Für die Lagerung gibt es zwei gängige Methoden: liegend oder stehend. Welche besser ist, hängt von der Reifenart ab. Reifen ohne Felge – also nackte Gummis – sollten grundsätzlich liegend aufbewahrt werden. Stehend würden sie mit der Zeit einen flachen Fleck bekommen, weil das Eigengewicht auf eine kleine Auflagefläche drückt. Legt man sie flach übereinander, verteilt sich die Last gleichmäßig. Wichtig: Nicht zu hoch stapeln, sonst leiden die unteren Reifen. Vier bis fünf Exemplare sind in Ordnung. Zwischen die einzelnen Reifen kann man sauberes Papier oder eine dünne Folie legen, damit sie nicht aneinander reiben.
Nach der Behandlung muss der gesamte Schrank leer geräumt und ausgewischt werden. Essigwasser eignet sich zum Reinigen, weil der Geruch Motten fernhält, aber es tötet keine Larven. Gründlich saugen, auch Ritzen und Schubladen. Anschließend den Schrank gut trocknen lassen. Erst danach die gereinigte Kleidung zurücklegen. Wer diesen Schritt überspringt, hat den Befall nach wenigen Wochen erneut. Motten legen ihre Eier bevorzugt in dunkle, staubige Ecken, die beim oberflächlichen Putzen übersehen werden.
Viele Haushalte trennen nicht klar zwischen einem Lagerraum und einer Vorratskammer. Beide Begriffe werden oft synonym verwendet, doch die Funktion ist unterschiedlich. Ein Lagerraum ist ein großer, oft kühler und trockener Raum für Gegenstände, die selten gebraucht werden: Werkzeug, Saisonartikel, Umzugskartons, Ersatzteile. Eine Vorratskammer ist dagegen ein kleiner, gut erreichbarer Raum direkt neben der Küche, in dem Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs griffbereit stehen. Wer diese Trennung ignoriert, stapelt Konserven neben Winterreifen und wundert sich, warum nichts auffindbar ist.
Belüften statt stapeln: So bleibt die Luft in Bewegu
Typische Fehler wiederholen sich jedes Jahr. Dazu gehört, die Auflagen nach einem Regenschauer nur kurz abzuwischen und dann wegzuräumen. Ebenso problematisch ist es, sie über Nacht auf dem Balkon zum Trocknen stehen zu lassen, obwohl Tau fällt. Manche stopfen die Auflagen in den Keller, direkt neben eine Außenwand, an der sich Feuchtigkeit niederschlägt. Auch das Verstauen auf einem kalten Betonboden ohne Unterlage rächt sich. Besser ist ein Regal, eine Holzbank oder eine Palette, damit von unten Luft zirkulieren kann.
Für das eigentliche Verstauen eignen sich atmungsaktive Baumwollbeutel oder alte Bettbezüge besser als Vakuumbeutel. Letztere klingen praktisch, quetschen aber den Schaumstoff zusammen und können ihn dauerhaft verformen. Wer Platz sparen will, rollt die Auflagen locker auf, statt sie scharf zu falten. Scharfe Knicke an denselben Stellen brechen den Kern mit der Zeit. Zwischen zwei Auflagen legt man ein trockenes Tuch oder Packpapier, damit die Bezüge nicht aneinander reiben. Plastikfolie ist tabu: Sie lässt keine Luft durch und sammelt Kondenswasser.
Vor dem Einlagern lohnt ein letzter Blick auf die Bezüge. Kleine Risse näht man zu, bevor sie größer werden. Flecken aus Sonnencreme oder Getränken lassen sich oft noch entfernen, solange sie frisch sind. Sind die Auflagen trocken, sauber und locker verpackt, überstehen sie den Winter ohne Geruchsbildung. Beim ersten warmen Tag im Frühjahr holt man sie heraus, lüftet sie kurz und kann sie sofort wieder nutzen.
Zum Schluss: Räume alle Kartons mit Spuren aus dem Bereich, denn sie dienen weiterhin als Unterschlupf. Entsorge sie nicht im selben Raum, sonst verteilst du Köddel und Urinreste beim Transport. Kontrolliere danach die Umgebung in etwa einem Meter Abstand um den Fundort, weil Mäuse ihre Laufwege beibehalten. Wer diese Reihenfolge einhält, erkennt einen Befall früh und verhindert, dass sich die Tiere über weitere Verpackungen ausbreiten.
Bevor die Polsterauflagen vom Balkon in den Keller oder auf den Dachboden wandern, entscheidet sich, ob sie im nächsten Frühling noch brauchbar sind oder schon muffig riechen. Feuchtigkeit ist der häufigste Grund, warum Auflagen nach einer Saison Flecken, Stockflecken oder einen modrigen Geruch entwickeln. Deshalb gilt: erst vollständig trocknen, dann verstauen. Wer diesen Schritt überspringt, lagert nicht Polster, sondern einen Nährboden für Schimmel ein.
Warum nasse Auflagen im Winter mehr Schaden nehmen als im Sommer Im Sommer trocknet Feuchtigkeit durch Wärme und Luftbewegung vergleichsweise schnell wieder ab. Im geschlossenen Keller oder in einer luftdichten Tasche kann sie das nicht. Schon eine leicht feuchte Auflage reicht, um über Monate hinweg Schimmel zu bilden. Besonders kritisch sind Bezüge aus dicht gewebten Stoffen und Kerne aus Schaumstoff, die Wasser lange speichern. Zusätzlich ziehen Motten und Silberfischchen feuchte Textilien bevorzugt an. Ein trockener Lagerort ist deshalb keine Frage des Komforts, sondern der Haltbarkeit.

Das Trocknen beginnt am besten an einem trockenen, sonnigen Tag mit leichter Brise. Die Auflagen werden aufgeklappt oder hochkant aufgestellt, damit die Luft an beide Seiten und an die Nähte kommt. Reißverschlüsse öffnet man, damit auch der Kern atmen kann. Bei dicken Schaumstoffkernen reicht ein Nachmittag in der Sonne oft nicht aus. Faustregel: Eine Auflage, die sich innen noch kühl und feucht anfühlt, ist nicht trocken. Wer unsicher ist, drückt mit der flachen Hand auf die Mitte und prüft, ob Wasser nach außen dringt.