt, merkt den Unterschied sofort. Ein zu großer Abstand lässt sich später kaum ausgleichen, ein zu enger kostet nur unnötig Geld und Gewicht. Deshalb gilt: erst Bettbreite und Nutzung klären, dann den Rost mit passendem Abstand wählen, nicht umgekehrt.
Warum die Bettbreite allein nicht reicht Die Bettbreite ist nur ein Faktor. Entscheidend ist auch das Gewicht, das auf dem Rost liegt. Eine 160 Zentimeter breite Liegefläche mit zwei schweren Personen braucht mehr Auflagepunkte als dieselbe Breite mit einer leichten Person. Als Orientierung gilt: Ab 140 Zentimetern Breite sind sechs Zentimeter Lattenabstand sinnvoll, ab 180 Zentimetern besser fünf Zentimeter. Wer sehr weiche Matratzen nutzt, sollte ebenfalls enger wählen, damit die Matratze nicht zwischen den Latten durchsackt.