
Wie lange das dauern sollte, hängt nicht von der Uhr ab, sondern von den Bedingungen. Bei trockener Heizungsluft und guter Durchlüftung reichen oft zwei bis vier Stunden. In feuchten Räumen, im Sommer bei schwüler Witterung oder im Keller können acht bis zwölf Stunden nötig sein. Ein einfacher Test: Die Bettwäsche an einer Stelle zusammenfalten und nach zehn Minuten wieder öffnen. Fühlt sich die Innenseite kühl und klamm an, braucht sie noch Zeit. Ist sie lauwarm und trocken, kann sie bezogen werden.
Viele verlassen sich auf die Anzeige des Trockners. Diese zeigt jedoch nur die programmierte Zeit oder einen groben Feuchtigkeitswert an, nicht die tatsächliche Restfeuchte in der gesamten Wäsche. Besonders bei großen Bettbezügen bleibt der innere Teil oft feucht, während die Außenseite trocken ist. Reduziere die Beladung, damit die Luft zirkulieren kann, und wähle ein Programm mit längerer Abkühlphase. Nach dem Trockner die Wäsche sofort entnehmen, nicht darin liegen lassen.
Bei Auflagen, die auf mineralischen Untergründen liegen, ist eine diffusionsoffene Konstruktion fast immer die bessere Wahl. Das bedeutet: Der Aufbau muss nach oben hin durchlässiger werden. Eine dünne, saugfähige Auflage ohne darunterliegende Sperre kann Feuchtigkeit kurzfristig aufnehmen und wieder abgeben, solange sie rundum belüftet wird. Wird sie jedoch an den Rändern abgedichtet oder mit einer Folie abgedeckt, staut sich die Feuchtigkeit. Typisch sind feuchte Ränder und Schimmel an den Stoßkanten.
Wer eine Auflage auf einem bereits feuchten Untergrund retten will, sollte zuerst die Ursache beseitigen. Das heißt: Wasserzufuhr stoppen, Untergrund trocknen, erst dann die Auflage wieder einbauen. Ein häufiger Irrtum ist der Glaube, eine Auflage trockne den Boden von selbst. Sie tut das nicht. Sie verteilt die Feuchtigkeit nur großflächig und hält sie länger. Kontrolliere deshalb nach dem Einbau regelmäßig die Unterseite der Auflage und die Randbereiche. Feuchte Stellen oder muffiger Geruch zeigen, dass die Konstruktion nicht funktioniert. Dann hilft nur ein anderer Aufbau, nicht eine weitere Schicht.
Das Aufschütteln ist keine geheimnisvolle Prozedur. Man nimmt die Bettdecke oder das Kissen an zwei gegenüberliegenden Ecken, hebt sie an und schüttelt sie kräftig aus. Entscheidend ist, dass die Füllung dabei in Bewegung gerät und sich wieder gleichmäßig verteilt. Bei Kissen greift man beide Längsseiten und schlägt sie mehrmals kräftig gegeneinander. Bei Decken funktioniert das Ausschütteln am besten, wenn man sie vorher aufschüttelt und dann über eine Stuhllehne oder ein Geländer hängt, damit die Füllung nachrutschen kann.
Der letzte Schritt ist das Zusammenlegen. Erst wenn alle Tests negativ sind, also kein kühles Gefühl, kein feuchter Abdruck und kein Geruch, darf die Bettwäsche in den Schrank oder auf das Bett. Wer diesen letzten Schritt überspringt, bemerkt den Fehler oft erst Tage später, wenn sich Schimmel gebildet hat. Dann ist nicht nur die Wäsche verdorben, sondern auch der Schrank oder die Matratze kann betroffen sein. Lieber einmal zu viel prüfen als einmal zu wenig.
Wer Räume beheizt, ohne die Feuchtigkeit der Luft zu kontrollieren, bekämpft regelmäßig das falsche Problem. Feuchte Wände, Schimmel in Ecken und beschlagene Scheiben entstehen selten, weil es zu kalt ist. Sie entstehen, weil warme Luft viel Wasser aufnimmt und dieses Wasser beim Abkühlen wieder abgibt. Genau dort, wo kalte Oberflächen sind – an Außenwänden, Fensterlaibungen, hinter Schränken – schlägt sich das Wasser nieder. Die Temperaturanzeige sagt nur, wie warm die Luft ist. Was sie tatsächlich enthält, verrät sie nicht.
Ein Glas Wasser direkt vor dem Schlafengehen ist kein Allheilmittel. Wer es übertreibt, muss nachts zur Toilette und stört den Schlafrhythmus. Besser ist es, über den Tag verteilt ausreichend zu trinken und die letzte größere Menge etwa zwei Stunden vor dem Zubettgehen zu sich zu nehmen. Ein kleines Glas direkt am Bett ist sinnvoll, falls man nachts aufwacht. Aufputschende Getränke wie Kaffee oder schwarzer Tee am Abend verstärken den Flüssigkeitsverlust, weil sie harntreibend wirken. Alkohol tut dasselbe, unterdrückt aber zusätzlich die Produktion des Hormons, das die Wasserausscheidung reguliert.
Bettwäsche fühlt sich nach dem Trocknen oft trocken an, obwohl sie es nicht ist. Das liegt daran, dass Baumwolle und Mischgewebe Feuchtigkeit in den Fasern speichern, die an der Oberfläche nicht spürbar ist. Wer die Wäsche zu früh zusammenlegt oder bezieht, riskiert Schimmel, muffigen Geruch und im schlimmsten Fall gesundheitliche Probleme. Die folgenden Methoden zeigen, wie man Restfeuchte zuverlässig erkennt, bevor sie zum Problem wird.
Ein weiteres sicheres Zeichen ist der Geruch. Riecht die Bettwäsche nach dem Trocknen neutral, ist das ein gutes Zeichen. Ein leicht modriger oder säuerlicher Geruch deutet fast immer auf Restfeuchte hin, auch wenn sich der Stoff trocken anfühlt. Dieser Geruch entsteht durch Bakterien, die in feuchten Fasern überleben. In diesem Fall hilft nur erneutes Waschen und Trocknen, nicht bloßes Lüften.