Die zugeschnittene Vliesbahn wird trocken auf die eingekleisterte Wand gedrückt. Sie kann auf Stoß oder mit Überlappung gesetzt werden, je nach Muster und gewünschtem Ergebnis. Mit einer Tapetenbürste oder einem Rakel wird die Bahn von der Mitte zu den Rändern hin angedrückt. So entweicht Luft seitlich und es bilden sich keine Blasen. Der Andruck erfolgt sanft, damit das feuchte Vlies nicht gedehnt wird. Ein zu starkes Reiben verschiebt das Muster und hinterlässt Druckstellen.
Der erste Schritt ist die genaue Diagnose. Öffne und schließe die Tür mehrmals und beobachte, wo genau der Widerstand entsteht. Schleift sie am oberen Rahmen, an der Schließseite oder unten am Boden? Drückt sie nur in einer bestimmten Jahreszeit, deutet das auf Feuchtigkeit hin, die das Holz quellen lässt. Hält sie das ganze Jahr über, sitzt sie vermutlich falsch in den Bändern. Lege ein dünnes Stück Papier oder Pappe zwischen Tür und Rahmen und schließe sie langsam. Die Stelle, an der das Papier festklemmt, zeigt dir die Problemzone.
Rollen brauchen mehr Geduld. Mit einem Rollenauswringer oder einer flachen Kelle lässt sich die Farbe zuerst aus dem Flor drücken. Danach die Rolle unter warmem Wasser ausspülen und mehrfach ausstreichen, bis keine Farbe mehr austritt. Bei hartnäckigen Resten kann die Rolle über Nacht in einem Eimer mit Wasser stehen – aber nur, wenn das Wasser am nächsten Morgen gewechselt und die Rolle erneut gründlich gespült wird. Sonst zieht der Flor die gelösten Bestandteile wieder auf.
Nach dem Trocknen kommen Pinsel und Rollen an einen Ort, an dem sie ihre Form behalten. Pinsel mit einer Papierhülse umwickeln, Rollen stehend lagern. Wer diese Schritte einhält, muss deutlich seltener neu kaufen – nicht wegen eines teuren Produkts, sondern wegen der Konsequenz nach jedem Einsatz.
Warum der Zeitpunkt wichtiger ist als das Waschmittel Der größte Fehler ist, Werkzeuge über Nacht liegen zu lassen. Dispersionsfarbe trocknet schnell, und was einmal fest sitzt, lässt sich kaum noch vollständig entfernen. Deshalb gilt: direkt nach dem letzten Strich auswaschen, solange die Farbe noch feucht ist. Wer eine Pause von mehreren Stunden einlegt, kann Rolle und Pinsel in Frischhaltefolie oder einen feuchten Lappen wickeln. Das verhindert das Antrocknen, ersetzt aber nicht das Auswaschen am Ende des Arbeitstages.
Vor dem Anrühren des Kleisters wird die Wand geprüft. Alte Farbschichten, die abblättern, müssen entfernt werden. Kreidende oder stark saugende Untergründe bekommen eine Grundierung, sonst zieht die Wand den Kleister ungleichmäßig weg und die Bahn sitzt nach dem Trocknen nicht mehr fest. Leichte Unebenheiten lassen sich mit einer Spachtelmasse ausgleichen. Nach dem Trocknen wird die Fläche abgeschliffen und entstaubt. Erst dann ist der Untergrund bereit für den Kleister.
Zuerst wird die Wand oder der Türrahmen sauber abgeklebt, damit später kein Kleber oder Fugenmaterial auf den angrenzenden Flächen landet. Dann werden die Abstandshalter in gleichmäßigen Abständen entlang der Wand gesetzt. Die Breite der Abstandshalter bestimmt die spätere Fugenbreite. Bei großen Räumen oder bei Fußbodenheizung sollte die Fuge eher breiter gewählt werden, etwa 10 bis 15 Millimeter. Nach dem Verlegen des Bodens werden die Abstandshalter entfernt. Anschließend wird die Fuge mit einer elastischen Fugenmasse verschlossen, die die Bewegung des Bodens mitmacht. Starre Materialien wie Acryl oder Silikon sind ungeeignet, weil sie reißen oder den Boden blockieren.
Ein häufiger Fehler ist, Werkzeuge in der Spüle zu reinigen. Farbreste setzen die Rohre zu, und Lösemittel gehören ohnehin nicht in den Abfluss. Besser sind zwei Eimer: einer zum Vorspülen, einer zum klaren Nachspülen. Das Schmutzwasser anschließend durch ein Sieb gießen, die Rückstände in den Restmüll geben. So bleiben Waschbecken und Umwelt sauber.
Für Pinsel gilt: zuerst grobe Farbe mit einem Spachtel oder einem Stück Karton ausstreichen, dann unter fließendem Wasser oder im Reinigungsbad auswaschen. Die Borsten dabei immer wieder auseinander spreizen, bis das Wasser klar abläuft. Ein Tropfen Spülmittel hilft bei Dispersionsfarbe, aber nur sparsam einsetzen. Anschließend den Pinsel nicht auf die Borsten stellen, sondern flach oder hängend trocknen, damit die Form erhalten bleibt.
Zuerst wird geprüft, wo genau die Tür aufliegt. Ein Stück Pappe oder dünnes Papier unter der Tür zeigt beim Schließen die Kontaktstelle. Schleift es an der Schließkante, also gegenüber den Scharnieren, ist meist das obere Scharnier ausgeleiert. Kratzt es direkt unter den Bändern, hat sich das untere Band gesetzt. Diese Unterscheidung entscheidet über die weitere Vorgehensweise.

Ein Pinsel oder eine Rolle ist nach dem Streichen kein Wegwerfartikel, sondern ein Werkzeug, das bei richtiger Pflege viele Einsätze übersteht. Wer sie nach Gebrauch einfach in die Ecke legt, riskiert, dass Farbreste aushärten und die Borsten oder der Flor verkleben. Die Folge: Der nächste Anstrich wird streifig, die Rolle verliert ihre Form, und der Pinsel wird hart. Dabei ist die Reinigung keine komplizierte Angelegenheit, sondern eine Frage der Reihenfolge und des richtigen Zeitpunkts.