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Wenn der Kalkrand trotz mehrerer Versuche bleibt, kann es sich um eine verkalkte Isolierschicht handeln. In diesem Fall ist eine professionelle Reinigung meist nicht möglich, und die Kanne sollte ersetzt werden. Bei Glas-Thermoskannen ist Vorsicht geboten: Temperaturschock durch kaltes Wasser in eine heiße Kanne kann das Glas springen lassen. Lass die Kanne vor dem Ausspülen immer auf Raumtemperatur abkühlen. Mit den richtigen Mitteln und etwas Geduld lässt sich fast jeder Kalkrand entfernen, ohne die Kanne zu beschädigen.

Was bei säurehaltigen Mitteln schiefge

Warum die Trocknungsphase über das Ergebnis entscheid

Bevor irgendein Mittel zum Einsatz kommt, ist eine Bestandsaufnahme nötig. Handelt es sich um Zementfugen oder um Epoxidharzfugen? Zementfugen sind matt, saugfähig und reagieren auf einen Tropfen Essig mit leichtem Schäumen. Epoxidfugen sind hart, glasartig und weitgehend chemikalienbeständig. Diese Unterscheidung entscheidet über die Wahl des Reinigungsmittels. Ein weiterer Punkt: Fliesen aus Naturstein wie Marmor oder Travertin sind selbst kalkhaltig und dürfen niemals mit Säure behandelt werden. Hier würde die Oberfläche stumpf und fleckig.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte die Maschine regelmäßig entkalkt werden. Wie oft, hängt von der Wasserhärte ab. Bei hartem Wasser reicht es, alle vier bis sechs Wochen zu entkalken, bei weichem Wasser genügt ein Intervall von zwei bis drei Monaten. Ein Wasserfilter im Tank verlängert diese Abstände zusätzlich. Wer die Entkalkung nicht regelmäßig durchführt, riskiert nicht nur tropfende Geräte, sondern auch einen höheren Energieverbrauch und einen schlechteren Kaffeegeschmack. Die Reinigung ist also kein einmaliges Projekt, sondern eine wiederkehrende Wartung, die sich langfristig auszahlt.

Ein weiterer typischer Fehler ist das Wischen bei direkter Sonneneinstrahlung oder Zugluft. Dann trocknet das Wasser zu schnell und ungleichmäßig, bevor der Trockengang erfolgen kann. Besser ist es, in einem Bereich zu arbeiten, der nicht sofort austrocknet. Nach dem Trockenwischen sollte die Fläche innerhalb weniger Minuten begehbar sein. Bleibt sie länger feucht, war der Trockengang zu oberflächlich.

Ein Kalkrand in der Thermoskanne entsteht durch kalkhaltiges Wasser, das beim Erhitzen Kalk ausfällt. Mit der Zeit setzt sich dieser Belag an der Innenwand und am Boden fest. Das ist nicht nur unschön, sondern kann auch den Geschmack beeinträchtigen und die Isolierleistung verringern. Wer regelmäßig Kaffee oder Tee aus der Kanne trinkt, sollte den Kalk alle paar Wochen entfernen. Die folgenden Methoden sind einfach, wirksam und schonen die Oberfläche, wenn man einige Grundregeln beachtet.

Bei hartnäckigen Rändern hilft mechanische Unterstützung. Verwende eine weiche Flaschenbürste oder einen Schwamm mit Kunststoffnoppen. Scheuermilch, Stahlwolle oder harte Bürsten hinterlassen Kratzer in der Edelstahl- oder Glasoberfläche. In diesen Kratzern setzt sich neuer Kalk besonders schnell fest. Auch Backpulver ist keine gute Wahl, weil es den Kalk kaum löst und Rückstände hinterlässt. Für starke Verkrustungen kann man die Lösung leicht erwärmen, aber niemals kochen, weil der Druck in der geschlossenen Kanne gefährlich steigen kann.

imageEin häufiger Fehler ist es, die Kanne nach der Reinigung nur kurz auszuspülen. Essig- oder Zitronensäurereste greifen auf Dauer die Dichtungen und das Metall an. Spüle daher mindestens drei- bis viermal mit klarem Wasser nach und lasse die Kanne anschließend offen trocknen. Ein weiterer Fehler: die Reinigungslösung tagelang stehen lassen. Mehr als zwölf Stunden bringen kaum zusätzlichen Effekt, belasten aber das Material. Wer sehr kalkhaltiges Wasser hat, sollte die Kanne alle zwei Wochen reinigen, nicht erst, wenn der Belag sichtbar ist.

Zur Vorbeugung kann man gefiltertes Wasser verwenden. Das reduziert den Kalkeintrag deutlich und verlängert die Intervalle zwischen den Reinigungen. Leere die Kanne außerdem nach jedem Gebrauch und lasse sie trocknen, bevor du sie verschließt. Stehendes Wasser fördert nicht nur Kalk, sondern auch unangenehme Gerüche. Prüfe regelmäßig die Dichtung im Deckel: Ist sie hart oder rissig, lässt sich der Deckel oft nicht mehr richtig reinigen, und der Kalk sitzt genau dort, wo man schwer hinkommt.

Was wirklich gegen Kalk hilft und was die Kanne ruiniert Am zuverlässigsten arbeitet eine Mischung aus Essigessenz und Wasser. Fülle die Kanne etwa zur Hälfte mit warmem Wasser und gib einen Schuss Essigessenz hinzu. Verschließe sie und lasse die Lösung mehrere Stunden, besser über Nacht, einwirken. Der Kalk löst sich dabei langsam ab. Anschließend gründlich mit klarem Wasser ausspülen, sonst bleibt ein Essiggeruch zurück. Wer den Geruch nicht mag, kann stattdessen Zitronensäure verwenden: einen Teelöffel auf einen halben Liter warmes Wasser, ebenfalls einwirken lassen.
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