Der Lagerort entscheidet über den nächsten Sommer. Ideal sind trockene, frostfreie Räume mit gleichmäßiger Temperatur: Keller, Dachboden oder Garage, sofern dort keine Feuchtigkeit aufsteigt. Prüfen Sie den Boden – Beton in Garagen gibt oft Feuchtigkeit ab. Stellen Sie die Auflagen auf ein Holzbrett oder Regal, nicht direkt auf den Boden. Auch an der Wand entlang sollte Luft zirkulieren; ein Abstand von einer Handbreite verhindert Stockflecken. Stapeln Sie nicht mehr als drei Auflagen übereinander, sonst werden die unteren plattgedrückt und verlieren ihre Form.
Ein häufiger Fehler ist, nur den sichtbaren Kot zu entfernen und die Ursache zu übersehen. Mäuse laufen meist entlang von Wänden, weil sie dort Deckung finden. Deshalb lohnt sich der Blick hinter und unter Küchengeräte, in Schubladenrückseiten und entlang von Rohren. Ein weiterer Fehler ist, Kot mit einem Staubsauger aufzusaugen. Dabei werden Staub und mögliche Krankheitserreger aufgewirbelt. Besser ist es, Handschuhe zu tragen, die Stelle mit einem feuchten Tuch oder Desinfektionsmittel zu behandeln und das Tuch anschließend zu entsorgen.
Ein häufiger Fehler ist die einmalige Aktion. Motten haben mehrere Generationen pro Jahr, und Eier können an schwer erreichbaren Stellen überleben. Deshalb den Vorrat alle vier bis sechs Wochen durchsehen, besonders im Sommer und in beheizten Räumen. Staubsauger mit Fugendüse in Schrankritzen, unter Möbeln und entlang von Fußleisten einsetzen und den Beutel danach sofort im Freien entleeren. Kleidung vor dem Einlagern immer sauber und vollständig trocken verstauen. Schweiß und Essensreste ziehen Larven zusätzlich an. Wer diese Punkte konsequent beachtet, rettet nicht nur einzelne Stücke, sondern verhindert den nächsten Befall von Anfang an.
Wer den Abstellraum nach Zufall einräumt, räumt ihn zweimal im Jahr um. Wer ihn nach Griffhöhe einteilt, findet Dinge beim ersten Griff. Der Unterschied liegt nicht in mehr Regalen, sondern in der Zuordnung. Griffhöhe heißt: Die Position eines Gegenstands richtet sich danach, wie oft und wie schwer er zu heben ist. Schwere, sperrige Dinge gehören auf den Boden, leichte und seltene nach oben, häufig Genutztes in die Mitte zwischen Hüfte und Schulter.
Reifen, Kette und Akku: die drei Schwachstellen Reifen verlieren über Monate Luft. Steht das Rad auf platten Reifen, drückt das Gewicht dauerhaft auf eine Stelle der Karkasse, und es entstehen bleibende Verformungen. Vor dem Einlagern deshalb auf etwa den halben normalen Druck aufpumpen, nicht auf Maximum und nicht komplett leer. Ventilkappen aufschrauben, damit kein Schmutz eindringt. Wer das Rad aufhängt, kann den Druck etwas niedriger halten. Reifen, die bereits Risse zeigen oder deren Profil abgefahren ist, gehören vor dem Winter getauscht, nicht danach – im Frühjahr sind passende Modelle oft schwerer zu bekommen.
Vom Fund zur Rettung: Sortieren, Reinigen, Verschließen Befallene Textilien zuerst aussortieren und in dichte Beutel packen, damit sich Larven nicht weiter ausbreiten. Stark zerstörte Stücke, die nicht mehr zu retten sind, sofort entsorgen – aber erst nach dem Verpacken, nicht lose durch die Wohnung tragen. Alle übrigen Stücke gründlich reinigen. Waschen bei mindestens 60 Grad tötet Eier, Larven und Falter zuverlässig ab, sofern das Material das verträgt. Für empfindliche Wolle oder Seide ist chemische Reinigung die sicherere Wahl. Wer keine Reinigung möchte, kann Textilien für mehrere Tage bei mindestens minus 18 Grad einfrieren; das tötet Larven ab, nicht aber alle Eier zuverlässig. Nach dem Einfrieren unbedingt trocknen lassen, sonst entsteht Schimmel.
Befallene Textilien gehören nicht in den normalen Schrank zurück. Sofort aussortieren und in dicht schließenden Beuteln oder Kisten lagern, damit sich die Larven nicht weiter ausbreiten. Hitzebehandlung ist die sicherste Methode: Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen oder für mehrere Stunden in den Backofen bei etwa 60 Grad legen. Kälte wirkt nur bei Dauerfrost über mehrere Tage und tötet Eier oft nicht zuverlässig ab. Chemische Mittel aus der Drogerie bekämpfen meist nur die adulten Tiere, nicht die Eier in den Fasern.
Wer Schäden an Pullovern, Decken oder Anzügen erst bemerkt, wenn Löcher sichtbar sind, hat den Befall meist schon seit Wochen im Haus. Kleidermotten legen ihre Eier bevorzugt an dunklen, ruhigen Stellen ab: in Falten, unter Kragen, in Kisten mit Stoffresten. Die eigentliche Zerstörung verursachen nicht die erwachsenen Falter, sondern deren Larven. Sie fressen keratinhaltige Fasern wie Wolle, Kaschmir, Seide oder Federn. Baumwolle und Synthetik werden nur angefressen, wenn sie mit Schweiß, Hautschuppen oder Lebensmittelresten verunreinigt sind. Genau hier entsteht der erste typische Fehler: Man kontrolliert nur die sichtbaren Außenseiten der Kleidung und übersieht die Innenseiten von Säumen, Taschen und Futter.

Um Larven sicher zu erkennen, reicht ein flüchtiger Blick nicht. Charakteristisch sind kleine, cremeweiße bis gelbliche Raupen mit dunklem Kopf, etwa ein bis zwei Millimeter lang. Sie sitzen oft in der Nähe von Gespinsten: feine, watteartige Fäden, die wie Spinnweben wirken, aber fester und dichter sind. Dazu kommen kleine, runde Kotkrümel in Größe von Salz oder Sand, die auf hellem Untergrund auffallen. Ein weiteres Merkmal sind sogenannte Fraßgänge: unregelmäßige, ausgefranste Löcher mit dünnen Rändern. Wer diese Anzeichen findet, sollte den gesamten Vorrat prüfen, nicht nur das betroffene Kleidungsstück. Motten wandern und verteilen sich über mehrere Behälter.