Wie viele Sachen bleiben sichtba

Ein häufiger Fehler ist, die Ordnung ohne die Kinder zu machen. Wer allein aufräumt, kennt zwar das System, aber das Kind nicht. Besser: Gemeinsam die Kisten beschriften oder bemalen. Ein Foto von der Kiste auf dem Deckel zeigt, was hineingehört. Das funktioniert auch bei Kindern, die noch nicht lesen können. Ein weiterer Fehler: Zu viele Ausnahmen. „Das eine Teil darf woanders liegen" zerstört die Ordnung. Lieber eine kleine „Sonderbox" für Lieblingsstücke, die ständig benutzt werden. Alles andere kommt zurück an seinen Platz – jeden Abend, nicht erst am Wochenende.
Die Lehne sollte am unteren Rand der Schulterblätter enden, nicht darüber. Bei einem dreijährigen Kind sind das etwa 25 bis 28 Zentimeter über der Sitzfläche. Messen Sie vom tiefsten Punkt der Sitzmulde senkrecht nach oben bis zur Oberkante der Lehne. Achten Sie darauf, dass die Lehne leicht nach hinten geneigt ist, etwa 5 bis 10 Grad. Eine senkrechte Lehne wirkt wie eine Wand und verhindert, dass das Kind sich entspannt anlehnt. Prüfen Sie außerdem, ob die Lehne in der Höhe verstellbar ist. Kinder in diesem Alter wachsen in wenigen Monaten mehrere Zentimeter.
Feste Regeln statt Gefühl Die mittlere Ebene eines Regals ist für Bilderbücher am wichtigsten. Sie sollte zwischen 50 und 90 Zentimetern liegen, je nach Alter. Darunter kommen dicke Pappbilderbücher, die auch mal herunterfallen dürfen. Darüber stehen Bücher, die nur gemeinsam angeschaut werden. Achten Sie darauf, dass Bücher mit dem Rücken nach außen zeigen, nicht mit dem Cover nach vorn in eine tiefe Kiste gedrückt. Sonst sieht das Kind nur einen Stapel und findet nichts. Ein Regal mit offenen Fronten oder schrägen Fächern ist besser als geschlossene Schubladen, weil das Kind die Auswahl sieht.
Die häufigste Schwachstelle sind die Auflagen der Böden. Bei vielen Regalen liegen sie nur auf kleinen Stiften oder dünnen Leisten. Für Bücher sollte jeder Boden mindestens an drei Punkten je Seite aufliegen. Wer handwerklich arbeiten kann, setzt zusätzliche Leisten aus Hartholz ein und verschraubt sie mit der Seitenwand. Das verteilt das Gewicht und verhindert das Durchbiegen. Ein weiterer typischer Fehler: das Regal wird voll beladen, ohne es an der Wand zu sichern. Gerade hohe Spielregale kippen leicht nach vorn, sobald schwere Bücher in den oberen Fächern stehen.
Prüfen Sie die Standsicherheit. Ein Regal, das ein Kind zum Klettern verleitet, ist gefährlich. Befestigen Sie jedes Regal an der Wand, auch wenn es niedrig ist. Die Höhe allein macht ein Regal nicht sicher. Vermeiden Sie Regale mit scharfen Kanten auf Kniehöhe. Runde Kanten oder abgerundete Ecken sind im Kinderzimmer sinnvoll. Stellen Sie keine schweren Bücher in die obersten Fächer, wenn das Regal nicht verankert ist. Das Gewicht zieht nach vorn, und ein Kind, das sich hochzieht, kann das Regal umkippen.
Welche Möbel kippen und welche nic
Ein häufiger Fehler ist ein Regal, das mitwächst, aber nie angepasst wird. Wenn das Kind größer wird, wandern die Bilderbücher nach oben, und die unteren Fächer bleiben leer. Besser ist es, die Höhe alle ein bis zwei Jahre zu überprüfen. Ein Kind mit sechs Jahren erreicht problemlos 120 Zentimeter. Dann können Bilderbücher in die Mitte, und oben stehen leichte Sachen. Noch ein Fehler: Bücher zu fest einquetschen. Bilderbücher brauchen etwas Luft, sonst verbiegen die Seiten. Lassen Sie pro Buch etwa einen Fingerbreit Platz.
Die ideale Regalhöhe gibt es nicht für alle. Sie hängt vom Alter, von der Körpergröße und davon ab, ob das Kind steht oder sitzt. Messen Sie, beobachten Sie, passen Sie an. Ein Regal, das ein Kind ohne Hilfe erreicht, wird häufiger genutzt als ein hohes Regal, das nur schön aussieht. Tauschen Sie lieber ein zu hohes Regal gegen ein niedrigeres aus, als dass Sie ständig Bücher herunterreichen. So wird Lesen zur täglichen Selbstverständlichkeit.
Messen Sie zuerst das Kind, nicht das Regal. Lassen Sie das Kind aufrecht stehen und messen Sie vom Boden bis zum Scheitel. Die ideale Höhe für die unterste Buchreihe liegt bei etwa zwei Dritteln dieser Körpergröße. Das unterste Fach sollte niemals höher als die Schulter des Kindes sein. Noch besser ist ein Regal, dessen unterste Ebene nur 30 bis 40 Zentimeter über dem Boden liegt, damit auch krabbelnde Kinder greifen können. Ein typischer Fehler: Eltern kaufen ein hohes Regal, weil es ins Zimmer passt, und räumen die Bilderbücher ganz oben ein.
Die richtige Regalhöhe für Bilderbücher entscheidet darüber, ob ein Kind selbstständig an seine Bücher kommt oder ob jedes Mal ein Erwachsener helfen muss. Im Kinderzimmer gilt: Bücher sollen auf Augenhöhe des Kindes stehen, nicht auf Erwachsenenhöhe. Orientieren Sie sich an der Körpergröße des Kindes, nicht an der Zimmerwand. Ein zweijähriges Kind erreicht bequem etwa 60 bis 80 Zentimeter über dem Boden. Ein vierjähriges Kind schafft 90 bis 110 Zentimeter. Wer diese Werte ignoriert, stellt Bücher zu hoch und wundert sich, warum sie verstauben.