Für Polsterstoffe eignet sich eine breite Bürstendüse mit weichen Natur- oder Kunsthaaren. Harte Borsten, wie sie für Teppiche gedacht sind, greifen die Fasern an und hinterlassen Spuren. Bei glatten Oberflächen aus Kunstleder oder Mikrofaser ist eine reine Fugendüse ohne Bürste die sicherste Wahl. Sie kommt in die Ritzen, ohne den Stoff aufzuscheuern. Wer unsicher ist, testet den Aufsatz zuerst an einer versteckten Stelle, etwa an der Rückseite oder unter dem Sitzkissen.
Typische Fehler sind zu helles Umgebungslicht und ein zu steiler Lichteinfall. Beides lässt Kratzer verschwinden, obwohl sie vorhanden sind. Ein weiterer Fehler ist, das Glas vorher mit einem trockenen Tuch zu wischen, denn dadurch entstehen neue feine Schlieren und Staub wird in die Riefen gedrückt. Besser ist es, die Platte mit einem feuchten, fusselfreien Tuch zu reinigen und trocknen zu lassen, bevor das Licht geprüft wird. Auch Fingerabdrücke verfälschen das Bild, weil sie das Licht ähnlich streuen wie ein Kratzer.
Nach der Trocknung beugt man neuen Problemen vor. Zwischen Rückwand und Wand bleibt ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern, damit Luft zirkulieren kann. Schränke an Außenwänden sollte man nicht direkt an die kalte Mauer stellen. Regelmäßiges Stoßlüften senkt die Luftfeuchtigkeit im Raum. Im Schrank selbst halten offene Behälter mit Natron, Kaffeesatz oder Katzenstreu überschüssige Feuchtigkeit zurück. Diese Mittel ersetzen aber keine Reparatur, sie sind nur eine Ergänzung.
Am zuverlässigsten arbeitet man mit einer beweglichen Punktlichtquelle, etwa einer Taschenlampe mit fokussiertem Strahl. Halte die Lampe fast parallel zur Glasoberfläche, also in einem flachen Winkel von etwa 10 bis 20 Grad. Bewege sie langsam über die Platte und beobachte, wie sich der Lichtkegel verändert. Ein Kratzer unterbricht den Lichtfluss und erscheint als helle oder dunkle Linie, je nachdem, ob er das Licht streut oder bricht. Bei flachem Einfallswinkel werden selbst feinste Riefen sichtbar, die bei senkrechtem Licht unsichtbar bleiben.
Ein Fleck auf der Matratze entsteht schnell: Schweiß in der Nacht, ein umgestoßenes Glas oder eine kleine Wunde. Entscheidend ist, dass die Feuchtigkeit nicht bis in den Kern der Matratze zieht. Wer zu viel Wasser verwendet, riskiert Schimmel im Inneren, der sich später nur schwer entfernen lässt. Deshalb gilt bei allen Flecken dieselbe Grundregel: so wenig Flüssigkeit wie möglich, so viel Wirkung wie nötig. Arbeite immer von außen nach innen, damit sich der Fleck nicht vergrößert.
Ein Mikrofaser-Sofa verzeiht viel, aber keine halben Sachen. Wer nur mit einem feuchten Lappen über den Bezug geht, sieht nach dem Trocknen genau dort dunkle Linien, wo die Feuchtigkeit am Rand der Wischbewegung verdunstet ist. Das ist kein Schmutz, sondern eingelagerter Rückstand: Staub, Hautfett, Talkum aus Pflegeprodukten und Reste von Reinigungsmitteln, die das Wasser an den Rand spült und dort konzentriert zurücklässt.
Für die eigentliche Reinigung ist ein nebelfeuchter Auftrag entscheidend, nicht ein nasser. Ein Sprüher mit feinem Strahl gibt so wenig Feuchtigkeit ab, dass die Faser sie aufnimmt, ohne dass sie seitlich wegfließt. Anschließend mit einem sauberen, trockenen Tuch in gleichmäßigen Bahnen abnehmen, ohne hin und her zu reiben. Wichtig: von Naht zu Naht arbeiten, nicht kreisförmig, sonst entstehen genau die Ränder, die man vermeiden will.
Kratzer auf einer Glasplatte am Tisch sind oft erst sichtbar, wenn das Licht in einem bestimmten Winkel einfällt. Mit bloßem Auge bei diffusem Tageslicht übersieht man feine Riefen leicht, weil sie dann wie Staub oder Schlieren wirken. Wer den tatsächlichen Zustand der Platte beurteilen will, muss die Lichtquelle gezielt einsetzen und den Betrachtungswinkel verändern. Nur so lässt sich unterscheiden, ob es sich um oberflächliche Kratzer, tiefe Riefen oder bloß um Schlieren vom Reinigen handelt.
Um Kratzer von Schlieren zu unterscheiden, hilft ein einfacher Test mit dem Fingernagel. Fährt man vorsichtig quer über die verdächtige Stelle, spürt man bei einem echten Kratzer eine leichte Kante. Schlieren sind nur optisch und nicht fühlbar. Bei tiefen Kratzern reicht oft schon ein Blick schräg durch die Platte gegen eine helle Wand, um die Tiefe einzuschätzen. Wer die Glasplatte später polieren oder ersetzen will, sollte die Kratzer vorher fotografieren und die Lichtposition notieren, damit die Beurteilung nachvollziehbar bleibt.
Rattan und Polyrattan sehen nur so lange gut aus, wie sie regelmäßig von Staub, Pollen und fettigem Hautschmalz befreit werden. Wer erst reagiert, wenn die Flecken eingetrocknet sind, arbeitet anschließend mit aggressiven Mitteln und riskiert, die Oberfläche dauerhaft zu beschädigen. Der Grundsatz lautet: lieber oft sanft als selten hart.
Der eigentliche Mechanismus ist unspektakulär. Wasser allein löst Fett kaum. Es verteilt es nur. Beim Trocknen wandert die Flüssigkeit durch Kapillarwirkung an die Grenze zwischen nassem und trockenem Gewebe. Dort verdunstet sie zuerst, und alles, was sie mitgeführt hat, bleibt als Ring zurück. Bei Mikrofaser kommt hinzu, dass die feinen Fasern Feuchtigkeit sehr gleichmäßig aufnehmen und langsam wieder abgeben. Wer zu nass arbeitet, verlängert diese Wanderung und verstärkt den Effekt.