Vor dem Verlegen muss der Untergrund trocken, sauber und tragfähig sein. Lose Partikel, Fettreste oder scharfe Kanten durchstoßen die Auflage und öffnen später undichte Stellen. Unebenheiten werden mit einem geeigneten Spachtel ausgeglichen, damit die Auflage satt aufliegt und nicht über Hohlräumen spannt. Bei mineralischen Untergründen ist eine Grundierung sinnvoll, die Staub bindet und die Haftung verbessert. Ohne diese Vorarbeit hält keine noch so gute Auflage dicht.
Wie die Matratze das Format bestim
Ein weiterer Punkt: Die Füllung muss vor dem Beziehen aufgeschüttelt werden. Wer sie zusammengedrückt in den Bezug stopft, hat von Anfang an eine ungleiche Verteilung. Nach dem Beziehen den Bezug an den Ecken greifen und die Füllung in die richtige Position schütteln. Erst dann die Bänder festknoten. Wer das überspringt, kämpft weiter mit verrutschter Füllung, selbst mit Bändern und Schlaufen.
Ein weiterer typischer Fehler: Das Wenden wird mit dem Ausschütteln verwechselt. Kräftiges Schütteln vor dem Aufhängen glättet Falten und verteilt die Restfeuchte, ersetzt aber nicht das spätere Umdrehen. Wer nur schüttelt und nie wendet, riskiert, dass die Unterseite länger feucht bleibt und unangenehm riecht. Besonders in kühler, feuchter Luft ohne Wind kann sich auf der langsam trocknenden Seite ein muffiger Geruch bilden. Das passiert vor allem dann, wenn das Stück zu dicht auf der Leine hängt und die Luft nicht zirkulieren kann.
Typische Fehler treten immer wieder auf. Viele kaufen ein Kissen in Standardgröße, obwohl die Schulterbreite mehr Auflage verlangt. Andere drehen das Kissen falsch herum: Die Mulde gehört zum Hinterkopf, die erhöhte Kante stützt den Nacken. Wird das Kissen umgedreht, drückt die Kante in den Nacken und verstärkt Verspannungen. Ein weiterer Fehler ist, das Kissen direkt nach dem Kauf ohne Eingewöhnung zu nutzen. Der Körper braucht zwei bis drei Wochen, um sich an die neue Form zu gewöhnen. Wer nach drei Nächten aufgibt, hat nicht getestet, sondern nur probiert.
Neben dem Wenden gibt es weitere Maßnahmen, die den Trocknungsprozess beschleunigen. Dazu gehört ausreichender Abstand zwischen den Wäschestücken, ein Platz mit guter Luftbewegung und das Aufhängen in der prallen Sonne nur bei hellen, farbechten Stoffen. Dunkle oder empfindliche Textilien bleichen in der Sonne aus und sollten im Schatten trocknen. Auch das Wenden sollte man bei diesen Stücken vorsichtig durchführen, um keine Knicke oder Verformungen zu erzeugen.
Wer Wäsche an der Luft trocknet, kennt das Problem: Nach einigen Stunden ist der Stoff außen trocken, innen aber noch klamm. Genau hier kommt das Wenden ins Spiel. Ob und wann man ein Kleidungsstück während des Trocknens umdreht, entscheidet darüber, wie gleichmäßig Feuchtigkeit entweicht und wie viel Zeit der Vorgang insgesamt braucht. Der Effekt ist messbar, aber nicht in jedem Fall positiv.
Ein häufiger Fehler ist, die Höhe nur an der Hüfte zu messen. In Seitenlage bestimmt aber die Schulter, wie tief der Körper einsinkt. Liegt die Schulter zu hoch, kippt der Kopf nach unten zur Matratze. Liegt sie zu tief, wird der Nacken überstreckt. Beides führt zu Verspannungen. Die Matratze muss also im Schulterbereich weicher nachgeben als im Beckenbereich. Genau das ist der Grund, warum reine Höhenangaben ohne Zonenaufbau wenig taugen.
Beim Lufttrocknen verdunstet Wasser ausschließlich an der Oberfläche. Die Feuchtigkeit aus dem Inneren des Gewebes muss erst nach außen wandern, bevor sie in die Luft übergehen kann. Liegt ein Hemd mit der Außenseite nach oben auf der Leine, trocknet diese Seite zuerst. Die nach innen zeigende Schicht gibt ihre Feuchtigkeit langsamer ab, weil sie schlechter von Luft umströmt wird. Dreht man das Stück nach einiger Zeit um, kehrt sich die Richtung um: Die noch feuchte Seite kommt nach außen und trocknet nun schneller. Das verkürzt die Gesamtdauer, besonders bei dicken Stoffen wie Frottee oder Jeans.
Ein häufiger Fehler ist das Wenden zu einem falschen Zeitpunkt. Dreht man ein Stück zu früh, also solange beide Seiten noch nass sind, bringt es fast nichts. Dreht man zu spät, ist die Außenseite bereits trocken und die Innenseite hat kaum noch Zeit zu profitieren. Sinnvoll ist der Wechsel etwa dann, wenn die obere Schicht sich trocken anfühlt, das Stück insgesamt aber noch schwer und kühl wirkt. Wer auf Nummer sicher gehen will, prüft mit dem Handrücken an einer Naht oder einem Saum.

Die Seitenlage benötigt mehr Höhe als die Rückenlage, weil der Körper nicht mehr flach auf dem Rücken aufliegt, sondern seitlich über die Schulter und das Becken rollt. Dadurch verschiebt sich der Druckpunkt nach außen, und die Matratze muss an dieser Stelle mehr nachgeben können, ohne dass die Wirbelsäule abknickt. Wer einfach dieselbe Höhe wie in Rückenlage einstellt, merkt schnell: Die Schulter wird hochgedrückt, die Halswirbelsäule gerät in eine Seitneigung, und der Schlaf wird unruhig. Die entscheidende Größe ist nicht die Matratzenhöhe an sich, sondern die Einsinktiefe im Schulterbereich.