Fliesen mit ihrer Glasur sind ein dankbarer Untergrund, aber nur, wenn sie sauber und trocken sind. Fett, Kalkränder und Seifenreste aus der Küche oder vom Waschbecken wirken wie Trennmittel. Die Fliesen mit einem milden Reiniger abwaschen, mit klarem Wasser nachspülen und vollständig trocknen lassen. Bei stark glasierten Fliesen und großen Spiegeln lohnt es sich, die Klebefläche mit feinem Schleifpapier anzurauen – kein Kratzer, nur matt. Danach den Staub absaugen oder abwischen. Wer auf einer frisch gefliesten Wand klebt, muss die Fugen vollständig aushärten lassen, sonst verschiebt sich der Spiegel später mit dem Untergrund.
Am Ende zählt nicht, wie schnell die erste Reihe lag, sondern wie genau. Eine kontrollierte erste Reihe mit gleichmäßiger Randfuge und sauberer Ausrichtung spart beim weiteren Verlegen Zeit und Nerven. Wer sich hier fünf Minuten mehr nimmt, muss später keine Reihen mehr trennen. Der Boden dankt es mit einem ruhigen, gleichmäßigen Bild – und das über die gesamte Fläche.
Nach dem Hobeln muss die Kante neu versiegelt werden, sonst nimmt das Holz Feuchtigkeit auf und quillt. Ein einfacher Lack oder eine Grundierung genügt. Wer die Tür nach dem Nachstellen wieder einhängt, sollte prüfen, ob sie in allen Positionen frei schwingt und das Schloss sauber greift. Kratzt sie dann noch, war die Ursache nicht der Boden, sondern der Rahmen oder die Zarge. In diesem Fall ist Nachstellen an den Bändern die letzte Option, bevor größere Eingriffe nötig werden.
Eine neue Fliesenschicht direkt auf die alte zu kleben, spart Zeit, Staub und Entsorgungskosten. Ob der alte Belag als Untergrund taugt, entscheidet sich jedoch nicht am Geschmack, sondern an der Beschaffenheit des Bestands. Wer diese Prüfung überspringt, riskiert, dass sich die neue Lage innerhalb weniger Monate löst – mitsamt dem alten Belag darunter.
Ein häufiger Fehler ist, die Grundierung zu verdünnen, weil sie „zu dick" erscheint. Verdünnte Grundierung verliert ihre Bindekraft. Ein weiterer Fehler: zu früh streichen. Die Grundierung muss vollständig durchtrocknen, sonst wird die Farbe wieder angelöst. Herstellerangaben zur Trockenzeit sind Mindestzeiten, keine Richtwerte. Bei kühler, feuchter Luft verlängert sich die Trocknung deutlich. Wer nach zwei Stunden streicht, riskiert Blasen und Haftungsverlust.
Warum die Ausrichtung der ersten Reihe alles vorgibt Die erste Reihe wird mit der Nut zur Wand gelegt und mit Distanzkeilen zur Wand hin fixiert. Entscheidend ist die Richtung: Läuft das Licht vom Fenster in den Raum, verlegt man das Laminat längs zur Lichtrichtung, damit die Fugen optisch zurücktreten. Vor dem Verkleben oder Verklicken der zweiten Reihe wird geprüft, ob die erste Reihe wirklich gerade ist. Schon ein Millimeter Abweichung auf zwei Metern summiert sich über die Raumbreite zu sichtbaren Keilfugen. Wer die erste Reihe „nach Augenmaß" ausrichtet, zahlt das später mit sichtbaren Versätzen.
Die erste Reihe Laminat legt fest, wie der gesamte Boden später aussieht und wie er sich verhält. Wer hier schludert, kämpft den Rest des Raumes mit Fugen, die aufklaffen, oder mit einem Belag, der an der Wand klemmt und in der Mitte aufwölbt. Deshalb lohnt es sich, vor dem ersten Klick genau zu prüfen, ob der Untergrund eben ist und ob genügend Dehnungsfuge bleibt.
Ein häufiger Fehler ist ein zu enger Anschluss an Türzargen und Heizungsrohren. Um Rohre herum wird ein Loch mit etwa zwei Zentimetern Übermaß gebohrt und mit einer Rosette abgedeckt. Auch an Türschwellen braucht der Boden eine Dehnungsfuge, sonst schiebt sich das Material bei Feuchtigkeit oder Wärme zusammen. Wer diese Fugen ignoriert, bekommt nach einigen Monaten genau die Stellen, die er am wenigsten sieht: wellige Übergänge und knackende Geräusche.
Zuerst prüfen, ob Kleben überhaupt in Frage kommt. Ein Spiegel mit Rahmen aus Holz oder Metall lässt sich fast immer kleben, ein rahmenloser Spiegel mit versilberter Rückseite nur dann, wenn der Kleber die Versilberung nicht angreift. Reine Silikonkleber sind hier riskant, weil sie den Spiegelbelag von hinten anlösen können. Besser geeignet sind lösungsmittelfreie Montagekleber auf Acrylatbasis oder spezielle Spiegelklebebänder. Bei einem Spiegel über 60 Zentimeter Kantenlänge reicht reines Kleben selten aus – dann zusätzlich oben und unten kleine Schrauben oder Klemmschienen setzen, die das Gewicht tragen.
Zuerst wird der Untergrund kontrolliert. Auf einer geraden Latte oder Wasserwaage darf kein Spielraum größer als zwei Millimeter pro Meter sichtbar sein. Unebenheiten werden mit Ausgleichsmasse oder Spachtel beseitigt, nicht mit Unterlegmaterial kaschiert. Darüber kommt eine Trittschalldämmung, die an den Wänden etwa einen Zentimeter hochgezogen wird. Diese Randstreifen verhindern später, dass das Laminat direkt an der Wand anliegt – ein Fehler, der fast immer zu Aufwölbungen führt.
Beim Klicken der Reihen wird die Nut der neuen Diele in die Feder der liegenden Diele gesetzt und mit leichtem Druck eingerastet. Ein Gummihammer darf nur über ein Zulagebrett eingesetzt werden, nie direkt auf die Kante. Typisch ist auch, dass Einsteiger die letzte Diele einer Reihe zu kurz abschneiden und dann die Fuge nicht mehr schließen können. Hier hilft die Regel: immer erst messen, dann sägen, und den Schnitt an der Wandseite setzen, nicht an der Sichtseite.