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imageTypische Fehler sind das Abstapeln bis zur Decke, das Verkeilen in Nischen ohne Luftzirkulation und das Ignorieren erster Feuchtigkeitsflecken. Ein weiterer Fehler: Kartons mit nassen Händen oder nach dem Putzen anfassen. Schon kleine Wassermengen reichen aus, um den Schimmelprozess zu starten. Wenn du einen feuchten Fleck entdeckst, entferne den Karton sofort aus dem Keller. Trockne ihn nicht im geschlossenen Raum, sondern im Freien oder in einem gut belüfteten Bereich. Schimmelige Kartons gehören in den Restmüll, nicht in den Papiermüll, denn die Sporen können sich sonst weiter verbreiten.

Kontrolliere den Keller alle zwei Wochen. Riech an den Kartons und achte auf einen muffigen Geruch. Prüfe die Unterseite und die Ecken, dort beginnt der Schimmel meist zuerst. Bei anhaltender Feuchtigkeit hilft nur eine dauerhafte Lösung: eine Drainage, eine Horizontalsperre oder eine aktive Belüftung mit Lüftungsanlage. Pappkartons sind im Neubaukeller nur eine Übergangslösung. Für dauerhafte Lagerung sind Kunststoffboxen mit Deckel die sichere Wahl, weil sie kein Wasser aufnehmen und sich leicht abwischen lassen.

Vor dem Einräumen sollte die Tragfähigkeit der Böden bekannt sein. Viele Hersteller geben pro Boden eine Belastungsgrenze an, die sich auf gleichmäßig verteilte Last bezieht. Ein einzelner schwerer Karton in der Mitte eines Bodens belastet diesen punktuell und lässt ihn durchbiegen, auch wenn das Gesamtgewicht eigentlich im Rahmen wäre. Schwere Stücke deshalb möglichst über den beiden Auflagern oder den Konsolen positionieren, nicht in der Feldmitte. Bei Metallböden mit dünnem Blech ist die Durchbiegung besonders deutlich sichtbar, bei Holz- oder Spanplattenböden zeigt sie sich oft erst durch ein Knacken.

Ein häufiger Fehler ist das Lagern in der Nähe von Heizkörpern oder in einem Raum mit starken Temperaturschwankungen. Auch direkte Sonneneinstrahlung durch ein Fenster schadet. Wer Reifen über den Winter im Freien lässt, sollte sie abdecken – aber nicht luftdicht in Plastikfolie einschweißen. Sonst kann Feuchtigkeit nicht entweichen, und es bildet sich Schimmel oder Korrosion an der Felge. Besser sind atmungsaktive Abdeckungen aus Baumwolle oder Vlies. Vor dem Einlagern gründlich reinigen: Bremsstaub, Salz und Schmutz ziehen Feuchtigkeit und fördern die Alterung.

Zur Kontrolle gehört immer ein Thermometer. Die relative Feuchtigkeit allein sagt wenig, wenn die Temperatur nicht bekannt ist. Kalte Luft kann weniger Wasser halten. Sinkt die Temperatur im Keller nachts ab, steigt die relative Feuchte, ohne dass zusätzliches Wasser hinzukommt. Wer nur den Prozentwert betrachtet, zieht falsche Schlüsse. Sinnvoll ist eine Kombination aus Hygrometer, Thermometer und regelmäßiger Sichtprüfung. Zeigen Wände dunkle Flecken, riecht es muffig oder löst sich Putz, ist das Problem unabhängig vom angezeigten Wert vorhanden. Dann hilft nur die Suche nach der Ursache: undichte Rohre, fehlende Horizontalsperre oder falsches Lüftungsverhalten.

Vor dem Einlagern lohnt sich ein Blick auf das Dach selbst. Undichte Stellen, fehlende Unterspannbahn oder offene Lüftungsziegel lassen Regen und Schnee eindringen. Wer Schimmelgeruch bemerkt oder dunkle Flecken an Balken sieht, sollte zuerst die Ursache beheben, bevor überhaupt etwas eingelagert wird. Eine einfache Holzleiste an der Decke, an der ein Hygrometer hängt, zeigt die Luftfeuchtigkeit. Werte über 60 Prozent bedeuten: lüften oder nichts einlagern. Nach einem Jahr sollte man den Bestand durchsehen – was muffig riecht, feucht ist oder Risse zeigt, kommt herunter und wird entsorgt.

So lagerst du Kartons richtig, ohne Schimmel zu züchten Stelle Kartons niemals direkt auf den Boden. Nutze Regale, Holzpaletten oder Kunststoffwannen, damit Luft von unten zirkulieren kann. Zwischen Wand und Karton sollten mindestens fünf Zentimeter Abstand bleiben, sonst staut sich Feuchtigkeit. Packe nur trockene Gegenstände ein, denn feuchte Kleidung oder Handtücher geben ihre Restfeuchte an die Pappe ab. Verschließe die Kartons mit Klebeband, aber lasse kleine Lüftungsschlitze an den Seiten, damit eingeschlossene Luft entweichen kann. Beschrifte die Kartons mit dem Einlagerungsdatum, so erkennst du nach Wochen, ob sich etwas verändert hat.

Ein häufiger Fehler ist das Ablesen direkt nach dem Lüften. In den ersten Minuten nach dem Stoßlüften zeigt das Gerät einen starken Ausschlag nach unten oder oben, der sich erst nach 20 bis 30 Minuten einpendelt. Wer sofort reagiert, interpretiert einen Momentwert als Dauerzustand. Ebenso falsch ist es, das Hygrometer in einem geschlossenen Schrank oder einer Kiste zu betreiben. Dort misst es die Feuchtigkeit im Behältnis, nicht im Raum. Ein weiterer typischer Fehler: das Gerät dauerhaft an derselben Stelle lassen, obwohl sich die Nutzung des Kellers ändert. Wird dort Wäsche getrocknet oder gelagert, verändert sich die Feuchtigkeit deutlich.

Winterkleidung aus reiner Wolle oder Daunen gehört nur dann nach oben, wenn sie sauber und vollständig trocken ist. Schon geringe Restfeuchtigkeit führt zu Schimmel und Mottenbefall. Kleidungsstücke lassen sich in Baumwollbeutel oder verschließbare Kunststoffboxen packen, nicht in Müllsäcke, denn darin staut sich Feuchtigkeit. Ein Irrtum ist die Annahme, dass Kälte im Winter die Motten tötet – auf dem Dachboden herrschen im Sommer ideale Bedingungen für Larven. Wer empfindliche Textilien lagert, sollte sie vorher waschen oder reinigen und mit Lavendel oder Zedernholz schützen.
ago by (120 points)

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