Die Größe 135 × 200 ist in Deutschland weniger verbreitet, sie gehört zu den schmaleren Formaten. Sie eignet sich für Betten mit einer Liegefläche von 120 × 200 oder 140 × 200 Zentimetern, wobei der Bezug etwas Spielraum lässt. Die Größe 155 × 220 passt dagegen zu breiteren Betten ab 140 × 200 bis 160 × 200 Zentimetern und bietet mehr Stoff, der über die Matratze hinausreicht. Wer ein Bett mit Überlänge besitzt, braucht ohnehin die längere Variante.
Die Matratze nimmt die meiste Feuchtigkeit auf. Ein Lattenrost mit Abstand zur Wand und ohne durchgehende Auflage hilft, dass Luft von unten zirkulieren kann. Ein wasserdichter Matratzenschoner aus Kunststoff blockiert genau diese Verdunstung. Besser sind Matratzenschoner mit einer feuchtigkeitsdurchlässigen Membran oder gar keiner. Wer nachts stark schwitzt, sollte das Bett morgens grundsätzlich nicht sofort beziehen. Auch ein Topper aus dichtem Schaum speichert mehr Wasser als ein dünner Baumwollbezug.
Die Lebensdauer hängt stark von der Nutzung ab. Wer viel schwitzt, sollte das Kissen häufiger lüften, weil Feuchtigkeit die Füllung angreift. Wer das Kissen als Kopfstütze beim Lesen zweckentfremdet, drückt es dauerhaft zusammen und beschleunigt den Formverlust. Ein häufiger Fehler ist auch, das Kissen unter einer schweren Tagesdecke zu lagern. Dadurch bleibt es komprimiert und kann sich nicht erholen. Besser ist es, das Kissen tagsüber offen auf die Bettkante zu legen, damit Luft zirkulieren kann.
Feuchtigkeit entsteht nicht nur durch Schweiß. Wer mit nassen Haaren ins Bett geht, verschüttete Getränke oder regelmäßiges Schwitzen ohne Auflage kennt, sollte die Matratze zusätzlich belüften. Einmal pro Woche die Matratze hochkant stellen und das Schlafzimmer stoßlüften. Die Auflage allein kann keine Feuchtigkeit entfernen, die bereits in die Matratze eingezogen ist. Sie verhindert nur, dass neue hinzukommt. Ist die Matratze bereits feucht oder riecht muffig, hilft keine Auflage mehr – dann muss die Matratze getrocknet oder ersetzt werden.
Das Prinzip beruht auf zwei Effekten. Erstens baut UV-Strahlung die chromophoren Gruppen ab, also die chemischen Strukturen, die für die Gelbfärbung verantwortlich sind. Diese Gruppen absorbieren sichtbares Licht und reflektieren es als Gelbton. Wenn UV-Energie sie zerstört, verschwindet der Gelbstich. Zweitens wirkt Sauerstoff aus der Luft mit: Die Kombination aus UV-Strahlung und Luftsauerstoff beschleunigt den Abbau der gelben Verbindungen, ähnlich wie beim Bleichen von Wäsche auf der Leine. Bei Papier läuft derselbe Prozess ab, nur langsamer und mit dem Risiko, dass die Fasern spröde werden.
Viele glauben, eine Auflage schütze die Matratze automatisch vor Feuchtigkeit. Das ist ein Irrtum, der teuer wird. Eine Auflage wirkt nur dann als Feuchtigkeitsbarriere, wenn sie aus einem wasserdichten, aber dampfdurchlässigen Material besteht und rundum korrekt sitzt. Ist sie aus Baumwolle oder Frottee ohne Membran, saugt sie Schweiß auf und gibt ihn nach unten an die Matratze weiter – genau das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war.
Eine gute Auflage ist also kein beliebiges Tuch, sondern ein Bauteil mit klarer Funktion. Wer auf Material, Passform und Pflege achtet, verhindert Schimmel und Geruch zuverlässig. Wer die genannten Fehler vermeidet, verlängert die Lebensdauer der Matratze um Jahre. Wer sie ignoriert, wundert sich irgendwann über Flecken und modrigen Geruch – obwohl doch angeblich eine Auflage darauf lag.
Ein häufiger Fehler ist das Lüften nur nach Gefühl. Wer den ganzen Tag arbeitet, lüftet morgens und abends – das reicht oft nicht, wenn tagsüber Wäsche trocknet oder gekocht wird. Besser ist ein fester Rhythmus: nach dem Aufstehen, nach dem Essen und vor dem Schlafengehen. In Wohnungen mit vielen Personen, mit Wäschetrocknen in der Wohnung oder mit Zimmerpflanzen steigt die Feuchtigkeit schneller, dann ist eine zusätzliche Runde nötig.
Die häufigsten Fehler beim Auflegen und Pflegen Der größte Fehler ist eine Auflage, die zu klein ist. Sie verrutscht in der Nacht, die Matratze liegt teilweise frei, und der Schutz ist dahin. Achten Sie darauf, dass die Auflage exakt zur Matratzengröße passt und mit einem umlaufenden Gummizug oder einer durchgehenden Lasche fixiert wird. Ein weiterer Fehler: die Auflage direkt auf ein Lattenrost legen und die Matratze darüber. Das ist falsch herum. Die Auflage gehört immer zwischen Matratze und Körper, nicht unter die Matratze.
Wie oft am Tag – und wann genau Zwei bis drei Stoßlüftungen pro Tag sind das Minimum, nicht das Maximum. Wer morgens nach dem Aufstehen lüftet, entfernt die Feuchtigkeit, die über Nacht durch Atmen und Duschen entstanden ist. Nach dem Kochen und nach dem Duschen ist eine weitere Runde Pflicht, denn dabei entstehen große Mengen Wasserdampf in kurzer Zeit. Ein einfacher Test: Beschlägt die Fensterscheibe innen, war zu wenig gelüftet – dann sofort stoßlüften, nicht abwarten.