Beim Gießen gilt eine einfache Regel: erst dann Wasser geben, wenn die obersten fünf bis sieben Zentimeter Substrat vollständig trocken sind. Im Sommer bedeutet das je nach Topfgröße und Standort etwa alle zwei bis drei Wochen, im Winter deutlich seltener. Beim Gießen sollte das Wasser durch die Abzugslöcher ablaufen können. Steht der Topf ohne Abzug in einem Übertopf, muss überschüssiges Wasser nach zehn Minuten entfernt werden. Staunässe ist der häufigste Grund, warum die Wurzeln und Rhizome faulen – und Fäulnis erkennt man meist erst, wenn sich die unteren Blätter gelb verfärben und weich werden.
So nutzt du den Temperaturwechsel gezie
Licht, Temperatur und die Sache mit dem Umtopf
Schädlinge sind selten, aber Schildläuse und Wollläuse treten auf, wenn die Luft zu trocken und der Standort zu warm ist. Kontrolliere alle paar Wochen die Blattunterseiten und die Blattansätze. Befallene Stellen tupfst du mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen ab; bei stärkerem Befall hilft eine gründliche Dusche und das Entfernen der befallenen Blätter. Ein Umtopfen mit frischer Erde beseitigt zusätzlich Larven im Substrat.
Bei Befall hilft es, die Pflanzen zunächst lauwarm abzuduschen, vor allem die Blattunterseiten, und danach für feuchte Luft zu sorgen. Trockene, stickige Wärme begünstigt die Vermehrung. Befallene Blätter und Triebe werden konsequent entfernt, nicht auf den Boden gelegt. Nützlinge wie Raubmilben wirken nur, wenn sie rechtzeitig und in ausreichender Zahl eingesetzt werden und die Luftfeuchtigkeit stimmt. Wer nur die Oberseite besprüht oder die Pflanze in der prallen Sonne abspült, riskiert Blattschäden und übersieht weiterhin die eigentlichen Verstecke.
Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben. Sie sitzen bevorzugt an der Blattunterseite und saugen dort Zellinhalt aus. Das führt zu feinen, hellen Punkten auf der Blattoberseite – oft in Reihen entlang der Blattadern. Wer nur auf die Oberseite schaut, übersieht den Befall wochenlang. Deshalb gehört der Blick unter das Blatt von Anfang an dazu.
Ein zweiter Fehler ist die Verwechslung mit Thripsen oder Blattläusen. Thripse hinterlassen silbrige, glänzende Stellen und schwarze Kotkrümel, Blattläuse sitzen offen an Trieben und hinterlassen Honigtau. Spinnmilben dagegen bleiben versteckt, ihre Schäden sind zuerst nur punktförmig. Wer die Blattunterseite mit einer Lupe prüft, erkennt die Milben an ihrer rundlichen Form und den acht Beinen – ein sicheres Unterscheidungsmerkmal gegenüber Insektenlarven mit sechs Beinen.
Feine Netze richtig deuten Die Netze sitzen meist an der Blattunterseite, in Blattachseln, an Triebspitzen oder zwischen Blüten und Stängeln. Bei trockener, warmer Luft sind sie deutlicher sichtbar. Ein häufiger Fehler ist, die Fäden mit Spinnweben harmloser Spinnen zu verwechseln. Spinnmilbennetze sind dichter, unregelmäßiger und laufen oft entlang der Blattadern. Wer unsicher ist, hält ein weißes Papier unter das Blatt und klopft leicht dagegen: Fallen winzige, sich bewegende Punkte auf das Papier, ist der Befall bestätigt.
Die Calathea, im Deutschen als Korbmarante bekannt, stammt aus dem Unterwuchs tropischer Regenwälder. Dort herrschen gleichbleibend hohe Luftfeuchtigkeit, gedämpftes Licht und Temperaturen, die kaum schwanken. Genau diese Bedingungen erklärt ihr Verhalten: Sie reagiert auf jede Abweichung, weil sie in ihrer Heimat nie lernen musste, mit Stress umzugehen. Wer das versteht, hört auf, die Pflanze als empfindlich abzustempeln, und beginnt, ihre Ansprüche als klare Signale zu lesen.
Die ersten Anzeichen sind gesprenkelte Blätter: einzelne Zellen bleichen aus, das Grün wirkt wie mit feinem Sand bestäubt. Später verfärben sich ganze Blattpartien gelb bis bronzefarben, die Ränder rollen sich ein und das Blatt vertrocknet. Typisch ist auch ein feiner, staubiger Belag auf der Blattunterseite – das sind Häutungsreste und Kot. Erst bei stärkerem Befall erscheinen die namensgebenden Netze.
Beim Gießen gilt: gleichmäßig feucht, niemals nass. Kalkarmes Wasser bei Zimmertemperatur ist Pflicht, denn die Wurzeln reagieren empfindlich auf Kalk und Kälte. Lassen Sie die oberste Substratschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen, aber nicht austrocknen. Staunasse Erde führt innerhalb weniger Tage zu Wurzelfäule, die sich durch gelbe, schlaffe Blätter zeigt. Ein Topf mit Abflussloch und ein lockeres Substrat aus Torf, Perlite und Rinde verhindern das wirksam.
Zur Früherkennung gehört eine feste Routine: ein- bis zweimal pro Woche die Unterseiten der mittleren und unteren Blätter kontrollieren, besonders bei warmem, trockenem Wetter und an Zimmerpflanzen nahe Heizungen. Stecklinge, Neukäufe und überwinterte Kübelpflanzen werden für einige Tage separat gestellt und genau geprüft. Wer erst handelt, wenn Netze sichtbar sind, hat bereits mit einer starken Population zu tun – dann reicht es meist nicht mehr, nur die befallenen Blätter zu entfernen.